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Landebahn auf Tonga von Asche befreit – erster Hilfsflug unterwegs

20.01.2022, 05:31

Sechs Tage nach der Eruption eines Untersee-Vulkans vor Tonga ist der Flughafen des Südsee-Archipels wieder funktionsfähig. Nachdem die Landebahn von der dicken Ascheschicht befreit worden sei, mit der der Hunga-Tonga- Hunga-Ha'apai die gesamte Inselgruppe überzogen hat, sei ein Flugzeug mit Hilfsgütern aus Neuseeland auf dem Weg in die Hauptstadt Nukuʻalofa, teilte die Regierung in Wellington am Donnerstag mit.

An Bord der Maschine des Typs Hercules seien neben dringend benötigtem Trinkwasser auch provisorische Unterkünfte, Generatoren, Hygiene-Kits sowie Kommunikationsausrüstung, sagte Aussenministerin Nanaia Mahuta. In dem polynesischen Inselreich, in dem es bisher so gut wie keine Corona-Fälle gab, ist aber die Sorge gross, dass ausländische Helfer das Virus einschleppen könnten. Tonga hatte im März 2020 seine Grenzen geschlossen und sich seither von der Aussenwelt weitgehend abgeschottet.

Menschen helfen dabei, Asche und Geröll von der Landebahn zu entfernen.
Menschen helfen dabei, Asche und Geröll von der Landebahn zu entfernen.Bild: keystone

Um die Bevölkerung nicht zu gefährden, soll es keinen direkten Kontakt zwischen den Insassen der Maschine und den Menschen auf Tonga geben. «Die Lieferung von Hilfsgütern erfolgt kontaktlos. Das Flugzeug wird voraussichtlich etwa 90 Minuten am Boden bleiben, bevor es nach Neuseeland zurückkehrt», erklärte Neuseelands Verteidigungsministerin Peeni Henare.

Zwei Marineschiffe mit Hilfslieferungen sind ebenfalls aus dem 2300 Kilometer entfernten Neuseeland unterwegs zum Archipel. Das erste könnte noch im Laufe des Tages ankommen, hiess es.

Der unterseeische Vulkan hatte am Samstag eine Wolke aus Asche und Gas wie einen Atompilz kilometerweit in die Höhe geschleudert. Experten zufolge war es einer der weltweit schwersten Ausbrüche seit Jahrzehnten. Tsunami-Wellen erreichten sogar weit entfernte Regionen wie Alaska, Japan und Südamerika. Auf den Inseln Tongas gibt es schwere Schäden, mindestens drei Menschen kamen ums Leben. (saw/sda/dpa)

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