100 Personen nach Unfall an Seilbahn in Macugnaga evakuiert
Bei einem Unfall an einer Seilbahn in den italienischen Alpen sind vier Menschen leicht verletzt und anschliessend fast 100 Menschen aus einem hoch gelegenen Skigebiet evakuiert worden.
Wie die Bergwacht mitteilte, prallte eine Kabine der Seilbahn mit hoher Geschwindigkeit gegen die Barriere der Bergstation unweit der Gemeinde Macugnaga an der Grenze zur Schweiz.
Die Verletzten wurden nach Angaben der Bergwacht sofort mit einem Hubschrauber von der in etwa 2.800 Metern Höhe liegenden Bergstation evakuiert. Wie die italienische Feuerwehr mitteilte, handelt es sich bei den Verletzten um drei Passagiere der Gondel sowie einen Seilbahnmitarbeiter.
❌ Macugnaga (VB), intervento #vigilidelfuoco, con @cnsas_official e @GDF, in corso dalle 11:30 per un incidente a due cabine della Funivia Al Moro: feriti il manovratore a valle e 3 dei 15 passeggeri a monte. In azione 2 elicotteri Drago per l’evacuazione di persone bloccate in… pic.twitter.com/6cI1H6RWY4
— Vigili del Fuoco (@vigilidelfuoco) December 30, 2025
Über mehrere Stunden waren knapp 100 Skifahrer und Wanderer auf der Bergstation gestrandet. Da die Seilbahn ausser Betrieb genommen wurde, mussten die Menschen in einer langwierigen Aktion schrittweise mit Helikoptern weggeflogen werden. Der Einsatz verlief laut Behörden ohne Zwischenfälle.
Unfall-Ursache wohl technisches Problem
«Wir waren fast angekommen, als wir sahen, dass die Kabine schneller wurde. Dann sind wir gegen den Beton geprallt und übereinander gefallen», zitierte die Zeitung «Corriere della Sera» eine Passagierin der Seilbahn. «Es waren ein paar Sekunden, in denen wir nicht verstanden haben, was genau passiert ist.»
Der Chef des Seilbahnbetreibers Macugnaga Trasporti e Servizi, Filippo Besozzi, sagte der Zeitung, der Unfall sei durch ein technisches Problem verursacht worden, aufgrund dessen die Kabine beim Einfahren in die Station nicht ausreichend abgebremst habe und deshalb gegen die Barriere geprallt sei.
Die betroffene Seilbahn stammt ursprünglich aus dem Jahr 1962, war jedoch Anfang 2023 umfassend modernisiert worden. Dabei wurden unter anderem Motoren, Rollen und auch die Kabinen ausgetauscht. Die Sanierung kostete nach Angaben der Behörden rund zwei Millionen Euro (1,86 Millionen Franken). Die genaue Ursache des Unfalls am heutigen Vormittag wird von den Behörden nun untersucht. (sda/dpa)
