DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Japan macht wieder Jagd auf Delfine

01.09.2021, 06:37

Japan macht vor seiner Küste wieder Jagd auf Delfine und andere kleine Walarten. Am Mittwoch brachen im Walfangort Taiji, wo die meisten Delfine gefangen werden, die ersten Fischer zum Auftakt der bis März dauernden Treibjagd auf, wie Tierschützer berichteten.

Bild: imago-images

Sobald sie nahe der Küste Delfine ausgemacht haben, treiben sie sie in einer Bucht zusammen. Hierzu legen die Fischer den Orientierungssinn der Tiere lahm, indem sie auf ins Meer gehaltene Metallstangen hämmern.

Die schönsten Exemplare werden im Auftrag von Delfinarien im In- und Ausland aussortiert, die übrigen werden in einer Nachbarbucht abgeschlachtet. Den Vorwurf im Westen, das Abschlachten sei grausam, weisen die Fischer immer wieder zurück.

Anders als früher, als Harpunen in die Delfine getrieben wurden, wende man seit dem Jahr 2008 eine auf den Färöer-Inseln entwickelte Methode an. Dabei würden die Fischer das Rückenmark der Tiere durchtrennen, was zu einem starken Blutverlust und damit zu einem relativ schnellen Tod führe.

Kritiker halten dagegen, dass es bei grossen und im Todeskampf herumwirbelnden Tieren wie Delfinen schwierig sei, das Rückenmark gezielt zu durchtrennen. Laut Tierschützern zeigt jedoch die andauernde Kritik an der Treibjagd in Japan inzwischen Wirkung.

In den vergangenen Jahren sei die Zahl der gejagten Delfine und Kleinwale in Japan stark zurückgegangen, hatte Pro Wildlife im vergangenen Jahr mitgeteilt. Die Organisation fordert seit Jahren ein Ende der Jagd in Japan, auch wenn in anderen Ländern inzwischen weit mehr Delfine gejagt würden, zum Beispiel in Peru, Nigeria, Brasilien oder Indien.

In Taiji sei die Jagd nur noch rentabel, weil dabei auch Jungtiere für den Verkauf an Delfinarien gefangen werden, hiess es. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Delfine mitten in Venedig! Dieses Mal WIRKLICH

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Wie Donald Trump das Weisse Haus zum gefährlichsten Kindergarten der Welt gemacht hat

Mit seinem kindischen und unberechenbaren Verhalten versetzte der Ex-Präsident seine Generäle und das CIA in Angst und Schrecken – und auch die Chinesen.

Dan Quayle war Vize-Präsident unter George Bush zwischen 1988 und 1992. Er galt, nun ja, nicht unbedingt als die hellste Kerze im Weissen Haus. Er hinterliess auch kaum Spuren. Nur einmal machte er so richtig Schlagzeilen, als er das Wort «potato» (Kartoffel) nicht buchstabieren konnte.

Wie Mike Pence stammt Quayle aus dem Bundesstaat Indiana. An ihn wandte sich Trumps Vize deshalb in der Stunde der höchsten Not. Der Präsident wollte von ihm etwas, das er ihm gemäss Verfassung unmöglich …

Artikel lesen
Link zum Artikel