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Ukraine-Ticker: Moskaus Zugang zu Starlink erschwert

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15 Tote nach russischem Angriff +++ Selenskyj kündigt neue Gespräche in Abu Dhabi an

Die aktuellsten Nachrichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den geopolitischen Auswirkungen im Liveticker.
01.02.2026, 09:1702.02.2026, 03:19
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22:29
Mindestens 15 Tote bei russischem Angriff auf Pawlohrad
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die zentralukrainische Stadt Pawlohrad sind nach neuesten offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Weitere 16 Personen seien verletzt worden, neun von ihnen schwer, teilte die Minenleitung DTEK auf Telegram mit. Ursprünglich hatte DTEK von 15 Todesopfern gesprochen.

Nach ersten Berichten ukrainischer Medien traf eine russische Kampfdrohne einen mit Grubenarbeitern besetzten Bus. Die Kumpel waren nach Angaben von DTEK nach dem Schichtwechsel auf dem Heimweg. Weitere Drohnen schlugen auf dem Gelände des Kohle-Bergbaus ein.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stufte den Angriff als «exemplarisches Verbrechen» ein, das zeige, dass Russland für die Eskalation verantwortlich sei. «Das Böse muss ein Ende finden», sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. (sda/dpa)


22:25
Selenskyj kündigt neue Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für den 4. und 5. Februar neue Gespräche über ein mögliches Kriegsende in Abu Dhabi angekündigt. Geplant sind erneut trilaterale Treffen mit ukrainischen und russischen Vertretern sowie Unterhändlern der USA. Selenskyj erklärte, die Ukraine sei zu substanziellen Gesprächen bereit und an einem «würdigen Ende des Krieges» interessiert. Eine Bestätigung aus Moskau steht bislang aus.

Selenskyj verwies zugleich auf die anhaltenden Angriffe Russlands. Allein in der vergangenen Woche habe Russland die Ukraine mit fast 1’000 Drohnen und über 1’000 Gleitbomben attackiert. Die Ukraine benötige dringend zusätzliche Luftabwehr. Sein Verhandlungsteam bereite derzeit die Gespräche vor, die Delegation werde sich Anfang Woche auf den Weg machen. Entscheidend sei auch die Rolle der USA, damit Vertrauen in den Prozess entstehe.

Bereits vergangenes Wochenende hatten in Abu Dhabi erste direkte Gespräche unter US-Vermittlung stattgefunden. Parallel traf sich der US-Sondergesandte Steve Witkoff in Miami mit dem russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew. Beide Seiten sprachen von «konstruktiven» Gesprächen. Trotz dieser Kontakte gilt eine Einigung weiterhin als schwierig, da Russland auf Gebietsabtretungen drängt, die Kiew bislang klar ablehnt. (mke/sda)
18:06
Mindestens 15 Tote bei russischem Angriff auf Pawlohrad
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die zentralukrainische Stadt Pawlohrad sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Weitere 15 Personen seien verletzt worden, teilte die Minenleitung DTEK auf Telegram mit. Nach ersten Berichten ukrainischer Medien traf eine russische Kampfdrohne einen mit Grubenarbeitern besetzten Bus. Die Kumpel waren nach Angaben von DTEK nach dem Schichtwechsel auf dem Heimweg. Weitere Drohnen schlugen auf dem Gelände des Kohle-Bergbaus ein.

Der regionale Militärverwalter Olexander Hanscha sprach auf Telegram von mindestens zwölf Toten bei dem Vorfall.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stufte den Angriff als «exemplarisches Verbrechen» ein, das zeige, dass Russland für die Eskalation verantwortlich sei. «Das Böse muss ein Ende finden», sagte er in seiner abendlichen Videoansprache.

Russland hatte sich diese Woche vor dem Hintergrund der aktuellen Friedensverhandlungen auf Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit erklärt, wegen der extremen Kälte und der ohnehin grossen Schäden in Kiew und anderen Städten von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes zeitweilig abzusehen. Angriffe auf andere Ziele wurden aber indes fortgesetzt. (sda/dpa)
16:58
Moskaus Zugang zu Starlink erschwert
Nach einem Hilferuf aus Kiew hat der amerikanische Raumfahrtkonzern SpaceX Russlands Zugang zur Satellitenverbindung Starlink erschwert. Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow berichtete auf Telegram, dass nunmehr mit SpaceX gemeinsame Schritte unternommen worden seien, die zu schnellen Ergebnissen im Kampf gegen russische Drohnen geführt hätten. «Der nächste Schritt ist die Einführung eines Systems, das nur autorisierten Terminals die Arbeit auf dem Gebiet der Ukraine ermöglicht.»

Nach Berichten über russische Drohnen mit Starlink-Satellitenverbindung hatte das ukrainische Verteidigungsministerium den Konzern von Milliardär Elon Musk kontaktiert. Nach ukrainischen Angaben hatte sich Russland über Drittländer die Ausrüstung für den Zugang zu der von SpaceX bereitgestellten Internetverbindung beschafft und diese in eigene Kampfdrohnen eingebaut. Dadurch wurden die Drohnen immun gegen ukrainische Flugabwehrsysteme.



Dies werde sich nun mit einer neuen Form der Verifizierung der Nutzer ändern, kündigte Fedorow an. «Nicht verifizierte Terminals werden deaktiviert», sagte er.

Fedorow hatte zuvor bereits betont, wie wichtig die Starlink-Systeme seit Kriegsbeginn für die Widerstandsfähigkeit der Ukraine geworden seien. (sda/dpa)
16:24
Verletzte nach russischem Angriff auf Geburtsklinik
Bei russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach Behördenhaben mindestens neun Menschen verletzt worden. Militärgouverneur Iwan Fedorow sprach zunächst davon, dass eine Geburtsklinik getroffen worden sei und es sechs Verletzte gebe - darunter zwei Frauen, die dort zu einer Untersuchung gewesen seien. Fedorow veröffentlichte auch Fotos von einem verwüsteten Gebäude. Bei einem zweiten Schlag seien zwei Frauen und ein vier Jahre altes Kind verletzt worden, teilte der Militärgouverneur mit.

Russland setzt seine Angriffe in dem seit fast vier Jahren andauernden Krieg gegen die Ukraine auch ungeachtet der laufenden Verhandlungen über ein Ende der Invasion fort. Eine Einigung der Kriegsparteien auf einen Frieden ist nicht in Sicht. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte für kommende Woche am 4. und 5. Februar neue Verhandlungen der Kriegsparteien unter Vermittlung der USA in Abu Dhabi an. (sda/dpa)
11:57
Selenskyj: Nächste Woche neue Gespräche mit USA und Russland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für kommende Woche neue Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges in Abu Dhabi angekündigt. «Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest – 4. und 5. Februar in Abu Dhabi», teilte er bei Telegram mit. Er habe einen entsprechenden Bericht seines Verhandlungsteams erhalten. Trilaterale Gespräche - also zwischen ukrainischen und russischen Vertretern sowie US-Unterhändlern - hatte es vergangenes Wochenende bereits in Abu Dhabi gegeben. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.



«Die Ukraine ist bereit für eine substanzielle Diskussion, und wir sind an einem Ergebnis interessiert, das uns einem echten und würdigen Ende des Krieges näher bringt», teilte Selenskyj mit. Allein in der vergangenen Woche habe Russland die Ukraine unter anderem mit 980 Drohnen und fast 1.100 Gleitbomben angegriffen. Das Land brauche dringend Luftabwehrraketen.

Selenskyj sprach noch am Sonntag mit dem ukrainischen Verhandlungsführer Rustem Umjerow. «Für morgen habe ich eine Besprechung anberaumt, um den Rahmen der Gespräche abzustimmen und alles vorzubereiten», sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. «Am Montagabend wird das Team bereits auf dem Weg zu den Verhandlungen sein.» Er hoffe auf Unterstützung der USA. «Vieles hängt davon ab, was die amerikanische Seite erreichen kann, damit die Menschen sowohl dem Prozess als auch den Ergebnissen vertrauen.»

Ukrainer und Russen hatten ursprünglich für diesen Sonntag angekündigt, in Abu Dhabi ihre vor einer Woche nach langer Zeit begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufzunehmen. (sda/dpa)
9:14
Zwei Tote bei russischem Drohnenangriff
Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben in der Nacht zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau starben, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Es sei ein Feuer ausgebrochen. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude seien beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, insgesamt habe es gut ein Dutzend Einschläge gegeben.

Russen und Ukrainer haben für diesen Sonntag eine neue Verhandlungsrunde in Abu Dhabi über ein Ende des Krieges angekündigt. Nach russischen Angaben sind diesmal keine US-Vermittler dabei. Eine Friedensvereinbarung ist bisher nicht in Sicht.

Der Kreml hatte einer Bitte von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, auf neue Angriffe gegen Energieanlagen vorübergehend zu verzichten – angesichts der eisigen Kälte und schweren Schäden an der Infrastruktur. Die Vereinbarung sollte nach russischen Angaben zunächst nur bis zu diesem Sonntag gelten, um auch eine gute Grundlage für die Verhandlungen in Abu Dhabi zu schaffen.
(sda/dpa)

12:48
Metro in ganz Kiew ausgefallen
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fährt die Metro wegen eines Spannungsabfalls nicht mehr. Auch die Rolltreppen in den Stationen blieben stehen. Die Stadtverwaltung sprach von einem vorübergehenden Ausfall. Betroffen waren alle Linien.

Zwar gab es seit Kriegsbeginn immer mal wieder einzelne Ausfälle. Dieses Ausmass erlebt die Stadt das erste Mal.

Besonders die rote Linie, die Stadtteile auf beiden Seiten des Flusses Dnipro (auch Dnjepr) verbindet, gilt als wichtige Verkehrsinfrastruktur in der Millionenmetropole. Ihr Ausfall führt zu Behinderungen in der Logistik der Stadt.

In Kiew gibt es wie in vielen anderen Städten des Landes wegen der Schäden an der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen Notabschaltungen und Stromausfälle. Die tief unter der Erde gelegenen Metrostationen dienen im Krieg auch als Schutzbunker bei den russischen Angriffen. (sda/dpa)

12:44
Schmuggelballone aus Belarus
Polen hat erneut aus Belarus kommende Flugobjekte in seinem Luftraum entdeckt. Wie das Operative Kommando der Streitkräfte in Warschau mitteilte, ergab eine Analyse der Flugparameter, dass es sich höchstwahrscheinlich um Ballons gehandelt habe. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht im Osten des EU- und Nato-Mitgliedstaats.

Die Armee betonte, es handele sich um einen weiteren in einer Serie von Zwischenfällen hybriden Charakters im Osten Polens. Die Sicherheit des Luftraums sei nicht direkt gefährdet gewesen.

Die Grenzschutzbehörde geht davon aus, dass es sich um Schmuggelballons handelte, mit denen Waren illegal in die EU gebracht werden sollen. Die genauen Umstände würden untersucht, sagte ein Sprecher nach Angaben der Agentur PAP. Jedes Signal einer Verletzung der Grenzzone zu Belarus oder einer blossen Annäherung an diese werde überprüft. (sda/dpa)
12:39
Neue Angriffe von beiden Seiten
Russland hat nach einem erklärten vorübergehenden Verzicht auf den Beschuss von Energieanlagen dem Verteidigungsministerium zufolge seine Angriffe auf andere Ziele fortgesetzt. Es seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots beschossen worden, teilte das russische Ministerium mit.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Über Einschläge in Energieanlagen war demnach zunächst nichts bekannt. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen. Es seien unter anderem 47 Drohnen und 4 Gleitbomben abgeschossen worden. Zu Schäden machte das Ministerium wie immer keine Angaben. (sda/dpa)

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Februar 2022 befahl der russische Präsident Wladimir Putin einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet des Nachbarlandes angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten, wo Russland regelmässig kleine Geländegewinne verbuchen kann.
  • Die russische Armee bombardiert unnachlässig alle grösseren Städte der Ukraine aus der Luft. Auch Wohnhäuser werden immer wieder getroffen.
  • Die Ukraine wehrt sich ihrerseits mit Drohnenangriffen auf die russische Kriegsinfrastruktur und die Waffenproduktion.
  • Bemühungen um einen Waffenstillstand tragen bisher keine Früchte. Die Versuche von US-Präsident Donald Trump, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj an einen Tisch zu bringen, sind allesamt gescheitert.
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