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Nach Mega-Stromausfall sucht Argentinien nach Gründen – und findet keine 🤔



Cars drive on the 9 de Julio Ave, near the Obelisk monument in Buenos Aires, Argentina, early Monday morning, June 17, 2019. As lights turned back on across Argentina, Uruguay and Paraguay after a massive blackout that hit tens of millions people, authorities were still largely in the dark about what caused the collapse of the interconnected grid and were tallying the damage from the unforeseen disaster. (AP Photo/Tomas F. Cuesta)

Bild: AP/AP

Nach dem beispiellosen Stromausfall in Argentinien und Uruguay hat die Ursachenforschung begonnen. Die Mitarbeiter der Stromversorger versuchten am Montag zu klären, wie es zu dem Blackout kommen konnte.

«So etwas ist in der Geschichte Argentiniens noch nie passiert», sagte Energiestaatssekretär Gustavo Lopetegui. Bis der Abschlussbericht vorliegt, sollte es noch zwei Wochen dauern.

Nach einer überhöhten Spannung an der Stromleitung zwischen den Wasserkraftwerken Yacyretá und Salto Grande sei das Versorgungssystem automatisch abgeschaltet worden, erklärte Lopetegui. Eine solche automatische Abschaltung bei Spannungsschwankungen komme häufig vor, sei aber örtlich begrenzt, die Verbraucher bekämen davon üblicherweise nichts mit. «Die Frage ist: Warum hat das System, das darauf ausgelegt ist, nur den betroffenen Abschnitt zu isolieren, nicht genau das getan?»

Cars drive through an unlit street during a blackout in Buenos Aires, Argentina, Sunday, June 16, 2019. A massive blackout left tens of millions of people without electricity in Argentina, Uruguay and Paraguay on Sunday in what the Argentine president called an “unprecedented” failure in the countries’ power grid. (AP Photo/Tomas F. Cuesta)

Bild: AP/AP

Am Sonntag war in fast ganz Argentinien und Uruguay sowie in Teilen von Chile und im Süden Brasiliens flächendeckend der Strom ausgefallen. Fast 50 Millionen Menschen waren betroffen. Züge und U-Bahnen blieben stehen, Ampeln fielen aus, Geschäfte blieben geschlossen. Die meisten Krankenhäuser mussten sich über Generatoren versorgen.

Der Blackout hatte am Sonntagmorgen um 7.07 Uhr Ortszeit (12.07 MESZ) begonnen. Da auf der Südhalbkugel gerade der Winter beginnt, wird zum Teil auch mit Strom geheizt. Dafür sind Klimaanlagen seltener im Einsatz als im Sommer. In Argentinien wurde am Sonntag zudem Vatertag gefeiert, viele Familien rechneten mit Gästen oder wollten etwas unternehmen.

Nur Feuerland von Blackout verschont

«Es handelt sich um einen nie da gewesenen Fall», schrieb Argentiniens Präsident Mauricio Macri auf Twitter. Innerhalb des Staatsgebiets blieb nur das an der südlichen Landesspitze gelegene Feuerland von dem Ausfall verschont. Der uruguayische Versorger UTE meldete auf Twitter, dass ein Schaden im argentinischen Netz sich auf das Verbundsystem ausgewirkt habe, so dass das eigene Staatsgebiet ganz ohne Strom war. Auch in Teilen Paraguays kam es zu Stromausfällen.

epa07652552 People vote in Governor elections among a power outage in Rosario, Santa Fe province, Argentina, 16 June 2019. A massive power failure has left Argentina and Uruguay entirely without access to electricity, an energy provider said on 16 June.  EPA/Franco Trovato Fuoco

Bild: EPA/EFE

«Es wäre unmöglich gewesen, anders zu reagieren», sagte Lopetegui. «Zwischen dem Moment, in dem der Fehler aufgetreten ist, und dem Moment, in dem das System automatisch abgeschaltet wurde, ist weniger als eine Sekunde vergangen.» Auch wenn noch nicht ganz klar ist, warum die gesamte Stromversorgung herunter gefahren wurde, schloss der Staatssekretär für Energie einen ähnlichen Vorfall in der Zukunft aus. Die Wahrscheinlichkeit liege bei null, sagte er.

Am Montag war die Stromversorgung grösstenteils wieder hergestellt. Die 47 Millionen Menschen in Argentinien und Uruguay hätten praktisch alle wieder Strom, teilten die grössten argentinischen Energieversorger Edesur und Edenor sowie ihr uruguayisches Pendant UTE am Sonntagabend mit. Die beiden Länder waren bis zu 15 Stunden lang von der Störung betroffen gewesen. (aeg/sda/dpa)

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