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This undated photo provided by The National Oceanic and Atmospheric Administration shows a vaquita porpoise. On Thursday, July 26, 2018, a judge ordered the U.S. government to ban the import of seafood caught by Mexican fisheries that use a net blamed for killing off the vaquita, the world's smallest and most-endangered porpoise. (Paula Olson/NOAA via AP)

Dieses undatierte Foto zeigt einen Vaquita. Bild: AP/National Oceanic and Atmospheric Administration

Illegaler Fischfang bedroht Meeressäuger – weniger als 19 Vaquitas übrig



Alle Bemühungen zum Schutz der Vaquitas haben offenbar nicht gefruchtet. Die Zeit, die im Golf von Kalifornien lebenden Schweinswale vor dem Aussterben zu bewahren, ist nahezu abgelaufen. Schuld ist der Handel mit dem «Kokain des Meeres».

Nur mit sofortigen Massnahmen ist der Kalifornische Schweinswal laut Experten noch vor dem Aussterben zu retten. Von den auch Vaquita genannten Meeressäugern gab es im Herbst 2018 nur noch weniger als 19 Exemplare im Golf von Kalifornien, berichten Forscher im Fachmagazin «Royal Society Open Science». Dies gehe aus der Auswertung der Aufnahmen von Unterwasser-Mikrofonen hervor.

Der Kalifornische Schweinswal (Phocoena sinus) ist mit einer Länge von nur etwa 150 Zentimetern und einem Gewicht von maximal 40 Kilogramm eine der kleinsten Walarten und kommt nur im Golf von Kalifornien vor. Fischer machen dort illegal Jagd auf die Totoaba – eine ebenfalls bedrohte Fischart, deren Schwimmblase auf dem Schwarzmarkt in China als angebliches Aphrodisiakum und Heilmittel extrem hohe Preise erzielt. Sie ist daher auch als «Kokain des Meeres» bekannt.

Immer wieder verfangen sich Schweinswale in Stellnetzen von Fischern und verenden. Nach Angaben der vom mexikanischen Umweltministerium gegründeten Schutzorganisation VaquitaCPR ist der Vaquita (spanisch: kleine Kuh) die derzeit am akutesten bedrohte Meeressäugerart. Ihr Rückgang beschleunigte sich gemäss den Forschern in den vergangenen Jahren.

Mexiko hatte zwar den Fischfang mit Treibnetzen im Golf von Kalifornien im Jahr 2015 verboten. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass dies den Rückgang verlangsamt habe, schreiben die Experten. Die Netze würden trotzdem benutzt, wodurch der Kalifornische Schweinswal immer weiter an den Rand der Ausrottung getrieben worden sei. Seit dem Jahr 2011 sei der Bestand um geschätzt fast 99 Prozent geschwunden, berichten die Forscher von Mexikos staatlicher Kommission zum Schutz der Artenvielfalt sowie aus Grossbritannien und den USA.

Leonardo DiCaprio ist ihr Fürsprecher

Im vergangenen Jahr waren lediglich sechs Vaquitas gesichtet worden, darunter ein Weibchen mit einem Kalb. Für Schlagzeilen hat die Art auch deshalb gesorgt, weil sich Leonardo DiCaprio für ihren Schutz einsetzt. In diesem Jahr erschien unter dem Titel «Sea of Shadows» ein Dokumentarfilm über die Bemühungen, die Vaquitas vor dem Aussterben zu bewahren, den der Hollywoodstar produzierte. Weil sie dunkle Ringe um die Augen und das Maul haben, werden die Wale auch «Panda des Meeres» genannt.

FILE - This June 5, 2019 file photo shows Leonardo DiCaprio at the premiere of

Engagiert sich stark im Tier- und Umweltschutz: Leonardo DiCaprio (Archivbild). Bild: AP

Anfang Juli setzte das Welterbekomitee der Unesco Mexikos Inselarchipel im Golf von Kalifornien, die Heimat der Vaquitas, auf die Liste des gefährdeten Naturerbes der Welt. Mit dem Status soll auf dringenden politischen Handlungsbedarf hingewiesen werden. Mexiko hatte im vergangenen Jahr eine Erweiterung des Schutzgebiets von 1263 auf 1841 Quadratkilometer erklärt. (mim/sda/dpa)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilie 31.07.2019 08:17
    Highlight Highlight Naja, wenn man Galgenhumor hat, könnte man sagen, es gibt gute Aussichten: Sobald die Totoaba ausgerottet sind, bleiben die Fischer weg, dann kann sich der Schweinswal erholen...

    Realistischerweise muss man aber vermutlich sagen, dass es eh schon zu spät ist. Eine Schande. ☹
  • Beat-Galli 31.07.2019 07:19
    Highlight Highlight Mit 19 Tieren ist eine Art ausgestorben.
    Zum überleben einer Art müssen ca 10000 Stück sein, dass die Probleme der Genvielfalt nicht auftreten.
    Ein paar Generation könnte es noch gehen und dann ist Schluss!
    • lilie 31.07.2019 08:14
      Highlight Highlight @Beat-Galli: Woher hast du die Zahl von 10'000? Ich hab mir das Gleiche überlegt, 19 klingt nach verdammt wenig. 😥

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