Schweizer in Neuseeland nach tödlichem Unfall verurteilt
Vor Gericht zeigte sich der 32-jährige Schweizer reuig: «Sie haben jedes Recht, wütend auf mich zu sein», sagte er laut lokalen Medienberichten zu den Angehörigen des Opfers. Er trage die alleinige Schuld an der Tragödie. Das bedaure er aus tiefstem Herzen, bis heute wisse er nicht, wie es dazu kommen konnte.
Passiert ist der Unfall Mitte November. Bei einer Kreuzung auf dem State Highway 73 westlich von Christchurch prallte der Schweizer mit seinem Auto gegen ein entgegenkommendes Fahrzeug. Die 68-Jährige starb noch vor Ort, zwei Personen wurden verletzt. Die Strasse musste mehrere Stunden gesperrt werden.
Laut dem Richter hatte der Schweizer abbiegen wollen und sei deshalb auf die Gegenfahrbahn geraten. Die Frau habe keine Chance gehabt zu reagieren. Trotzdem anerkennt er auch die Reue und die Kooperationsbereitschaft des Schweizers.
Der Mann wurde schliesslich zu einem 18-monatigen Fahrverbot verurteilt. Ausserdem muss er der Familie des Opfers 10'000 neuseeländische Dollar bezahlen, 2500 weitere an eine gemeinnützige Organisation.
Der Schweizer war als Tourist in Neuseeland. Seit dem Unfall durfte er das Land nicht verlassen. Entsprechend hatte er in dieser Zeit kein Einkommen. Sein Anwalt hatte versucht, den Gerichtstermin vorzuverlegen, was jedoch nicht ging. Schon im Dezember hatte sich der 32-Jährige schuldig bekannt. (vro)
