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Video zeigt dramatische Flucht von nordkoreanischem Soldaten



Nach der Flucht eines nordkoreanischen Soldaten nach Südkorea hat das US-geführte Kommando der Vereinten Nationen (UNC) einem anderen nordkoreanischen Soldaten vorgeworfen, bei der Verfolgung des Überläufers Südkoreas Grenze verletzt zu haben. Das UNC veröffentlichte am Mittwoch die Bilder einer Überwachungskamera, die nach seinen Angaben die Flucht des nordkoreanischen Soldaten am 13. November im Grenzort Panmunjom zeigen.

In dem knapp sieben Minuten langen Video ist zu sehen, wie der Überläufer zunächst in einem Militärjeep nahe an die Grenze heranfährt, steckenbleibt, aussteigt und zu Fuss weiter flieht. Dabei wird er von mehreren nordkoreanischen Soldaten verfolgt, von einem sogar bis über die militärische Demarkationslinie. Nach ein paar Metern dreht sich der Verfolger um und kehrt nach Nordkorea zurück.

Der geflohene nordkoreanische Soldat war von seinen Verfolgern durch Schüsse schwer verletzt worden. Drei südkoreanische Soldaten zogen den Verletzten mit vereinten Kräften auf die südliche Seite der Grenze.

UNC-Sprecher Chad Carroll sagte vor Journalisten, eine «gründliche» Untersuchung habe ergeben, dass die Schüsse über die Demarkationslinie und der Grenzübertritt des nordkoreanischen Verfolgers eine Verletzung des Waffenstillstandsabkommens zwischen Südkorea und Nordkorea von 1953 darstelle. Das UNC habe «ein Treffen beantragt, um unsere Untersuchung (des Vorfalls) zu besprechen sowie Massnahmen, um solche Verletzungen (der Grenze) künftig zu verhindern».

Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap wurde der nach Südkorea geflüchtete Soldat zwei Mal operiert und kam danach wieder zu Bewusstsein. Sobald es sein gesundheitlicher Zustand zulässt, soll der Nordkoreaner in vier oder fünf Tagen befragt werden, erklärte der Regierungsvertreter am Dienstag.

Deutliche Zunahme der Spannungen

Es kommt sehr selten vor, dass nordkoreanische Soldaten in Panmunjom nach Südkorea überlaufen. Es ist der einzige Grenzabschnitt, an dem sich die Soldaten beider Länder von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen.

FILE - In this April 24, 2013, file photo, North Korean soldiers stand on steps overlooking the border village of Panmunjom, North Korea, which has separated the two Koreas since the Korean War. South Korea said on Monday, Nov. 13, 2017, that North Korean soldiers shot at and injured a fellow soldier who was crossing the border village to try to defect to the South. South Korea's Joint Chiefs of Staff said the injured North Korean was being taken to a hospital after crossing the border village of Panmunjom. Defections are rare by that route. (AP Photo/David Guttenfelder, File)

Blick von Nord- nach Südkorea in Panmunjom: Der Ort liegt in der demilitarisierten Zone und ist der einzige Ort, in dem sich die beiden Länder Auge in Auge gegenüberstehen. Der Ort kann - unter grossen Sicherheitsvorkehrungen - auch von Touristen besucht werden. Bild: AP/AP

Die Spannungen zwischen Südkorea und Nordkorea haben in den vergangenen Monaten wegen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm deutlich zugenommen. (meg/sda/afp)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nuka Cola 22.11.2017 09:30
    Highlight Highlight Ich muss sagen, ich hätte jetzt gedacht, dass das dort tag täglich geschieht, also das Leute von Nord- nach Südkorea fliehen. Ist dem wirklich nicht so?
    • demokrit 22.11.2017 10:43
      Highlight Highlight Kann man schon machen, mit einem Überleben ist i.d.R. nicht zu rechnen.
    • jen23 22.11.2017 11:19
      Highlight Highlight Praktisch alle flüchten über die chinesische Grenze. Von dort aus müssen sie aber weiter, da China sie deportieren würde, wenn man sie entdeckt. Die meisten versuchen nach Vietnam, Laos oder Thailand zu kommen, wo sie in einer Südkoreanischen Botschaft Asyl beantragen können.
    • Nuka Cola 22.11.2017 11:27
      Highlight Highlight Gerade wegen der Berliner Mauer musste ich daran denken.

      Dort wurden ja auch diverse Fluchtversuche unternommen, trotzt Hunden, Gewehren, Minen und Stacheldraht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ulmo Ocin 22.11.2017 08:46
    Highlight Highlight Kann mir jemand auf die Sprünge helfen beim letzten Bild. Das Gebäude auf dem Foto liegt schon auf der Seite von Südkorea?
    • Schneider82 22.11.2017 09:39
      Highlight Highlight Die Grenze verläuft in der Mitte der blauen und grauen Baracken. Ein Soldat aus NK hat die Grenze somit für einige Sekunden überquert.
    • Anded 22.11.2017 16:36
      Highlight Highlight Das Auto blieb im Norden stecken. Aber nach wenigen Schritten war de Flüchtling schon über der
      Grenze. Er war schon auf der Südseite, als er angeschossen wurde, was wohl weitaus gravierender ist, als der kurze Grenzübertritt des einen Verfolgers (welcher erst nach den Schüssen geschah).
  • Karl Müller 22.11.2017 08:14
    Highlight Highlight Das Alkoholverbot scheint schon erste Auswirkungen zu zeigen ...

    https://www.watson.ch/!351256520

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