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Justiz

Marius Borg Høiby: Anwalt will Freispruch von Vergewaltigungs-Vorwürfen

Vergewaltigungs-Vorwürfe: Høiby-Anwalt fordert Freispruch

19.03.2026, 13:5819.03.2026, 13:58

Im Prozess gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin hat dessen Verteidiger in Oslo laut übereinstimmenden Medienberichten für einen Freispruch von den Vergewaltigungs-Vorwürfen plädiert.

A court sketch of Marius Borg Hoiby during the first day of the trial against him, which is taking place in room 250 of the Oslo District Court, Norway, Tuesday Feb. 3, 2026. (Drawing: Ane Hem / NTB P ...
Marius Borg Høibys Anwalt will einen Freispruch von den Vergewaltigungs-Vorwürfen.Bild: keystone

«Es gibt keine Beweise, die dafür sprechen, dass Marius für die Vergewaltigungen verurteilt werden kann», sagte Verteidiger Petar Sekulic der Zeitung «Verdens Gang» zufolge am Donnerstag. «In keinem der vier Fälle.»

Die Verteidigung sieht es demnach nicht als erwiesen an, dass Marius Borg Høiby vier Frauen nach norwegischem Recht vergewaltigt hat, während diese laut Anklage schliefen und sich nicht zur Wehr setzen konnten. Videos, die der Angeklagte selbst während der mutmasslichen Taten gemacht haben soll, seien keine eindeutigen Beweise – und ohne solche stehe Høibys Wort gegen das der Frauen, so Verteidiger Petar Sekulic.

Staatsanwaltschaft fordert mehr als sieben Jahre Haft

Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch dafür plädiert, Høiby in 39 von 40 Anklagepunkten zu verurteilen, und eine Gesamtstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten Haft für Mette-Marits Sohn gefordert. Lediglich eines Verstosses gegen ein Kontaktverbot solle Høiby freigesprochen werden.

Die Zeit, die er schon in Untersuchungshaft verbracht hat – es sind rund zwei Monate -, soll von der Haftstrafe abgezogen werden. In diesem Punkt sind sich Staatsanwälte und Verteidiger einig. Ausserdem verlangt die Anklage ein zweijähriges Kontaktverbot zu einer von Høibys Ex-Freundinnen.

Der 29-Jährige ist unter anderem wegen vier Fällen von Vergewaltigung nach norwegischem Recht, häuslicher Gewalt gegen zwei Ex-Freundinnen, zahlreicher Verstösse gegen Kontaktverbote, Beleidigung von Polizisten, eines Drogentransports sowie mehrerer Verkehrsdelikte angeklagt. Einige der Taten hat Høiby eingeräumt, die Vergewaltigungs-Vorwürfe aber bestritten. Das Urteil wird erst später erwartet. Høiby bleibt vorerst in Untersuchungshaft. (dab/sda/dpa)

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