DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Myanmar kritisiert Ausladung von Treffen der Asean-Aussenminister

15.02.2022, 06:01

Die Militärjunta in Myanmar hat die Entscheidung der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean, den Aussenminister des Krisenlandes vom bevorstehenden Ministertreffen in Kambodscha auszuladen, scharf kritisiert. Es sei «bedauerlich», dass Myanmar trotz aller Bemühungen um eine Zusammenarbeit mit Asean nicht an dem Treffen in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh an diesem Mittwoch und Donnerstag teilnehmen dürfe, teilte die Junta mit. Myanmar könne dies nicht akzeptieren und werde deshalb - wie von Asean angeboten – auch keinen «nicht-politischen» Vertreter schicken.

Der De-facto-Machthaber des Landes: General Min Aung Hlaing.
Der De-facto-Machthaber des Landes: General Min Aung Hlaing.Bild: keystone

Kambodscha führt in der Gruppe derzeit den Vorsitz. Das Aussenministerium hatte Anfang Februar mitgeteilt, bei der Umsetzung eines im April 2021 vereinbarten Plans für Myanmar habe es nicht genügend Fortschritte gegeben, um eine Teilnahme von Aussenminister Wunna Maung Lwin an dem Treffen zu rechtfertigen. Die Asean-Staaten hatten sich damals bei einem Myanmar-Gipfel in Indonesien auf einen Fünf-Punkte-Plan geeinigt, der ein «sofortiges Ende der Gewalt» sowie einen «Dialog zwischen allen betroffenen Parteien» vorsah. Im früheren Birma herrschen aber immer noch Chaos und Gewalt.

Wunna Maung Lwin mit dem kambodschanien Premierminister Hun Sen.
Wunna Maung Lwin mit dem kambodschanien Premierminister Hun Sen.Bild: keystone

Im Januar war der kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen als erster ausländischer Regierungschef nach dem Militärputsch vom Februar 2021 nach Myanmar gereist. Dies hatte viel Kritik und Proteste zur Folge. Nach Berichten soll die Entscheidung, Myanmars Aussenminister auszuladen, vor allem auf Druck von Staaten wie Indonesien und Malaysia gefallen sein. Asean gehören zehn Länder an. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Frau dreht Aerobic-Video in Myanmar – und filmt versehentlich Militärputsch

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Geheimeinsatz im Gazastreifen: Israel benennt 2018 getöteten Offizier

Mehr als drei Jahre nach einem fehlgeschlagenen Geheimeinsatz im Gazastreifen hat Israel die Identität des damals getöteten israelischen Offiziers preisgegeben. Nach Enttarnung der verdeckten Einheit durch militante Kämpfer der im Gazastreifen herrschenden Hamas am 11. November 2018 war es zu einem heftigen Feuergefecht gekommen. Sieben militante Palästinenser, darunter ein 37 Jahre alter Hamas-Kommandeur, wurden getötet. Es folgten massive Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Ziele, Israels Luftwaffe bombardierte im Gegenzug Hamas-Ziele.

Zur Story