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Julian Assange

4 Jahre Haft: Menschenrechtler fordern Freilassung von Assange

4 Jahre Haft: Menschenrechtler fordern Freilassung von Assange

Vier Jahre nach Inhaftierung des Wikileaks-Gründers Julian Assange ruft die Organisation Reporter ohne Grenzen die USA auf, ihren Auslieferungsantrag fallen zu lassen.
11.04.2023, 07:14
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«Wir rufen die US-Regierung erneut auf, den Fall abzuschliessen und ohne weitere Verzögerung die Freilassung zu erlauben», sagte Rebecca Vincent, die Londoner Vertreterin der Pressefreiheitsorganisation, der Deutschen Presse-Agentur. Der Jahrestag von Assanges Inhaftierung am 11. April fällt zusammen mit der Ankunft von US-Präsident Joe Biden im Vereinigten Königreich.

Campaigners pressing for the release of WikiLeaks founder Julian Assange take part in a demonstration during a Night Carnival in Parliament Square, London, Saturday, Feb. 11, 2023. (James Manning/PA v ...
Demo für die Freilassung von Julian Assange in London im Februar 2023.Bild: keystone

Die USA werfen Assange vor, geheimes Material von Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen, veröffentlicht und das Leben von Informanten in Gefahr gebracht zu haben. Unterstützer sehen in ihm einen mutigen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht brachte.

Das juristische Tauziehen um Assanges mögliche Auslieferung in die USA zieht sich seit Jahren hin. Die britische Regierung hat für die Auslieferung prinzipiell grünes Licht gegeben, Assange und seine Unterstützer wollen jedoch weitere juristische Möglichkeiten nutzen, um Einspruch einzulegen.

epa10363694 Julian Assange's wife, Stella Assange during a press conference at the European Parliament in Strasbourg, France, 13 December 2022. Stella Assange will attend the Sakharov Prize cerem ...
Stella Assange, Frau von Julian Assange.Bild: keystone

Assange sitze seit vier langen Jahren im Gefängnis, obwohl er nicht verurteilt sei, kritisierte Vincent. «Wir sind besorgt um seine Sicherheit und um sein Wohlergehen im Gefängnis, wo seine körperliche und mentale Gesundheit sehr hohem Risiko ausgesetzt bleiben.»

Auch die Ehefrau des Wikileaks-Gründers, Stella Assange, hat sich zuletzt sehr besorgt über dessen Zustand geäussert. Er werde bis zu 20 Stunden am Tag eingesperrt und Besuche seien nur sehr eingeschränkt möglich. (sda/dpa)

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Violett
11.04.2023 08:19registriert Juni 2020
Wenn Menschenrechte nicht existieren. Eine Schande für unsere Zivilisation.
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Holiday Boy
11.04.2023 07:50registriert April 2023
Wenn man kriminelle Machenschaften der Mächtigen aufdeckt, wird man bestraft.
Sagt schon alles, über die kranke Welt in der wir leben.
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P.Rediger
11.04.2023 07:34registriert März 2018
Tja, so viel zur freien Presse im Vorstreiterland für Demokratie. Zumindest verkauften die USA ihre Einsätze im nahen und mittleren Osten ja so. Pressefreiheit ist gut, solange sie meinen Zwecken dient. Ich hoffe Biden korrigiert diesen Fehler endlich mal. Das würde ein bisschen zur Glaubwürdigkeit der USA beitragen.
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