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Good-News

12 in Haiti entführte Missionare flohen in einer Nacht- und Nebelaktion

Im Oktober wurden in Haiti 17 Missionare entführt. Fünf wurden freigelassen, die restlichen 12 mussten sich die Freiheit erkämpfen. Mit 4 Kindern im Schlepptau wagten 8 Erwachsene die Flucht aus der Gefangenschaft – mit Erfolg.
21.12.2021, 06:16

Zwölf in Haiti verschleppte Missionare, die vergangene Woche ihre Freiheit wiedererlangten, sollen auf eigene Faust geflohen sein. Nach zwei Monaten Gefangenschaft sei es den Geiseln gelungen, mitten in der Nacht aus den Händen der kriminellen Bande 400 Mawozo zu entkommen, teilte ein Sprecher der US-Hilfsorganisation Christian Aid Ministries am Montag mit. Nach ihrer Flucht aus den Fängen der Entführer liefen die Zwölf demnach etwa 16 Kilometer, bevor sie Hilfe fanden.

Alle der einst entführten Missionare sind jetzt in Sicherheit.
Alle der einst entführten Missionare sind jetzt in Sicherheit.Bild: keystone

«Als sie spürten, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war, fanden sie einen Weg, die verschlossene und versperrte Tür zu öffnen, gingen schweigend den Weg, den sie gewählt hatten, und verließen den Ort, an dem sie festgehalten wurden», so der Sprecher weiter. Danach hätten sich an den Sternen orientiert, während sie sich stundenlang durch den dichten Busch kämpften.

Flucht mit 10 Monate altem Baby

Die Gruppe bestand aus 8 Erwachsenen, einem 10 Monate altem Baby und drei Kindern im Alter von 3, 14 und 15 Jahren. Die Flucht führte sie durch Wälder und Dickichte, die sich allesamt in Bandengebiet befanden. Gegen Morgengrauen trafen sie auf eine Person mit Telefon, die ihnen dabei half, die Behörden anzurufen.

Mitte Oktober waren in dem Karibikstaat 17 Missionare und Angehörige verschleppt worden. Bei den Geiseln handelte es sich um zwölf Erwachsene und fünf Kinder – bis auf eine Person aus Kanada stammen alle aus den USA. Zunächst waren nur fünf von den 17 freigekommen. Es ist unklar, ob dabei das verlangte Lösegeld bezahlt wurde. Die restlichen zwölf waren weiter festgehalten worden.

Haiti, das ärmste Land des amerikanischen Kontinents, wird seit Jahren von politischem Chaos und krimineller Gewalt geplagt. Anfang Juli wurde Staatspräsident Jovenel Moïse in seiner Residenz erschossen, die Hintergründe sind bis heute ungeklärt. Kriminelle Banden kontrollieren vor allem rund um die Hauptstadt Port-au-Prince grosse Gebiete. Lösegelderpressungen nehmen zu. (saw/sda/dpa)

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