Iran macht seine Drohungen wahr: Gasanlage in Katar brennt
Drohnen aus dem Iran trafen am Mittwochabend Energieanlagen in Katar und Saudi-Arabien. QatarEnergy, ein staatliches Öl- und Gasunternehmen aus Katar, teilte auf X mit, dass sein Energiezentrum Ras Laffan durch Raketenangriffe am Mittwoch «erhebliche Schäden» davongetragen habe. «Alle Mitarbeitenden sind in Sicherheit, und bislang wurden keine Opfer gemeldet», fügte der Flüssiggasproduzent hinzu.
QatarEnergy Statement on Missile Attacks on Ras Laffan Industrial City
— QatarEnergy (@qatarenergy) March 18, 2026
QatarEnergy confirms that Ras Laffan Industrial City this evening has been the subject of missile attacks.
Emergency response teams were deployed immediately to contain the resulting fires, as extensive…
Der Iran kündigte die Angriffe nur wenige Stunden davor an. Es handle sich um Vergeltungsmassnahmen für die Angriffe auf seine Energieproduktion seit Beginn des fast drei Wochen alten Krieges.
Die Warnungen richteten sich gegen den Mesaieed Petrochemical Complex, die Mesaieed Holding Company und die Ras-Laffan-Raffinerie in Katar; die Samref-Raffinerie und den Jubail Petrochemical Complex in Saudi-Arabien; sowie das Al-Hosn-Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Verletzung der Souveränität
In einer Erklärung verurteilte das Aussenministerium von Katar «die brutalen» iranischen Angriffe auf die Industriestadt Ras Laffan aufs Schärfste. «Katar betrachtet diesen Angriff als gefährliche Eskalation, als eklatante Verletzung seiner Souveränität und als direkte Bedrohung seiner nationalen Sicherheit», hiess es darin.
Katar zählt normalerweise zu den grössten Erdgasexporteuren, stellte jedoch bereits am 2. März die Flüssiggasproduktion ein, nachdem dieselbe Anlage in Ras Laffan sowie ein Wassertank in einem Kraftwerk in der Industriestadt Mesaieed angegriffen worden waren.
Früher am Tag trafen Luftangriffe Irans grösste Erdgasquelle South Pars. Auch die Energievorräte des Iran sind angeschlagen. Wie «BBC» berichtete, hat der Iran seine Gaslieferungen an Irak bereits vollständig unterbrochen.
