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Grossbritannien: Berater helfen Migranten, homosexuell zu wirken

BBC Recherche Migranten
Eine BBC-Recherche deckt auf, dass Rechtsberater in Grossbritannien Migranten helfen, sich als homosexuell auszugeben, um Asyl zu erhalten.screenshot bbc

Britische Berater helfen Migranten, sich als homosexuell auszugeben, um Asyl zu erhalten

15.04.2026, 16:0815.04.2026, 16:08

Eine Schattenindustrie aus britischen Anwaltskanzleien und Beratern soll Migranten in Grossbritannien helfen, vorzugeben, homosexuell zu sein, um Asyl zu erhalten. Das ist das Ergebnis einer BBC-Recherche.

Die Migranten würden mit falschen Identitäten ausgestattet. Mit gefälschten Unterlagen würden sie anschliessend Asyl beantragen und geben laut BBC dabei an, homosexuell zu sein und um ihr Leben zu fürchten, falls sie nach Pakistan oder Bangladesch zurückkehren müssten. Dafür verlangten die Anwälte und Berater Tausende von Pfund.

Das britische Asylverfahren bietet Schutz für Menschen, die nicht in ihre Heimatländer zurückkehren können, weil ihnen dort Gefahr droht – etwa in Ländern wie Pakistan und Bangladesch, wo homosexuelle Handlungen illegal sind.

Ebenfalls werde Migranten geraten, sich eine Depression attestieren zu lassen, um bessere Chancen für den Verbleib im Land zu haben.

Die Recherche zeige, dass das Verfahren systematisch von Rechtsberatern ausgenutzt wird, schreibt BBC. Sie würden hohe Gebühren von Migranten verlangen, die in Grossbritannien bleiben wollten. Dabei handle es sich oft um Personen, deren Studenten-, Arbeits- oder Touristenvisa gerade abgelaufen seien.

«Solche Missbräuche dürfen nicht dazu benutzt werden, die Glaubwürdigkeit von Menschen mit einem echten Asylbedarf zu untergraben», sagt Imran Hussain, Direktor für Aussenbeziehungen beim britischen Flüchtlingsrat. Es sei «bedauerlich, dass skrupellose Berater verzweifelte und schutzbedürftige Menschen zum eigenen Vorteil ausnutzen».

Wie viele Asylanträge bisher gefälscht wurden, sei schwierig zu sagen, schreibt BBC. Statistiken des Innenministeriums würden jedoch zeigen, dass pakistanische Staatsangehörige einen unverhältnismässig grossen Anteil der Anträge ausmachen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung gestellt werden. (hkl)

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