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Robert F. Kennedy Jr. in Podcast: «Habe Koks von Toilettensitz gezogen»

Video: watson/lucas zollinger

US-Gesundheitsminister RFK Jr. in Podcast: «Habe Koks von Toilettensitz gezogen»

13.02.2026, 09:3213.02.2026, 09:32

Der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat dem Podcaster Theo Von erzählt, dass er «keine Angst vor Keimen» habe, weil er früher «Kokain von Toilettenbrillen gezogen» habe.

Der 72-Jährige äusserte sich dazu in der am 12. Februar ausgestrahlten Folge von «This Past Weekend», in der er sowie der Moderator Von über ihre Vergangenheit als Drogenabhängige sprachen. Hier ist der entsprechende Ausschnitt aus dem Gespräch:

Video: watson/lucas zollinger

Kennedy hat bereits in der Vergangenheit offen über seinen Drogenkonsum gesprochen, schreibt die britische Internet-Zeitung The Independent. Im vergangenen April erzählte er, wie er im Alter von 15 Jahren nach dem Konsum von LSD in die Drogensucht abrutschte, die sogar in einer Heroinabhängigkeit mündete.

Im Podcast erzählte der Gesundheitsminister, wie er während der Covid-19-Pandemie zu Selbsthilfegruppen gegangen sei.

«Während Covid wurden sie [die Reha-Treffen] eingestellt. [...]Wir haben während Covid trotzdem jeden Tag Meetings abgehalten, aber es war eher eine Art Piratengruppe. [...] Ich sagte: ‹Es ist mir egal, was passiert. Ich gehe jeden Tag zu einem Treffen.›»

Kennedy erklärte, dass er sich keine Sorgen wegen irgendwelcher Keime gemacht habe, denn für ihn sei es ums Überleben gegangen.

«Ich wusste, dass diese Krankheit [die Sucht] mich umbringen würde, wenn ich sie nicht behandle, was für mich bedeutete, jeden Tag zu den Treffen zu gehen.»

100-Millionen-Dollar-Initiative gegen Drogenkonsum

Kennedy hat Anfang dieses Monats im Rahmen eines Pilotprogramms zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit und Drogenabhängigkeit in acht Städten neue Fördermittel in Höhe von 100 Millionen Dollar angekündigt. Die Finanzierung folgte auf einen Ende Januar von US-Präsident Donald Trump unterzeichneten Präsidialerlass mit dem Titel «The Great American Recovery Initiative» (übersetzt: Die grosse amerikanische Erholungsinitiative).

Auf Social Media sorgen Kennedys Aussagen bezüglich seines früheren Drogenkonsums und des Ziehens von Kokain von Toilettensitzen für Spott und Kritik. «Das sieht man [ihm an]», schrieb Kathy Hochul, die Gouverneurin des US-Bundesstaats New York auf ihrem offizielle X-Account als Reaktion auf den Clip.

«Aus irgendeinem Grund vertraue ich diesem Mann in Sachen öffentliche Gesundheit nicht»
Malcolm Kenyatta, demokratisches Mitglied des US-Repräsentantenhauses, Pennsylvania

An anderer Stelle im Podcast erwähnte Von, dass er Kennedy kürzlich mit dem Musiker Kid Rock in Nashville, Tennessee, gesehen habe und dass er auch Geschichten gehört habe, wonach der MAGA-Anhänger beim Verzehr von Austern Kokain geschnupft habe.

Kennedy outete an einer anderen Stelle im Podcast auch Musiker und MAGA-Aushängeschild Kid Rock als Kokainabhängigen. Moderator Von sagte, er habe Geschichten gehört, wie dieser Austern esse und Koks konsumiere. Kennedy antwortete darauf mit: «Ja, ich halte ihm immer noch einen Platz frei [bei den Reha-Treffen].»

(lzo)

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54 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Treebonesteak
13.02.2026 10:04registriert April 2021
Ich bin immer wieder froh, dass für die Steuerung der gefährlichsten Grossmacht der Welt das fähigste Personal gefunden werden könnte.
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SOSollala
13.02.2026 10:05registriert Januar 2025
Jede/r hat einen Neustart bei Überwindung der Drogensucht verdient. Dass er in einer Reha Gruppe ist, finde ich ebenfalls lobenswert. Das macht ihn jedoch nicht zu einem Gesundheitsexperten oder Drogenbekämpfungsfachmann. Und schon gar nicht zu einem politisch verantwortungsvollen Menschen mit seinen obskuren, wenig wissenschaftlichen Theorien. Er schliesst von sich auf alle anderen. Und das macht ihn gefährlichen. Nur weil er nicht krank wurde bei "Keimen", ist Corona dennoch ein "Virus". Diese Unterschiede versteht er überall bedenklicherweise als Gesundheitsdirektor bis heute nicht.
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Rainer Z. Ufall
13.02.2026 09:44registriert November 2025
Nichts, was dieser Trump-Zombie rauslässt, wundert einen noch. In einer normalen Welt, wäre er längst institutionalisiert. Ich empfehle auch die John Oliver Ausgabe über ihn, für jene, die sie noch nicht kennen. Vor einigen Jahren soll er laut seinen Kindern einen toten Wal aufs Dach des Familien-Kombis gebunden und diesen nach Hause gefahren haben um ihn zu essen. Und von den tausenden Kindern, die aufgrund seiner (fehlenden) Impfempfehlungen sterben werden, brauche wir gar nicht erst zu reden...
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