International
Migration

Schon 19 Tote: Cholera-Ausbruch im Südsudan weitet sich aus – bis 5000 Kinder in Gefahr

Schon 19 Tote: Cholera-Ausbruch im Südsudan weitet sich aus – bis 5000 Kinder in Gefahr

24.06.2015, 07:0324.06.2015, 11:28

Ein Cholera-Ausbruch in der Hauptstadt des Südsudans hat bislang 19 Menschen das Leben gekostet. Unter ihnen waren auch zwei Kinder, die jünger als fünf Jahre waren. In Juba gibt es inzwischen mehr als 150 bestätigte Cholera-Fälle.

Es traten auch Verdachtsfälle in UNO-Flüchtlingslagern in Juba auf, in denen 40'000 Menschen leben, sagte Gesundheitsminister Riek Gai Kok am Dienstag. Bis zu 5000 Kinder seien nun in Gefahr, warnte UNICEF.

Speziell um rund 5000 Kinder in den Flüchtlingslagern in und um Juba macht sich das UNO-Hilfswerk UNICEF grosse Sorgen.
Speziell um rund 5000 Kinder in den Flüchtlingslagern in und um Juba macht sich das UNO-Hilfswerk UNICEF grosse Sorgen.Bild: X03314

Notfallimpfung für 30'000 Flüchtlinge

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden das UNO-Kinderhilfswerk und die Weltgesundheitsorganisation rund 30'000 Bewohner des Flüchtlingslagers in Juba gegen Cholera impfen, wie UNICEF mitteilte.

Im Südsudan gab es laut UNICEF von 2009 bis 2013 keine gemeldeten Cholera-Fälle. Seit der militärische Konflikt in dem Bürgerkriegsland im Dezember 2013 wieder ausbrach, sind jedoch Hunderttausende vor der Gewalt geflohen. Im vergangenen Jahr starben im Südsudan laut WHO 167 Menschen an Cholera.

Cholera ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die meist über verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen wird. Die Krankheit löst starken Durchfall und Erbrechen aus, führt zu schwerer Austrocknung und kann unbehandelt tödlich enden. (tat/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Das werden die ICE-Beamten bei den Olympischen Spielen in Italien (wirklich) tun
Rom hat erklärt, worin die Aufgabe der US-Einwanderungsbehörde (ICE) im Rahmen der Olympischen Spiele in Mailand-Cortina bestehen wird. Die Behörden versichern, dass diese Beamten «niemals italienischen Boden betreten werden».
Die Ankündigung, dass Beamte der US-Einwanderungsbehörde (ICE) bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina anwesend sein würden, hatte für Aufregung gesorgt. Die von der Presse verbreiteten Informationen und die inzwischen widerlegten ungenauen Aussagen einiger italienischer Politiker liessen vermuten, dass die derzeit in Minneapolis eingesetzte Miliz an den olympischen Austragungsorten patrouillieren würde.
Zur Story