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Politiker gehen im Senat von Mexiko aufeinander los

Aufnahmen zeigen die Auseinandersetzung live im TV.
Aufnahmen zeigen die Auseinandersetzung live im TV. Bild: reuters

Politiker gehen im Senat von Mexiko aufeinander los

Im Senat von Mexiko ist es zu einer Prügelei gekommen. Der Oppositionsführer Moreno ging auf Senatspräsident Noroña los.
29.08.2025, 10:3429.08.2025, 10:34
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Ein Artikel von
t-online

Eine Debatte über den möglichen Einsatz ausländischer Truppen in Mexiko hat im Senat zu einem handfesten Streit geführt. Oppositionsführer Alejandro «Alito» Moreno von der Partei PRI geriet am Mittwoch mit Senatspräsident Gerardo Fernández Noroña von der Regierungspartei Morena aneinander. Moreno packte seinen Kontrahenten mehrfach, schlug ihm auf den Nacken und stiess sogar einen Mitarbeiter zu Boden.

Hitziger Streit im mexikanischen Parlament

Video: extern/Reuters / Mexican Congress TV

Der Vorfall ereignete sich nach dem offiziellen Ende der Sitzung, als die Abgeordneten gerade die Nationalhymne gesungen hatten. Auf einem Livestream ist zu sehen, wie Fernández Noroña Moreno aufforderte, ihn nicht zu berühren. Moreno hingegen bestand wiederholt darauf, sprechen zu dürfen, und griff erneut nach dem Senatspräsidenten.

Angeblich Todesdrohung

Fernández Noroña erklärte später, Moreno habe ihn bedroht und angekündigt, ihn zu schlagen und zu töten. Moreno wies dies zurück und schrieb in sozialen Medien, er werde «immer entschieden und ohne Angst reagieren», um Mexiko zu verteidigen. Nach dem Zwischenfall kündigte Fernández Noroña an, am Freitag eine Sondersitzung einzuberufen und die mögliche Ausweisung Morenos sowie weiterer PRI-Abgeordneter vorzuschlagen.

Auslöser des Streits war eine heftige Debatte über US-Militäreinsätze gegen Drogenkartelle in Mexiko. Abgeordnete der Regierungspartei warfen PRI und PAN vor, eine Intervention zu unterstützen, was beide Parteien bestritten. Zuvor hatte jedoch ein Senator der PAN in einem US-Fernsehsender erklärt, Hilfe der Vereinigten Staaten im Kampf gegen die Kartelle sei willkommen.

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