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Nur zwei Wochen und 15 km entfernt: Nach «Eta» bedroht nun «Iota» Nicaragua



Der extrem gefährliche Wirbelsturm «Iota» hat Nicaragua erreicht. Er traf am späten Montagabend (Ortszeit) als Hurrikan der Kategorie vier mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern im Nordosten des mittelamerikanischen Landes auf Land, wie das Nationale Hurrikanzentrum der USA mitteilte. Den Meteorologen zufolge war mit einer lebensbedrohlichen Sturmflut sowie katastrophalen Windschäden, sintflutartigem Regen, Überschwemmungen und Erdrutschen zu rechnen.

Der Sturm zog zunächst – noch als Hurrikan der Kategorie fünf – über die kolumbianische Karibikinsel Providencia hinweg. Es handelte sich nach Angaben des Staatspräsidenten Iván Duque um den ersten Hurrikan der höchsten Stufe auf kolumbianischem Gebiet.

Auch in den übrigen Ländern Mittelamerikas und in Mexiko war nach Angaben des Hurrikanzentrums mit Auswirkungen des Unwetters zu rechnen. Es wurde demnach erwartet, dass der Sturm landeinwärts zieht und dabei rapide an Stärke verliert. Am Mittwoch werde er sich voraussichtlich über Mittelamerika auflösen.

Mehr als 150 Todesfälle durch «Eta»

Die Region leidet noch unter den Folgen des Sturms «Eta», der am 3. November als Hurrikan der Kategorie vier auf die Küste Nicaraguas getroffen war – nur rund 25 Kilometer nördlich des Ortes, wo «Iota» nun Land erreichte. «Eta» verwüstete Gebiete in mehreren Ländern und setzte ganze Landstriche unter Wasser. Tausende Familien verloren ihr Zuhause, zahlreichen Menschen fehlt es noch immer am Nötigsten. Mehr als 150 Todesfälle wurden registriert; hinzu kommen die rund 100 Bewohner eines Dorfes in Guatemala, das von einem Erdrutsch verschüttet wurde.

«Iota» war am Sonntag zum 13. Hurrikan der besonders intensiven diesjährigen Saison im Atlantik geworden – diese dauert von Juni bis November. Er ist zudem der 30. Sturm in diesem Jahr, der stark genug ist, um einen Namen zu bekommen – der bisherige Rekord lag bei 28.

In der diesjährigen Saison haben sich so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 dafür vorgesehenen Namen längst aufgebraucht wurden. Die Meteorologen griffen deshalb erstmals seit 15 Jahren auf das griechische Alphabet zurück. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels. (sda/dpa)

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