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Mindestens 55 Migranten sterben bei LKW-Unfall in Mexiko

10.12.2021, 07:4010.12.2021, 17:01

Beim Unfall eines Lastwagens in Mexiko, der zahlreiche Migranten transportierte, sind mindestens 55 Menschen ums Leben gekommen. Es gebe zudem mehr als 100 Verletzte, teilte der Gouverneur des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas, Rutilio Escandón, in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) auf Twitter mit. Der Laster war am Donnerstag im Ort Chiapa de Corzo, in der Nähe von Tuxtla Gutiérrez, der Hauptstadt des südmexikanischen Bundesstaates, umgekippt.

Der Lastwagen kippte in einer Kurve. Mindestens 53 Menschen starben.
Der Lastwagen kippte in einer Kurve. Mindestens 53 Menschen starben.Bild: keystone

Der Anhänger, in dem die Migranten vermutlich Richtung USA unterwegs waren, krachte gegen eine Fussgängerbrücke, wie der Chef der Zivilschutzbehörde von Chiapas, Luis García, dem Sender Milenio TV sagte. Nach seinen Angaben war der Lkw laut Augenzeugen in einer Kurve zu schnell gefahren. Nach einer Liste des Zivilschutzes stammten die Verletzten, die in Krankenhäusern behandelt wurden, grösstenteils aus Mexikos südlichem Nachbarland Guatemala.

Auf Bildern war zu sehen, wie zahlreiche Leichen, mit Tüchern bedeckt, Seite an Seite neben dem Wrack des Lkw-Anhängers auf der Strasse lagen. Laut Escandón starben 49 der Todesopfer noch am Ort des Geschehens. Die Präsidenten von Mexiko und Guatemala sprachen auf Twitter ihr Mitgefühl aus. Auch Papst Franziskus drückte in einem Telegramm den Familien der Opfer seine «tiefe Trauer» aus.

Hunderttausende Migranten versuchen jedes Jahr, über Mexiko in die USA zu gelangen. Die Mehrheit stammt aus Mexiko oder aus einem der mittelamerikanischen Länder Guatemala, Honduras und El Salvador. Dort herrschen viel Armut, Gewalt und Korruption, hinzu kommen die Folgen von Dürren und Naturkatastrophen. Viele der Migranten werden von Schleusern dicht gedrängt in Lastwagen-Anhängern transportiert. Immer wieder melden mexikanische Behörden, Migranten aus einer solchen Situation befreit zu haben - diese Menschen werden dann meist abgeschoben. (sda/dpa)

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