International
USA

Öffentlicher US-Rundfunk klagt gegen Trump-Anordnung

Öffentlicher US-Rundfunk klagt gegen Trump-Anordnung

27.05.2025, 17:0627.05.2025, 17:06
FILE - The headquarters for National Public Radio (NPR) is seen in Washington, April 15, 2013. AP Photo/Charles Dharapak, File)
Trump Media NPR
Trumps Dekret verstosse gegen die Grundsätze von Rede- und Pressefreiheit, heisst es seitens des NPR.Bild: keystone

Der öffentliche US-Rundfunksender National Public Radio (NPR) geht juristisch gegen die von Präsident Donald Trump angeordnete Streichung der staatlichen Unterstützung vor. Trumps Dekret verletze den ausdrücklichen Willen des Kongresses und die grundlegenden verfassungsrechtlichen Grundsätze der Rede- und Pressefreiheit, heisst es in der Klage. Die Anordnung bedrohe den öffentlichen Rundfunk, «auf den sich Millionen Amerikaner im ganzen Land verlassen, wenn es um wichtige Nachrichten und Informationen geht».

Trump hatte Anfang des Monats veranlasst, NPR und Public Broadcasting Service (PBS) die finanziellen Mittel zu streichen. In einer entsprechenden Anordnung des Weissen Hauses hiess es, die Subventionierung parteiischer Medien durch den Steuerzahler werde beendet. Trump schimpft regelmässig gegen Medien, verunglimpft Journalistinnen und Journalisten und geht auch juristisch gegen Berichterstattung vor.

NPR: Trump hat keine Befugnis

Patricia Harrison, die Präsidentin der Behörde Corporation for Public Broadcasting (CPB), die für die Verteilung staatlicher Mediengelder zuständig ist, wies Trumps Anordnung zur Streichung der Mittel damals entschieden zurück: CPB sei keine Bundesbehörde, die der Autorität des Präsidenten unterliege, schrieb sie in einer Stellungnahme. Auch NPR argumentiert in seiner Klage, dass die Befugnis zur Streichung der finanziellen Unterstützung beim Kongress liege.

Für das laufende Steuerjahr bekam CPB vom US-Kongress mehr als 500 Millionen US-Dollar (etwa 440 Millionen Euro) bewilligt. Eigenen Angaben zufolge erhält NPR etwa ein Prozent seiner Mittel direkt von der Regierung und einen etwas höheren Betrag indirekt; die 246 Mitgliedsinstitutionen von NPR, die mehr als 1'300 Sender betreiben, bekommen demnach durchschnittlich acht bis zehn Prozent ihrer Mittel vom CPB. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Ösi-Duo hält sich im Final zurück – doch Kritik gibt's erneut
Trotz zu Herzen genommener Kritik gibt es auch beim ESC-Finale wieder Kritik an den beiden Moderatoren. Victoria Swarovski und Michael Ostrowski scheinen es dem ESC-Publikum einfach nicht recht machen zu können.
Beim Eurovision Song Contest sind eigentlich zuerst die Musiker und ihre Länder im Fokus. Doch nicht nur die Künstlerinnen und Künstler, auch die Moderierenden stehen jeweils unter genauester Beobachtung des ESC-Publikums. Im vergangenen Jahr holte sich das Schweizer Trio um Hazel Brugger, Sandra Studer und Michelle Hunziker Bestnoten ab. Besonders die Performance des Mini-Musicals Made in Switzerland von Brugger und Studer im Halbfinal, flankiert von der schwedischen Moderatorin Petra Mede, wurde im In- und Ausland gefeiert.
Zur Story