International
Mexiko

Aus Gefängnis befreiter mexikanischer Bandenchef «El Neto» getötet

Aus Gefängnis befreiter mexikanischer Bandenchef «El Neto» getötet

05.01.2023, 16:2205.01.2023, 16:22

Nach seiner spektakulären Flucht aus einem Gefängnis im Norden Mexikos ist der Chef einer kriminellen Bande getötet worden.

Ernesto Alberto Piñón de la Cruz, alias «El Neto», sei bei einer Schiesserei mit Sicherheitskräften in der Stadt Chihuahua schwer verwundet worden und kurz darauf seinen Verletzungen erlegen, teilte die Regierung des Bundesstaats Chihuahua am Donnerstag mit. In seinem gepanzerten Wagen stellten die Ermittler acht Gewehre sicher. «El Neto» war ein Anführer der Gang «Los Mexicles», die dem mächtigen Sinaloa-Kartell als bewaffneter Arm dient.

Der Bandenchef war an Neujahr aus einem Gefängnis in Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA geflohen, als Mitglieder seiner Gang die Haftanstalt attackierten. Sie waren mit gepanzerten Fahrzeugen vorgefahren und hatten das Feuer eröffnet. Zehn Sicherheitskräfte und vier Häftlinge kamen bei der Attacke ums Leben, mindestens 13 weitere wurden verletzt. Mindestens 24 Häftlinge flohen den Angaben zufolge während der Kämpfe. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Gawayn
05.01.2023 19:18registriert März 2018
Es stellt sich langsam die Frage wie es weitergeht in Mexico.
Das ist kein Drogenproblem. Es ist ein waschechter KRIEG!
Da sollten keine Sicherheitskräfte oder Polizei agieren, sondern die Armee mit Kriegsrecht Ausgangssperre und dann die Kartelle wie eine feindliche Macht behandeln und auch vors Kriegsgericht stellen.
Es wird zwar viel zusammenbrechen, aber zumindest nicht mehr 10 Tausende Tote pro Jahr fordern und wenn so ein Irrer gefasst wird, man mit Angriffen dieser Größenordnung zu rechnen hat.
Womöglich ist es aber schon zu spät. Alle korrumpiert...
201
Melden
Zum Kommentar
7
Proteste im Iran eskalieren – Demonstranten bitten Trump um Hilfe
Die Proteste eskalieren, US-Präsident Donald Trump droht und Kreml-Chef Wladimir Putin bringt sich als Vermittler ins Spiel. Die Lage im Iran im Überblick.
Demonstrierende skandieren «Tod dem Diktator», regimetreue Sicherheitskräfte gehen mit Tränengas auf Menschengruppen los und rasen bewaffnet auf Motorrädern durch die Strassen: Im Iran wüten die schwersten Proteste seit Jahren. Im Herbst 2022 hatten Menschenmassen unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» demonstriert. Damals hatte der Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini im Polizeigewahrsam Massenproteste ausgelöst. Jetzt ist es die massive Wirtschaftskrise, die die Menschen auf die Strasse treibt.
Zur Story