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U.S. President Donald Trump, right, adjusts his jacket as he stands with German Chancellor Angela Merkel prior to a group photo during a G7 Summit in the Ancient Theatre of Taormina ( 3rd century BC) in the Sicilian citadel of Taormina, Italy, Friday, May 26, 2017. Leaders of the G7 meet Friday and Saturday, including newcomers Emmanuel Macron of France and Theresa May of Britain in an effort to forge a new dynamic after a year of global political turmoil amid a rise in nationalism. (AP Photo/Andrew Medichini)

Angela Merkel und Donald Trump in Taormina: Auf die USA ist kein Verlass mehr. Bild: Andrew Medichini/AP/KEYSTONE

Kommentar

Trump sei Dank: Europa wird endlich erwachsen

Der G7-Gipfel auf Sizilien hat es eindrücklich gezeigt: Auf Donald Trump ist kein Verlass. Aus europäischer Sicht ist dies eine heilsame Erkenntnis: Der Kontinent muss Verantwortung für sich selbst übernehmen.



Die Erwartungen waren gering. Am Ende schrammte der G7-Gipfel im malerischen Taormina nur knapp am totalen Fiasko vorbei. Ein lauwarmes Bekenntnis für den Freihandel und gegen Protektionismus sowie eine separate Erklärung zum Kampf gegen den Terrorismus waren das einzig zählbare «Ergebnis» beim Treffen der sieben Mächtigen auf Sizilien.

Einer wollte das partout nicht so sehen. Es sei ein «unglaublich produktives Treffen» gewesen, sagte US-Präsident Donald Trump am Samstag vor seiner Rückkehr nach Washington vor US-Soldaten auf der Luftwaffenbasis Sigonella. Ohnehin betrachtete er seine erste, achttägige Auslandsreise als vollen Erfolg: «Ich glaube, wir haben einen Homerun geschlagen.»

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Trumps Eigenlob in Sigonella. Video: YouTube/CNN

Waren Trumps grossspurige Worte an seine Fangemeinde in der Heimat gerichtet, der er sich einmal mehr als erfolgreicher Dealmaker präsentieren wollte? Oder glaubt er wirklich, was er sagte? Man muss befürchten, dass beides zutrifft.

«Sehr unzufriedenstellend»

Bei den übrigen Gipfelteilnehmern hinterliess der Auftritt des «Trumpeltiers» Ernüchterung und Konsternation. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete Trumps Weigerung, sich zum Pariser Klimavertrag zu bekennen, als «sehr unzufriedenstellend». Ein typisch Merkelsches Wortungetüm, das in seiner undiplomatischen Direktheit so gar nicht zu ihrem Ruf als Kontrollfreak passt.

Am Sonntag legte Merkel nach. Bei einem Wahlkampfauftritt mit der bayerischen CSU in einem stickigen Bierzelt in München sprach sie Worte aus, die um die Welt gingen. Die USA seien kein verlässlicher Partner mehr. «Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt», sagte Merkel.

«Für unser Schicksal kämpfen»

Ihr Fazit aus dem G7-Debakel: «Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen.» Es müsse natürlich bei der Freundschaft mit den USA bleiben. Und mit Grossbritannien, das seit dem Brexit-Votum ebenfalls nicht mehr als verlässlicher Partner wahrgenommen wird. «Aber wir müssen wissen, wir müssen selber für unser Schicksal kämpfen», meinte die Kanzlerin.

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Merkel geht auf Distanz zur USA. Video: YouTube/afpde

Man kann dafür nur ein Wort verwenden: Endlich!

Viel zu lange hat sich Europa unter dem militärischen Schutzschirm versteckt, den die Amerikaner und zu einem gewissen Grad auch die Briten aufgespannt haben. Obwohl der Kalte Krieg vor mehr als 25 Jahren zu Ende ging, hat sich kaum etwas daran geändert. Kritik daran gab es immer wieder, und die Europäer gelobten wiederholt, mehr Verantwortung übernehmen zu wollen.

Am Rockzipfel von «Big Brother»

Einiges ist auch geschehen. Europa unterstützt die USA in verschiedenen Kriegsgebieten mit Soldaten und Material. Wirklich emanzipiert vom «Big Brother» aber hat sich der alte Kontinent nie. Man konnte bislang auch stets auf den Rückhalt durch Amerikas Präsidenten zählen. Das galt selbst für Barack Obama, der sich eigentlich verstärkt Asien zuwenden wollte.

Mit Donald Trump hat eine Zeitenwende eingesetzt. Seine Auftritte in Europa übertrafen die schlimmsten Befürchtungen. Am NATO-Gipfel in Brüssel hielt er den Europäern eine Standpauke. Sie würden zu wenig in ihre Verteidigung investieren. Gleichzeitig vermied er ein Bekenntnis zum gegenseitigen militärischen Beistand der NATO-Länder im Fall eines Angriffs. Dabei haben die USA als bislang einziges Land nach dem 11. September 2001 von der Bündnispflicht profitiert.

Der Pausenplatz-Rowdy

Beim Treffen mit der EU-Spitze beklagte er sich über die «schlimmen» Deutschen und ihre Exportüberschüsse. Und auf dem Weg zum Gruppenfoto aller Staats- und Regierungschefs der NATO drängelte Trump den montenegrinischen Regierungschef Duško Marković im Stil eines Pausenplatz-Rowdys zur Seite.

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Trump schiebt sich in den Vordergrund. Video: YouTube/Associated Press

Auch in Taormina brüskierte er die Gastgeber. Als der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni eine Rede zur Flüchtlingskrise hielt, die sein Land besonders belastet, trug Trump als einziger keinen Kopfhörer und zeigte so, dass ihn das Thema überhaupt nicht interessiert. Die Beteuerung seines Sprechers Sean Spicer, der Präsident habe einen Knopf im Ohr getragen, wirkte wenig glaubwürdig.

Europa muss sich zusammenraufen

Gerade beim Thema Flüchtlinge zeigt sich Trumps Egoismus. Er hält es für ein europäisches Problem, das ihn nichts angeht. Vielleicht raufen sich die Europäer endlich zusammen, um die überforderten Erstaufnahmeländer – vor allem Griechenland und Italien – zu entlasten. Auch das gehört dazu, wenn Europa gemäss Merkel «sein Schicksal in die eigenen Hände» nehmen soll.

Europa kann sich nicht länger zurücklehnen und auf seine Soft Power vertrauen. Mehr Anstrengungen im Bereich Verteidigung sind notwendig, vielleicht sogar eine Euro-Armee. Einfach wird dies nicht, die EU hat derzeit genug Baustellen. Dazu gehören die bald beginnenden Brexit-Verhandlungen oder die von Populisten regierten «Sorgenkinder» Polen und Ungarn.

Die Voraussetzungen sind trotzdem vorhanden. Bei ihrer Bierzelt-Rede verwies Angela Merkel auf das gute Verhältnis zu Frankreichs neuem Präsidenten Emmanuel Macron. Der hatte auf Taormina gezeigt, wie man mit dem rowdyhaften Trump umgehen muss, als er dessen berüchtigten Händedruck resolut konterte. «So verschafft man sich Respekt», lobte sich Macron selbst.

Ein «Powerduo» Merkel-Macron könnte dem alternden, oft verzagten Europa den nötigen Schwung verleihen. Ob es klappen wird, ist keineswegs garantiert. Aber nach Donald Trumps rüpelhaften Auftritten kann niemand mehr behaupten, man wisse nicht, was es geschlagen hat. Vielleicht wird man dem US-Präsidenten dafür einmal dankbar sein.

So wird am G7-Gipfel demonstriert

Trump und die Wirtschaft

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Posersalami 30.05.2017 00:10
    Highlight Highlight Solange Europa nur innerhalb seiner Grenzen herumdoktert ist alles gut. Ich glaube jedoch, dass Europa dann vermehrt "Verantwortung" in der Welt übernehmen wird..
  • Luca Brasi 29.05.2017 22:31
    Highlight Highlight Wieso erwachsen werden? Europa kann ja Xi Dada 习大大 (Kosename für Xi Jinping, bedeutet Papa Xi und ist in China wirklich ein fester Begriff) als neuen Papi haben.

    ;P
    Benutzer Bild
  • Bijouxly 29.05.2017 21:45
    Highlight Highlight Amen!
  • Don Alejandro 29.05.2017 18:14
    Highlight Highlight Europa ist gemessen am kumulierten BIP der Mitgliedsländer wirtschaftlich der stärkste Kontinent. Es wird Zeit langsam Zeit Muskeln zu zeigen.
  • Theodorli 29.05.2017 18:07
    Highlight Highlight Mal schauen ob Sie das nicht nur sagt aus Liebeskummer
    und nachher nicht noch mehr zu Dackel der USA wird.
  • Tepesch 29.05.2017 17:03
    Highlight Highlight Ein vereinigtes Europa, nach schweizer Vorbild (Föderalistischer Bundesstaat mit halbdirekter Demokratie und ohne Staatsoberhaupt), wäre eine unschlagbare Weltmacht.
    • Black Cat in a Sink 29.05.2017 17:48
      Highlight Highlight ... aber so was von unschlagbar, aber es ist dir schon bewusst, dass unser politisches System dem amerikanischen sehr ähnlich ist? Ausser Trump natürlich 😉
    • Tepesch 29.05.2017 19:07
      Highlight Highlight @RoWi
      Du meinst abgesehen davon, dass wir kein Staatsoberhaupt haben, direkt demokratische Instrumente und ein recht stabiles politisches System 😉
    • α Virginis 29.05.2017 20:30
      Highlight Highlight @RoWi & Tepesch:

      Ich komme aus einem ehemals kommunistischen Land (damals Tschechoslwakei) und habe mich im Verlauf meines Lebens mit vielen verschiedenen Regierungsformen befasst und versucht, diese auch zu verstehen. Bei einem schnellen Vergleich lässt sich die Schweizer Konföderation, mit sieben Bundesräten (NICHT einem einzigen Präsidenten) als die stabilste und dem allergrössten Teil der Bevölkerung entsprechende Regierungsform ausmachen. Klar, eine Demokratie wird niemals allen Minderheiten gerecht, aber es ist, solange die Direkte Demokratie eingehalten wird, ein probates Mittel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lucida Sans 29.05.2017 15:48
    Highlight Highlight Eine Euro-Armee? Na, klar! Weitere Waffenverkäufe für "Trump and Friends". Gute Idee.
    • Adrian Habegger 30.05.2017 10:07
      Highlight Highlight Als ob Europa keine eigene Rüstungsindustrie hätte...
  • NWO Schwanzus Longus 29.05.2017 13:58
    Highlight Highlight Heute ist so richtig geiles Wetter. Solange dieses Wetter noch vorherrscht geht raus und geniesst die Zeit mit euren Freunden und Familie. Der Sommer ist da!
    • grünergutmensch 29.05.2017 21:26
      Highlight Highlight Ja klar, der stipps ist nun auch noch klimawandelleugner. Erfüllst du mit absicht jedes klischee vom äusseren rechten rand oder willst du nur provozieren?
    • α Virginis 30.05.2017 23:50
      Highlight Highlight @Stipps

      Naja, gibt Leute, die vermögen nicht zu unterscheiden zwischen Ernst und Ironie/Sarkasmus. Das lassen mich die vielen Blitze in Deinem Kommentar vermuten. Aber wehe, Du hast das ernst gemeint! ;)
  • Madison Pierce 29.05.2017 13:45
    Highlight Highlight In einem Punkt hatte er recht, und das hören die Europäer natürlich nicht gern: in der NATO wurde vereinbart, dass jedes Mitgliedsland zwei Prozent seines Bruttoinlandproduktes für die Verteidigung ausgibt.

    Die USA liegen mit 3.6% darüber. Nur vier weitere Länder halten die Vereinbarung ein. Deutschland liegt mit 1.2% weit darunter.

    Man lässt sehr gern den Ami die Terroristen aus den Höhlen bomben. Von der Sicherheit profitiert man kostengünstig und wenn es zivile Opfer gibt, zeigt man auf den Ami. Man selbst ist ja höchstens ein paar Aufklärungsflüge geflogen.
    • Valter 29.05.2017 13:54
      Highlight Highlight Mag sein, dass die USA 3.6% ausgeben, aber sie sind auch die grössten Profiteure, da die Waffen in der US Industrie produziert werden.

      Die Kosten für die Flüchtlingsströhme, welche die USA mit ihren Interventionen verursachen, tragen die Europäer. Diese Kosten müssten zu den Militärausgaben der Europäer dazu gezählt werden, dann sieht es sicher nicht mehr so gut aus für die USA
    • Leon1 29.05.2017 14:13
      Highlight Highlight Moment! Dass die USA 3.6% des BIPs in ihr Militär stecken ist nicht die Schuld der Europäer. Wer überall auf der Welt seine Stützpunkte unterhält und darüber dann auch nicht-NATO-Kriege führt, muss sich nicht darüber beklagen, dass das am Ende die Rechnung riesengross ist.

      Zu Deutschland:
      Die USA werfen die Bomben in Syrien, der Flüchtlingsstrom geht dann aber nach Deutschland. Nimmt man diese "sozialen Kriegskosten" (unglaublich scheussliches Wort) in die Rechnung mit auf, sieht die Kostenverteilung in der NATO aber plötzlich ganz anders aus.
    • Gurgelhals 29.05.2017 14:24
      Highlight Highlight Die Sache mit den 2% ist eine unverbindliche Absichtserklärung, keine vertragliche Verpflichtung. Und wie immer steckt der Teufel im Detail.

      Wenn DE ihre Militärausgaben auf 2% des BIP steigern würden, hätte das Land eine für sein Verhältnis gigantische Armee und würde damit wohl auch mehrere Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrags verletzen.

      Wie soll z.B. Luxemburg - ein reicher Kleinststaat ohne Zugang zum Meer - 2% seines BIP sinnvoll in Militärausgaben investieren?

      Griechenland ist nicht zuletzt über den 2%, weil deren Wirtschaft stark geschrumpft ist.

      Usw.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WARSICS 29.05.2017 13:43
    Highlight Highlight Ist die Frau eigentlich die einzige die es im Griff hat? Macht wieder allen vor wie es zu laufen hat. Hut ab und Respekt vor Germany und ihrer Angie.
    • DonDude 29.05.2017 14:30
      Highlight Highlight Das meinst du hoffentlich nicht ernst?
      Angie die heuchlerin, welche uns das Flüchtlingsdebakel eingebrockt hat?
      Die Angie wir kriegen das alles hin Angie?
      Oder die" das Internet ist für uns alle Neuland" Angie?
      Holy sh.t 🙈🙈🙈🙈
    • Triumvir 29.05.2017 15:18
      Highlight Highlight Ja, die Mutti macht immer noch einen exzellenten Job und dürfte diesen auch die nächsten 4 Jahre noch sehr gut machen. Zusammen mit Macron zeigt sie dem Rest der Welt, wo der wirkliche Hammer hängt und das ist gar nicht mal so schlecht so!
    • grünergutmensch 29.05.2017 21:26
      Highlight Highlight Welches flüchtlingsdebakel?!
  • Amadeus 29.05.2017 13:43
    Highlight Highlight Guter Artikel. Allerdings müssen den symbolischen Handlungen bald echte Taten folgen.
    Auf jeden Fall ist es zu begrüssen wenn Europa und die EU an Selbstbewusstsein gewinnen. Man war lange genug der Sündenbock für alle Nationalisten und Rechtspopulisten. Vielleicht hat es tatsächlich einen Trump gebraucht, damit Europa lernt, sich auch einmal abzugrenzen und zu sagen: Entweder arbeiten wir konstruktiv zusammen, oder dann sollen sich die Orbans, Kaczyńskis, Trumps und Mays halt endlich vom Acker machen.
  • Butzdi 29.05.2017 13:31
    Highlight Highlight Vielleicht wäre es and der Zeit, dass die Besatzungsmacht USA darüber nachdenkt ihre Truppen aus Europa abzuziehen. Ramstein, Sigonella, Aviano und Dutzende mehr. Dann gäbe es vielleicht etwas weniger Krieg auf der Welt.
  • sowhatopinion 29.05.2017 13:30
    Highlight Highlight Europa hat sich von der einstigen Schutzmacht nie emanzipiert. Mit der Globalisierung und der Führungslosigkeit der EU, 9/11 u. div Kriege hat sich diese Naivität noch verstärkt. Mit der Osterwei-terung und der Unsterstützung am Maidan hat man den Bogen überspannt und die Russen in der Folge die Krim besetzt. Mittlerweile sind aus G8 die G7 geworden und die USA konnten ihre Pos. als alleinige Supermacht verstärken. Teile und Herrsche! Europa naiv und zerstritten. Der transatlantische Partner GB bald draussen. Es ist 5 vor 12. Europa muss zusammenrücken und nach aussen Kante zeigen.
  • sowhatopinion 29.05.2017 13:28
    Highlight Highlight 29.05.2017 11:37
    Die naiven Europäer müssen endlich mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen
    Es gibt zig Beispiele für das Gegenteil. Der automatische Informstionsaustausch bezüglich Steuerdaten wurde unter Obsma von den USA forciert
    EU und CH haben dem OECD-Standard zugestimmt.
    Die USA haben NICHT unterzeichnet und ziehen in Delaware, LasVegas, Miami etc. mit System unversteuerte Vermögen an. Das ist Interessenspolitik, aber die Europäer schluck(t)en bisher alle bitteren Pillen ohne Murren. Die brillante Rhetorik Obamas vernebelte schon vor Trump die Sinne der Europäer.

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