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Kommentar

Warum die New York Times falsch liegt und Gen-Mais doch gut ist 

Eine Untersuchung der New York Times geht hart mit der grünen Gentechnik ins Gericht: Die Realität bliebe weit hinter den Erwartungen zurück. Fest steht: Die grüne Gentechnik ist kein Wundermittel, das all unsere Probleme löst. Sie deswegen für nutzlos zu erklären, ist trotzdem falsch.

sandro christensen



Die grüne Gentechnik sei nutzlos. Das ist die Kernbotschaft von Philipp Löpfe in seinem Artikel zum Potential dieser Technologie. Er stützt sich dabei stark auf eine Untersuchung der «New York Times» von Ende Oktober, der in Fachkreisen heftig kritisiert wurde. Der Vorwurf von Experten: Die Untersuchung sei einseitig und habe gezielt jene Resultate ausgewählt, welche die grüne Gentechnik in möglichst schlechtem Licht erscheinen liessen. Um den Nutzen einer ganzen Technologie beurteilen zu können, brauche es solidere und weitreichendere Untersuchungen.

Solche Untersuchungen gibt es: Laut einer Studie der Agrarökonomen Matin Qaim und Wilhelm Klümper, haben Pflanzen mit gentechnisch verändertem XY (GV) im Durchschnitt den Pestizideinsatz um 37 Prozent reduziert und den Ernteertrag um 22 Prozent erhöht. Durchschnittswerte sind immer mit Vorsicht zu geniessen, da sie geografische, wirtschaftliche und politische Unterschiede ignorieren. Aber die pauschale Aussage, GV-Pflanzen würden keine Ertragssteigerung bringen, ist schlicht nicht haltbar.

Über den Autor

Sandro Christensen leitet die Projektgruppe «Grüne Gentechnik» des Grassroots-Think-Tanks «reatch - research and technology in switzerland.»
Im Rahmen dieser Arbeit befasst er sich stark mit der Thematik der grünen Gentechnik.
Dieser Artikel entstand als Antwort auf den Artikel von Philipp Löpfe Gentech: Vielleicht gefährlich, aber auf jeden Fall nutzlos.

Gentechnische Methoden werden in Zukunft die Ertragssteigerungsrate beeinflussen

Danny Hakim, der Autor des Artikels bei der New York Times sieht das freilich anders und zitiert einen Bericht der US National Academy of Science. In einem Bericht mit dem Titel «Genetically Engineered Crops: Experiences and Prospects» schreibt die US Academy, dass «die amerikanischen Daten von Mais, Baumwolle oder Sojabohnen kein signifikantes Zeichen zeigen, dass gentechnische Methoden einen Einfluss auf die Ertragssteigerungsrate hätten».
Im Bericht heisst es aber weiter – und das wird weder von Herrn Hakim noch von Herrn Löpfe erwähnt –, dass sich dies in Zukunft ändern könnte und dass dies nicht bedeutet, auf dem Markt erhältliche GV-Sorten wären ohne Vorteil für Landwirte.
Zwar brauche es noch mehr Untersuchungen zu den sozioökonomischen Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Landwirtschaft, doch bestehende Studien würden zeigen, das gentechnisch veränderter Mais, Sojabohnen, Baumwolle und Raps bei grossflächiger Anwendung nützlich sind. Auch bei kleineren Betrieben kann GVO bei günstigen Umständen einen Nutzen generieren.

Ein reifer Kolben des umstrittenen genmanipulierten Mais MON 810 des US-Konzerns Monsanto, fotografiert am Donnerstag, 27. September 2007, auf einem Feld im brandenburgischen Badingen noerdlich von Berlin. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer hatte im Fruehjahr den Verkauf des Saatgutes verboten, allerdings war damals die Futterpfanze bereits ausgesaet gewesen. In den kommenden Tagen wird die gegen den Schaedling Maiszuensler resistente Pflanze geerntet. In Brandenburg sind in diesem Jahr deutschlandweit die meisten genmanipulierten Pflanzen angebaut worden. (AP Photo/Sven Kaestner) ---A mellow corncob of bioengineered corn MON 810 of U.S. company Monsanto is seen on a field near the village of Badingen north of Berlin Thursday, Sept. 27, 2007. The corn will be harvested in the next days. In spring, German Minister for Agriculture Horst Seehofer forbid the sale of the seed, it had been seed weeks before. In Europe, genetic engineering in agriculture is very controversial. (AP Photo/Sven Kaestner)

Ein reifer Kolben eines umstrittenen genmanipulierten Mais des US-Konzerns Monsanto. Bild: AP

Was gilt nun?

Haben gentechnisch veränderte Pflanzen nun einen landwirtschaftlichen Nutzen oder nicht? Ja, aber Nutzen ist nicht gleich Nutzen. Denn einerseits sind die Ertragssteigerungen abhängig von den jeweiligen landwirtschaftlichen und sozio-ökonomischen Gegebenheiten; andererseits stellen vereinfachter Anbau, bessere Planbarkeit oder längere Haltbarkeit der Produkte auch eine Form von Nutzen dar.

«Für das Merkmal der Insektenresistenz werden überall Ertragsvorteile von GVOs beobachtet, allerdings in Entwicklungsländern noch stärker als in den USA und Kanada, weil in den Tropen der Schädlingsdruck größer ist.»

Matin Qaim, Professor  für Agrarökonomie

Matin Qaim bezeichnet den Artikel der New York Times auf Anfrage dann auch als «sehr einseitig.» Der Artikel ziehe vor allem Schlussfolgerungen für die Effekte von Herbizidtoleranz in den USA und Kanada, so Qaim weiter. «Herbizidtolerante Pflanzen haben in den USA und Kanada keine grossen Ertragseffekte, was aber auch nicht das Ziel dieser speziellen Technologie ist. Herbizidtoleranz hat dort vor allem Arbeit, Maschinenzeit und Sprit eingespart, weil weniger Bodenbearbeitung nötig ist. In Südamerika hat die Herbizidtoleranz teilweise deutlichere Ertragseffekte, weil dort Unkräuter ohne GVOs weniger effektiv bekämpft werden», so Qaim. Zur Ertragssteigerung durch GVOs mit Insektenresistenzen äussert sich Qaim wie folgt: «Für das Merkmal der Insektenresistenz werden überall Ertragsvorteile von GVOs beobachtet, allerdings in Entwicklungsländern noch stärker als in den USA und Kanada, weil in den Tropen der Schädlingsdruck größer ist».

Was die Zukunft von GVOs und deren Rolle bei der Ertragssteigerung betrifft, führt Qaim aus: «Zukünftige Merkmale können natürlich – je nachdem was verändert wird – Ertragseffekte haben oder nicht. Goldener Reis wird die Erträge nicht erhöhen – was in diesem Falle auch nicht das Ziel ist –, während Merkmale wie Pilzresistenz oder Dürretoleranz natürlich in vielen Regionen der Welt Ertragsvorteile bringen können».

FIREBAUGH, CA - AUGUST 22: The sun rises over a farm on August 22, 2014 near Firebaugh, California. As the severe California drought continues for a third straight year, Central California farming communites are struggling to survive with an unemployment rate nearing 40 percent in the towns of Mendota and Firebaugh. With limited supplies of water available to water crops, farmers are leaving acres of farmland unplanted and are having to lay off or reduce the hours of laborers.   Justin Sullivan/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

Die Landwirtschaft ist auf Gentechnologie angewiesen. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

GV-Pflanzen haben viel mehr positive Effekte, als auf den ersten Blick sichtbar sind

Andrew Kniss, ein international angesehener und unabhängiger Pflanzenwissenschaftler in Wyoming geht mit dem Artikel der NYT hart ins Gericht. Er schreibt auf seiner Blogging-Platform «Control Freaks», dass die Diskussion über anfängliche Erwartungen an GV-Pflanzen ermüdend sei. Die Frage, ob GV-Pflanzen zu einer Ertragssteigerung führen, sei pauschal nicht zu beantworten, selbst für einzelne Merkmale nicht, weil die Bedingungen sich von Land zu Land stark unterscheiden.
Auch wisse jeder vernünftige Mensch, dass GV-Pflanzen nicht die Lösung aller Probleme darstellen. Die Frage sei unnötig und lenke von viel wichtigeren ab – wie beispielsweise soziale Aspekte für Landwirte, die oft vergessen gehen. Der Einsatz von GVO kann die Bestellung des Feldes in einem Masse vereinfachen, die für den Landwirten eine grosse Bedeutung haben: GV-Pflanzen hätten die Unkrautbekämpfung in den USA vereinfacht, auch wenn die Erträge sich hierdurch kaum verändert hätten.
Studien von Qaim in Indien und anderen Entwicklungsländern zeigen zudem, dass GV-Sorten zu höheren Einkommen für arme Kleinbauernfamilien beigetragen haben. Dies hat wiederum viele positive Effekte: Steigerung von Ernährungssicherheit und -Qualität sind einige, die von Qaim identifiziert wurden.

Ziel der gentechnischen Veränderung war nicht primär Ertragssteigerung

Es ist deshalb fragwürdig, alle gentechnisch veränderten Produkte über einen Kamm zu scheren, nach einseitigen Nutzenkriterien zu beurteilen und dabei auch noch sämtliche externen Einflussfaktoren wie klimatische Bedingungen, Industrialisierungsgrad oder Höhe der Landwirtschaftssubventionen auszublenden. Natürlich: Eine Züchtung, die Ertragssteigerungen verspricht, sollte diese auch erbringen. Aber es ist unredlich, einer bestimmten Pflanzensorte mangelnde Ertragssteigerung vorzuwerfen, wenn das Ziel der gentechnischen Veränderung ein ganz anderes war – zum Beispiel eine einfachere Handhabung oder die bessere Haltbarkeit der Produkte.

Niemand käme schliesslich auf die Idee, den Biolandbau für nutzlos zu erklären, nur weil er keine Ertragssteigerungen bringt oder in gewissen Fällen unter den Erträgen der konventionellen Landwirtschaft liegt.

Gentechnik ist ein Werkzeug, kein Wundermittel. Sie wird für sich genommen weder den Welthunger besiegen noch all unsere ökologischen Probleme lösen. Aber sie kann – richtig eingesetzt – dabei helfen.

 Verwunschene Orte – hier war die Natur stärker als der Mensch

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 20.11.2016 16:40
    Highlight Highlight Wer Sandro Christensen kennt, reibt sich erstaunt die Augen, dass Watson die jugendlich-naive Technologiegläubigkeit dieses unerfahrenen, bloggenden Humanmediziners und musizierenden Tausendsassa mit der fundierten Analyse einer renommierten Zeitung wie der New York Times auf gleiche Stufe stellt.
    Diese Art der kommentarlosen Gegenüberstellung von echter journalistischer Recherche der NYT und einer simplen Meinung eines Jungwissenschaftlers, bei der er auch alle sozialen Aspekte und ökonomischen Abhängigkeiten ausblendet, ist meiner bescheidenen Meinung nach sagen wir mal doch recht speziell.
    • drosoneuro 20.11.2016 18:02
      Highlight Highlight Naja, wenn man Sandro kennen muss, um zu merken, dass der Text nicht von einem etablierten Journalisten stammt, und das nicht dem Text selbst anmerkt, dann spricht das für und nicht gegen den Text.
    • Lowend 20.11.2016 18:36
      Highlight Highlight Ein komisches Qualitätsmerkmal, dass Sie da anführen, denn hoffentlich lernen auch Humanmediziner gutes Deutsch zu schreiben, aber in Zeiten der Faktenfreiheit scheint es den Lesern zu gefallen, wenn über Themen geschrieben wird, von denen der Schreibende möglichst wenig Ahnung hat. Scheint eine Zeitkrankheit zu sein, dass die Leser lieber Meinungen haben, die ihre Vorurteile bestätigen, als sich mit Fakten und Wahrheiten auseinanderzusetzen, die an ihren Vorurteilen rütteln.
    • drosoneuro 20.11.2016 19:54
      Highlight Highlight Herr Christensen hat seine Quellen alle verlinkt - welche davon sind Ihrer Meinung nach fehlerhaft oder falsch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 20.11.2016 13:35
    Highlight Highlight Gentech sollte sich erstmal auf das ausmerzen von Krankheiten konzentrieren aber das würde das der Pharma Lobby das Lebensblut abgraben nicht wahr

    Behandeln ist profitabler als Heilen

    Glyphosat ist gesundheitsschädlich punkt
    Dann kann Bayer/Monsanto noch so viel Lobbying machen das ändert daran nichts.

    Wenn es nach Monsanto ginge wäre Genetic use restriction technology (GURT) bereits etablierter Standard
    Play Icon
  • dtg3805 20.11.2016 11:19
    Highlight Highlight Jetzt mal ehrlich.... wer von euch hier hat schon mal mit monsanto oder einem anderen agrochemiekonzern zusammen gearbeitet? Ich mache das fast täglich, da ich landwirt bin, und habe eure "erfahrungen" noch nie erlebt. Keiner dieser ach so miesen konzerne hat mich jemals belogen oder betrogen weder beim saatgut noch bei pflanzenschutzmittel. Ich stehe unter keinem zwang, bin frei, unabhängig und ausserdem so ausgebildet, dass ich die vorteile der agrofirmen für meine zwecke einsezten kann. Ja und verschuldet habe ich mich auch noch nie für agrochemie. Für traktoren aber schon...sind die böse?
  • _kokolorix 20.11.2016 09:39
    Highlight Highlight Der Kommentar spricht nicht eine problematische Entwicklung an, die erwähnten Ertragsteigerungen und Herbizidsenkungen sind völlig unbelegte Zahlen und die massive Verschuldung der Kleinbauern wird als Einkommensverbesserung dargestellt!
    Mit enorm vielen geschliffenen Worten werden wir hier angelogen.
    Entweder ist der Autor ein arroganter Zyniker oder er hat schlicht keine Ahnung.
    Das Ziel der GVO ist der Profit einiger Grosskonzerne, alles Andere sind nur Werbeversprechen die nie eingehalten werden.
    Es gibt nur Forschungen zur wirtschaftlichen Verwertbarkeit, aber keine zu Nebenwirkungen
    • the.oracel 20.11.2016 11:56
      Highlight Highlight http://www.nongmoproject.org/gmo-facts/
    • Victarion 20.11.2016 12:58
      Highlight Highlight so völlig unbelegt sind die erwähnten Ertragsteigerungen und Herbizidsenkungen jetzt auch wieder nicht.
      http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0111629
    • _kokolorix 20.11.2016 18:19
      Highlight Highlight @vctorion
      Das ist eine Metastudie welche 147, über Suchmaschinen ermittelte, Studien auswertet. Selbstverständlich ist es für mich jenseits aller Möglichkeiten die Ermittlungskriterien und die zugrundeliegenden Studien auf die Schnelle zu überprüfen.
      Generell bringt allerdings eine Google Suche deutlich mehr kritische Studienergebnisse zu GVO Ertragssteigerungen. Vor allem muss es sich um eine absolute Steigerung handeln, d.H. nach Abzug der Kosten für Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln muss der Bauer mehr Gewinn erwirtschaften.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lord_Mort 20.11.2016 09:29
    Highlight Highlight Toller Artikel! Nachdem ich Philipp Löpfes Artikel, der dank seiner Einseitigkeit eher einem Kommentar glich, gelesen hatte, fragte ich mich schon, ob Watson jetzt sämtliche Objektivität über Bord geworfen hat. Da kommt dieser Kommentar, der dank seiner obektiven Schreibweise eher einem Artikel entspricht, genau zur richtigen Zeit. Bitte mehr Aufklärung anstatt Stimmungsmache Watson! http:// W
  • zimibimi 20.11.2016 08:04
    Highlight Highlight Oh wow echt jetzt? Ihr lässt eine Lobby einen Gegenartikel verfassen ? Shame on you Watson !
    • Sandro Christensen 20.11.2016 18:17
      Highlight Highlight Ich bin in keiner Lobby, sondern einfach ein Student, der ein ernsthaftes Interesse an der Thematik hat. Ich habe auch meine Zweifel vor allem beim Umgang mit dieser Technologie. Sie stellt aber auch eine Möglichkeit dar. Wir haben es in der Hand, wie wir damit umgehen. Stärkere Regulierungen spielen den Grosskonzernen nur in die Hand und fördert die besorgniserregende Monopolisierung von Saatgutunternehmen.
    • drosoneuro 20.11.2016 18:30
      Highlight Highlight Welche Lobby soll das sein? Aus der Website von reatch:

      "Wissenschaften schaffen Fakten und Ängste. Fakten, weil wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Errungenschaften unseren Blick auf die Welt und unseren Alltag massgeblich beeinflussen. Ängste, weil Wissenschaften und Technik niemals wertneutral sind und auch missbraucht werden können."

      Klingt so eine Lobby?

      https://www.reatch.ch/content/was-will-reatch

  • dtg3805 20.11.2016 07:22
    Highlight Highlight Alles dumme Bauern?
    Benutzer Bild
    • saukaibli 20.11.2016 09:28
      Highlight Highlight Nein, von der Gentech-Industrie zuerst angemogene und später erpresste Bauern.
    • _kokolorix 20.11.2016 09:45
      Highlight Highlight Man sieht hier, dass sich der Anbau auf drei Grossanwender beschränkt: USA, Brasilien und Argentinien produzieren ~80%.
      Alles Länder wo Grosskonzerne das Sagen haben...
    • Triumvir 20.11.2016 10:03
      Highlight Highlight Dumm vielleicht nicht, aber von der Gentechindustre geködert, gekauft und für dumm verkauft!
    Weitere Antworten anzeigen
  • remim 20.11.2016 05:12
    Highlight Highlight Gerne hätte ich auch eine Stellungnahme bezüglich der Risiken einer Resistenzbildung von Unkräutern und Schädlingen gegenüber Glyphosat und BT, wie auch einer rationalen Erklärung von Patentklagen gegen Bauern die vom Wind bestäubten Bt-Mais auf ihrem Feld haben.
    • Hattori_Hanzo 20.11.2016 09:05
      Highlight Highlight So eine Stellungnahme wäre tatsächlich wünschenswert. Allerdings ist Gentech ansich nicht automatisch böse, weil Monsanto und co. mit zweifelhaten Geschäftsmodellen Geld verdient.
    • Victarion 20.11.2016 10:11
      Highlight Highlight Hallo Renim
      Ich versuche mal Ihre Fragen zu beantworten. Das Thema Resistenzbildung ist nicht direkt mit gentech gekoppelt. Es ist jedem klar, dass wenn sie ein einziges Herbizid verwenden auf einer riesigen Fläche es zu Resistenzen kommen wird. Jedoch ist dies, dass Problem der Anbaumethode und nicht der Technologie. Es ist eher schon faszinierend wieso Glyphosat immer noch so gut funktioniert. Ich würde Ihnen den Wikipedia Artikel zu Glyphosat nahe legen. Es ist eines der am verträglichsten Herbizide die es gibt.
    • Victarion 20.11.2016 10:19
      Highlight Highlight Das selbe gilt für BT. Jedoch wurde und wird BT immer noch im organischen Anbau verwendet. Und dies auch in weit höherer Konzentration. BT ist sogar als biologische Schädlingsbekämpfung zugelassen. Informieren sie sich bitte über BT wieder auf Wikipedia. BT ist meiner Meinung nach so ziemlich das Beste was wir zu Zeit haben im Kampf gegen Schädlinge.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Beukelark 20.11.2016 03:19
    Highlight Highlight herr christensen. ernsthafte frage: was haben sie für einen beruflichen werdegang, der sie zu einer solchen stellungsnahme befugt? sind sie in der forschung tätig? naturwissenschaftler?
    • Toerpe Zwerg 20.11.2016 07:03
      Highlight Highlight Dieselbe Frage haben Sie auch Löpfe gestellt?

      Befugt oder befähigt?
    • atomschlaf 20.11.2016 11:57
      Highlight Highlight Schau einfach mal das von stan1993 gepostete Video. Ansonsten gibt es im Netz jede Menge Informationen über die finsteren Machenschaften der Gentech-Industrie.
    • Christoph99 20.11.2016 12:45
      Highlight Highlight Sandro Christensen leitet die Projektgruppe «Grüne Gentechnik» (steht oben). Auf Grund seiner Tätigkeit muss er Artikel mit dem obigen Inhalt schreiben (oder ist legitimiert, je nach dem wie man sagen will).


      @Toerbe Zwerg
      Die Frage nach dem Hintergrund ist berechtigt. Löpfe und seine Einstellungen kennt man hier. Herrn Christen eben nicht.


    Weitere Antworten anzeigen
  • stan1993 20.11.2016 01:06
    Highlight Highlight gen Technik in der Praxis...
    Play Icon
    • Triumvir 20.11.2016 09:50
      Highlight Highlight Danke! Einfach nur erschreckend, mit welchen kriminellen Methoden die Gentechindustrie ihre teuflischen Produkte auf dem Markt vertreiben will. Ich werde mein Leben lang gegen Gentechnik ankämpfen und selber niemals genmanipulierte Nahrungsmittel bewusst konsumieren! Wer dies tut, ist selber schuld...
    • Toerpe Zwerg 20.11.2016 15:29
      Highlight Highlight Und wieder die Religion ...
    • Christoph99 20.11.2016 20:34
      Highlight Highlight @Toerpe sie meinen wohl die andere Religion?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jol Bear 20.11.2016 00:32
    Highlight Highlight Kompliment an watson dafür, dass bei einem umstrittenen Thema unterschiedliche Standpunkte dagelegt werden. Realistischerweise ist bei Gentech weder ideologisch motivierte Verteufelung noch unkritische Hochpreisung angebracht. Guter Journalismus transportiert Fakten und Standpunkte. Sehr guter Journalismus getraut sich, verschiedene Standpunkte im gleichen Medium zu präsentieren.
  • giguu 20.11.2016 00:21
    Highlight Highlight Vielleicht entwickelt Monsanto schon ein neues Business Modell mit IoT (Internet of Things) Samen. So quasi FaaS (Fertility as a Service). Diese Saat wachst nur, wenn man monatlich brav die Gebühren zahlt, sonst werden sie abgeschaltet! 😂
    • Tomlate 20.11.2016 02:06
      Highlight Highlight Hoffentlich liest das keiner von Monsanto 😬
  • Alnothur 19.11.2016 22:48
    Highlight Highlight Ich dachte, die Watson-User wollen was Besseres sein als Blick-Leser. Der Blick in diese Kommentarspalte belegt leider hauptsächlich das Gegenteil (von Binnennomade abgesehen)...
  • Binnennomade 19.11.2016 22:32
    Highlight Highlight Die Kommentare hier zeigen, wie erfolgreich gewisse grüne Organisationen der Bevölkerung Angst eingejagt haben vor dieser 'Monstertechnologie'.
    Gentech schlecht, herkömmliche Züchtung gut. Liebe Leute, auch die herkömmliche Züchtung verändert das Erbgut einer Pflanze - einfach viel mühsamer und unkontrollierter. Oder denkt ihr etwa, der Mais, wie er auf den Feldern wächst, kommt so in freier Natur vor?
    • RalpH_himself 20.11.2016 00:16
      Highlight Highlight Nein, aber darauf hat kein grosskonzern ein patent, das mich als maisbauer zu lizenzzahlungen zwingt.
    • Der Beukelark 20.11.2016 03:09
      Highlight Highlight dafür braucht es keine grünen organisationen, sondern einfach einen gesunden menschenverstand, eine liebe zur natur die grösser ist, als die zur wirtschaft.
    • Toerpe Zwerg 20.11.2016 07:13
      Highlight Highlight Wenn der Natur Wille, Entscheidungsfähigkeit und zielgerichtetes Handeln zugeschrieben werden, bewegen wir uns im Feld der Religion - dem natürlichen Feind des gesunden Menschenverstandes.

      Und wenn man sich schon in diese religiöse Sphäre verabschieden will, dann bitte Konsequent: Der Mensch ist dann das Produkt dieser Zielgerichteten Handlungsweise der Natur - inklusive seiner Fähigkeit zur Gentechnik und diese Ergo von der Natur gewollt und geplant.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bowell 19.11.2016 22:22
    Highlight Highlight Endlich ein vernünftiger Artikel über Gentech. Dass die Kernaussage den meisten hier nicht passt war von Anfang an klar, was nichts an der Tatsache ändert, dass sich GMOs als logische Erweiterung der klassischen Zucht etablieren werden.
  • hello world 19.11.2016 21:50
    Highlight Highlight Wenn man den Einschub "über den Autor..." liest, muss man sich über den Titel des Artikels auch nicht mehr wudern.
    Traurig Watson, wirklich traurig!
    • Toerpe Zwerg 20.11.2016 07:17
      Highlight Highlight Genau. Das ist in etwa gleich glaubwürdig, wie wenn man Greenpeace zu diesem Thema schreiben lassen würde ...
    • Hattori_Hanzo 20.11.2016 08:50
      Highlight Highlight Wie ich diese Argumentation verabscheue: Der hat sich mit gentechnik befasst, also ist er befangen und seine Aussagen falsch. Glaubem sie ihrem Zahnarzt auch nicht, wenn er ihnen eine bestimmte Zahnpaste empfiehlt? Der verdient ja schliesslich auch sein Geld mit schlechten Zähnen.
    • drosoneuro 20.11.2016 18:25
      Highlight Highlight Wieso? Welche der Autorenangaben disqualifizieren Herrn Christensen denn zum Schreiben dieses Artikels? Sein Medizinstudium? Seine Arbeit als Projektleiter? Seine Mitgliedschaft bei reatch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Beukelark 19.11.2016 21:45
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man den Herrn Christensen etwas gentechnisch verändern?
  • swizz 19.11.2016 21:13
    Highlight Highlight Gentechnik hat nur den Nutzen, den Verkäufern Lizenzeinnahmen zu generieren, mehr nicht. Das ist rein wirtschaftlich gesteuert. Oder wieso geht eine Gentechnikfirma hin und verklagt einen Bauern auf Lizenzahlung, weil sein Mais Spuren des Genmais enthält, obwohl diese Spuren mit dem Wind vom angrenzenden Gen-Feld rübergeweht wurden?
    • atomschlaf 19.11.2016 21:38
      Highlight Highlight Genau. Es geht einzig um die Profite der Saatgutkonzerne.
      Mögliche negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt werden vernachlässigt, bzw. werden sich vielleicht erst in Jahrzehnten manifestieren, wenn es für wirkungsvolle Gegenmassnahmen zu spät ist.
    • blue7chair 20.11.2016 02:39
      Highlight Highlight Falls Sie sich mit Ihrer Aussage auf den Fall Percy Schmeiser beziehen, sollte vielleicht auch gesagt werden das es sich bei den "Spuren" um 95-98% Roundup ready Saatgut handelte. Ich bin ja kein Freund der Methoden von Monsanta aber es ist schon etwas überraschend wie ungenau man es bei diesem Thema nimmt.
      Hier das Gerichtsurteil:http://scc-csc.lexum.com/scc-csc/scc-csc/en/item/2147/index.do
    • Sandro Christensen 20.11.2016 18:36
      Highlight Highlight Das Thema zu Patentrechten und tangierende Bereiche finde ich auch sehr spannend - ich bin da auch sehr skeptisch und es ist extrem schwierig, hier den Durchblick zu behalten. Ich finde diesen Artikel, der weiter oben bereits einmal zitiert wurde, durchaus lesenswert:
      http://scienceblogs.de/naklar/2016/09/16/der-monsanto-wahnsinn/?all=1
      Das heisst jetzt aber nicht, dass die Grosskonzerne nicht ihre Interessen haben. Daher braucht es meiner Meinung unabhängige öffentliche Instituitonen, die sich dem Thema widmen.
  • Dä Brändon 19.11.2016 20:59
    Highlight Highlight Übler Artikel! Ich mag politisch gesehen selten der gleichen Meinung wie Löpfe sein aber in diesem Thema hat er vollkommen recht! Genfood ist nutzlos. Wir sollten nicht unsere Erträge steigern sondern unser Essverhalten ändern. Essenpläne erstellen, regionale Produkte kaufen oder bei diesen "Gemeinschaftsgärten" mitmachen. Genfood zerstört die Diversität und wir wissen nicht welchen Einfluss es auf unsere Natur hat. Sorry Watson aber ihr habt mit diesem Artikel voll in die Sc***** gegriffen.
    • atomschlaf 19.11.2016 21:08
      Highlight Highlight Vor allem sollten wir endlich das Bevölkerungswachstum stoppen!
    • Der Beukelark 19.11.2016 21:45
      Highlight Highlight wirklich ein ganz übler propaganda-artikel.
    • atomschlaf 19.11.2016 21:54
      Highlight Highlight Würde mich noch interessieren, was die Blitzer schlecht daran finden, endlich Massnahmen gegen das Bevölkerungswachstum zu ergreifen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 19.11.2016 20:32
    Highlight Highlight Hallo watson?!?
    Schreibt Ihr jetzt Propaganda-Artikel für die Genfood-Lobby?
    Enttäuschend.

    Frankenfood - nein danke!
    • drosoneuro 20.11.2016 18:28
      Highlight Highlight Wo sehen Sie die Propaganda? Herr Christensen hat alle seine Quellen verlinkt und damit nachprüfbar gemacht. Gehen Sie besser auf den Inhalt an, als Watson pauschal "Propaganda" zu unterstellen
  • Jovan 19.11.2016 20:30
    Highlight Highlight Was die Langzeitschaden sind würde ich gerne wissen aber die kann man nicht voraussagen.
    • Sandro Christensen 20.11.2016 18:56
      Highlight Highlight Es gibt einige seriös durchgeführte Untersuchungen, die sagen, dass GV-Pflanzen nich schädlicher sind als konventionelle Pflanzen. Auch der Bericht von der US National Academy of Science, der zurzeit wohl ausführlichste Bericht dieser Tage kommt zum selben Ergebnis. Aber Sie haben schon recht; abschliessend voraussagen, kann man das nicht. Interessant ist, dass dieser Gedanke oft nicht konsequent zu Ende gedacht wird. Ein Beispiel: Die im Trend liegenden Chia-Samen werden in Europa beispielsweise auch erst seit kurzem verzehrt - hier verlangt aber niemand Langzeitstudien.
    • Jovan 20.11.2016 20:13
      Highlight Highlight Klar aber ich denke man sollte die Sachen kritisch betrachten, denn wir sind die leittragenden bei falschen Studien. Ich erinnere mich z.bsp, an Elektroschocktherapie in der Psychologie..
    • Toerpe Zwerg 20.11.2016 20:39
      Highlight Highlight Es läuft ein "Versuch" in real life seit 20 Jahren mit 1mia Konsumenten. Grosse Sache!
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Kommentar

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