Weil sie Drogen-Gummibärchen geschenkt erhielten: Cabin Crew im Spital
Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen sind per Definition high: Ihr Berufsalltag spielt sich zu wesentlichen Teilen in schwindelerregenden Höhen über den Wolken ab.
Mitglieder der Cabin Crew eines Linienflugs zwischen London und Los Angeles erlebten allerdings ein anderes High. Sie standen unter Drogen – ohne dass sie dabei eine Schuld traf.
Wie die britische Boulevardzeitung The Sun berichtet, hatte ein Passagier der British Airways-Crew Gummibärchen geschenkt. «Dass Passagiere der Flight Crew Süssigkeiten zum Dank schenken, ist nichts Aussergewöhnliches», sagt eine mit den Vorgängen betraute Person gegenüber der Sun.
300 Milligramm THC
Nichts Böses ahnend futterte die Cabin Crew die Süssigkeiten nach der Landung auf dem Weg ins Hotel. «Als sie dort ankamen, berichteten drei Mitglieder der Flight Crew über ausserkörperliche Erfahrungen», zitiert The Sun die anonyme Quelle.
Die Symptome verschlechterten sich derart, dass die drei Flight-Crew-Mitglieder ins Spital gebracht wurden. Medizinische Abklärungen dort deuten darauf hin, dass die verzehrten Gummibärchen mit bis zu 300 Milligramm THC versetzt waren. Das würde sie zu den stärksten überhaupt erhältlichen Marijuana-Lebensmitteln machen, schreibt die Sun.
Zum guten Glück ass die Cabin Crew die Cannabis-Gummibärchen erst nach der Landung. «Würde eine Flight Crew in fast zehn Kilometern Höhe handlungsunfähig, die Folgen davon wären nicht abschätzbar», sagt die Quelle.
Deswegen finden die Verantwortlichen bei British Airways die Geschichte auch alles andere als lustig. Sie sind auf der Suche nach dem Passagier, der der Flight Crew das Drogen-Naschwerk untergejubelt hat. «Er würde mehrerer Delikte angeklagt werden», lässt die anonyme Quelle durchblicken.
Der Cabin Crew geht es mittlerweile wieder gut. Als Vorsichtsmassnahme wurde sie aber für den Rückflug trotzdem komplett ausgetauscht, sagt die British Airways.
(her)
