DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Streit um Taiwan: China bestellt Japans Botschafter ein – wegen «brutalem Eingriff»

02.12.2021, 05:50

Im Streit um Taiwan hat China den japanischen Botschafter einberufen. Wie das Pekinger Aussenministerium am Donnerstag mitteilte, reagierte es damit auf eine Bemerkung des ehemaligen japanischen Premierminister Shinzo Abe, der öffentlich erklärt hatte, dass Japan und die USA nicht einfach zusehen würden, wenn China die Inselrepublik Taiwan angreife.

Der ehemalige japanische Premierminister Shinzo Abe.
Der ehemalige japanische Premierminister Shinzo Abe.Bild: keystone

Nach einer Erklärung des chinesischen Aussenministeriums bezeichnete die stellvertretende chinesische Aussenministerin Abes Äusserungen bei dem Treffen mit Botschafter Shui Hideo am Mittwochabend als «unverantwortlich» und als einen «brutalen Eingriff» in die inneren Angelegenheiten Chinas. Japan dürfe die «Entschlossenheit und Stärke des chinesischen Volkes nicht unterschätzen».

Abe hatte zuvor bei einer Veranstaltung einer taiwanischen Denkfabrik per Video-Rede gesagt, dass ein Notfall in Taiwan auch als ein Notfall für die amerikanisch-japanische Allianz angesehen würde. Peking dürfe dies nicht falsch einschätzen. Zudem sagte Abe, dass China sich mit einer Invasion Taiwans selbst wirtschaftlich schweren Schaden zufügen würde.

China sieht das demokratische Taiwan, das sich 1949 vom Festland abspaltete, als abtrünnige Provinz und nicht als unabhängigen Staat an und versucht, eine Wiedervereinigung zu erreichen. Die Volksrepublik lehnt jede Form formeller Beziehungen zwischen anderen Ländern und der Inselrepublik ab. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Baupfusch? Mehrere Gebäude stürzen nach Erdbeben ein

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Das Land an den Rand des Ruins gebracht» – Trump wettert bei Auftritt heftig gegen Biden

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat seinem Nachfolger Joe Biden knapp ein Jahr nach dessen Amtsantritt komplettes Versagen vorgeworfen. «In weniger als einem Jahr hat Joe Biden mit den radikalen Demokraten unser Land an den Rand des Ruins gebracht», sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) bei einer Rede vor Anhängern in Florence im Bundesstaat Arizona. Bidens Kurs sei ein Desaster. «Unser Land wird zerstört», sagte Trump. Biden war am 20. Januar 2021 als US-Präsident vereidigt worden.

Zur Story