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Duterte trifft in Peru seinen «Lieblingshelden» Putin



Philippine President Rodrigo Duterte, left, listens to Russian President Vladimir Putin during their meeting at the Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) forum in Lima, Peru, Saturday, Nov. 19, 2016. (Mikhail Klimentyev, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)

Duterte mit Putin. Bild: AP/POOL SPUTNIK KREMLIN

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte ist am Rande des Gipfeltreffens des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zusammengekommen. Duterte erneuerte bei dem Treffen in der peruanischen Hauptstadt Lima am Samstag seine Kritik an den USA.

Er beklagte sich unter anderem über die «Scheinheiligkeit» westlicher Staaten und ihre «Schikane» gegenüber kleineren Ländern. «Amerika und die anderen» hätten schon so viele Kriege geführt, sagte Duterte bei dem 45-minütigen Treffen mit Blick auf Länder wie Vietnam, Afghanistan und den Irak.

Die Philippinen seien von den USA «gezwungen» worden, sich mit Soldaten am Vietnam- und Irakkrieg zu beteiligen. Als die Regierung in Manila nach der Entführung eines philippinischen Arbeiters 2004 den Rückzug ihrer Truppen aus dem Irak beschlossen habe, hätten die USA es ihnen «schwer gemacht», kritisierte Duterte.

Bis zu Dutertes Amtsantritt Ende Juni waren die Philippinen jahrzehntelang einer der wichtigsten und loyalsten Verbündeten der USA in Asien. Seitdem sind die Beziehungen aber deutlich abgekühlt. Duterte beleidigte US-Präsident Barack Obama wiederholt als «Hurensohn».

Im Oktober hatte Duterte bei einem Besuch in China die «Trennung» der Philippinen von den USA verkündet. Als die US-Regierung mit Befremden reagierte, relativierte Duterte seine Äusserungen und sagte, dies bedeute keinen Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Er kündigte aber an, in aussenpolitischen Fragen künftig einen eigenen Weg zu gehen, und sprach sich für ein Bündnis mit China und Russland aus.

Im Oktober hatte Duterte Putin als seinen «Lieblingshelden» bezeichnet. Der russische Präsident teile zudem seine Leidenschaft für Waffen und Frauen, sagte der philippinische Präsident. (sda/afp)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Peter Winkler 20.11.2016 15:22
    Highlight Highlight Ich finde Duterte's faible für Putin ebensowenig daneben, wie seine geplante Abkehr von den USA. Es ist nämlich allerhöchste Zeit, dass dem selbsternannten Weltpolizisten wieder etwas Konkurrenz erwächst. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass der alleinige Leadership der USA nicht zum Vortei unseres Planeten war.
    • rodolofo 20.11.2016 16:54
      Highlight Highlight Duterte betreibt nur das übliche Spiel, bei dem eine 3.Welt-Diktatur (in den Philippinen mit Pseudo-Demokratischem Mäntelchen) verschiedene Imperiale Mächte gegeneinander auszuspielen versucht.
      Duterte ist sauer darüber, dass Obama seine faschistische Killer-Endlösung für das Drogenproblem kritisiert hat.
      Von Putin hat er keine solche Kritik zu befürchten.
      Und er hat natürlich recht, wenn er der US-Regierung Doppelmoral vorwirft.
      Es gibt kein Land, welches genügend Autorität hat, als Weltpolizist aufzutreten.
      Und die UNO ist so handlungsunfähig, wie die EU...
    • Fabio74 20.11.2016 20:49
      Highlight Highlight Duterte als Auftraggeber für Xtausendfachen Mord kann man nicht Ernst nehmen,
      Weil ihn die USA in die Schranken wiesen, ging er beleidigt zu den Chinesen. Die werde ihn aber im Südchinesischen Meer über den Tisch ziehen
      Was er von Putin erwarten kann weiss ich nicht. Aber sicher nicht viel
  • rodolofo 20.11.2016 13:32
    Highlight Highlight In den Philippinen habe ich immer wieder einen enorm starken Nationalismus verspürt, der eine eigentümliche Mischung ist zwischen Minderwertigkeits und Mehrwertigkeits-Komplexen.
    Mit der Ehrung des in den Philippinen verhassten Diktators Marcos, der auf dem Friedhof für Kriegshelden beigesetzt werden konnte, hat sich Duterte klar als Mitglied eines Faschistischen Kerns innerhalb des Philippinischen Establishments zu erkennen gegeben.
    Dieses ist nun tatsächlich ein Produkt des früheren US-Imperialismus. Dass dieses nun zu Russland und China überläuft entbehrt nicht einer gewissen Ironie...
  • rodolofo 20.11.2016 10:51
    Highlight Highlight Faschisten unter sich.
    Donald Trump wird sich bald zu ihnen gesellen...
    • stan1993 20.11.2016 12:50
      Highlight Highlight Quellen?
    • rodolofo 20.11.2016 14:24
      Highlight Highlight Diese Frage meinst Du doch nicht ernst, oder etwa doch?
      Schau doch einfach, was diese beiden Führer bisher gemacht haben und was sie noch vorhaben!
      Die Quelle heisst: Intensive Beobachtung.
    • boeserkeinohrhase 20.11.2016 14:35
      Highlight Highlight Seit wann brauchen Post Faktische Meinungen Quellen? Lustiger Stan1993

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