DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erneut Migranten in der Ägäis ums Leben gekommen

24.12.2021, 09:28

Beim Untergang eines Bootes mit Dutzenden Migranten an Bord sind nordwestlich von Kreta mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Rund 90 weitere Menschen hätten eine Felseninsel erreichen können, sagte ein Sprecher der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Das Unglück habe sich am Donnerstagabend nahe der kleinen Insel Antikythera ereignet. Die griechische Küstenwache habe eine Rettungsaktion begonnen, um die Migranten in Sicherheit zu bringen.

Bereits am Mittwoch waren drei Migranten beim Untergang eines anderen Bootes in der Ägäis nahe der Insel Folegandros ertrunken. Dutzende Menschen, die an Bord dieses Bootes waren, wurden am Freitag noch vermisst.

Migranten versuchen immer wieder, von der türkischen Ägäisküste oder auch aus anderen Staaten im Osten des Mittelmeeres zum griechischen Festland oder nach Italien zu gelangen. Offiziere der griechischen Küstenwache schätzten, dass es rund 11 000 Menschen in den vergangenen Monaten gelungen sei, Italien auf dieser Route zu erreichen. Es gibt keine offiziellen Angaben, wie viele Menschen dabei ums Leben gekommen sind.

Die Migranten unternehmen diese gefährliche Reise, weil sie es vermeiden wollen, längere Zeit in den Registrierlagern auf den Inseln im Osten der Ägäis bleiben zu müssen, wenn sie aus der Türkei nach Lesbos, Chios oder zu anderen griechischen Inseln übersetzen. Wegen der langen Fahrt durch das Mittelmeer südlich oder nördlich von Kreta kommt es jedoch häufig zu Maschinenschäden oder Lecks auf den oft veralteten Booten, die Schleuserbanden den Menschen verkaufen. (meg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Autoritäre Präsidenten nicht an Amerika-Gipfel eingeladen – USA ernten Kritik

Mehrere linke Regierungen aus Lateinamerika haben die USA für ihre Einladungspraxis zum Amerika-Gipfel übernächste Woche in Los Angeles kritisiert. Zuletzt war bekannt geworden, dass die US-Regierung die autoritären Präsidenten von Kuba, Venezuela und Nicaragua offensichtlich nicht zu dem Treffen einladen will.

Zur Story