International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kim kann es nicht lassen: Nordkorea feuert eine ballistische Rakete ins Meer



Nordkorea setzt seine Drohgebärden fort. Am Freitag schoss das nordkoreanische Militär erneut zwei Raketen ins Meer. Nach US-Angaben handelte es sich vermutlich um Mittelstreckenraketen vom Typ Rodong, die eine maximale Reichweite von 1300 Kilometern haben sollen.

epa05193443 (FILE) An undated handout picture released by North Korean newspaper of the Central Committee of the Workers' Party of Korea, Rodong Sinmun, shows North Korean leader Kim Jong-un (L) observing a firing drill by a women's artillery unit in the North's southeastern border province of Kangwon, North Korea. North Korea's nuclear weapons should be ready for use at 'any moment,' leader Kim Jong-un said, according to state media on 04 March 2016. The order came after the United Nations (UN) imposed its strongest sanctions yet on Pyongyang, in response to a nuclear test carried out by North Korea in January. While attending a rocket test on 03 March 2016, Kim said the military should also be ready to carry out pre-emptive attacks, North Korea's state media reported. Kim stressed 'the need to get the nuclear warheads deployed for national defense always on standby so as to be fired any moment,' he was reported as saying. Communist North Korea's nuclear and military activity this year has heightened tensions on the peninsula and brought international condemnation. It carried out a nuclear test on 06 January 2016, a long-range rocket launch on 07 February 2016, and fired a series of projectiles into the sea off its eastern coast on 03 March 2016.  EPA/RODONG SINMUN -- BEST QUALITY AVAILABLE -- SOUTH KOREA OUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Feuer frei: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei einer Militärübung.
Bild: EPA/YONHAP/RODONG SINMUN

Südkorea hatte zuvor von einer Rakete gesprochen, die nach rund 800 Kilometern vor der Ostküste Nordkoreas ins Meer gestürzt sei. Das Geschoss sei in Sukchon im Südwesten des international isolierten Landes abgefeuert worden, teilte Südkoreas Verteidigungsministerium mit. Etwa zwanzig Minuten später wurde laut den USA eine zweite Rakete abgefeuert, die aber bald vom Radar verschwand.

Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums sagte in Seoul, das Militär seines Landes sei jederzeit bereit, auf eine Bedrohung der nationalen Sicherheit durch Nordkorea zu reagieren.

Das US-Aussenministerium reagierte prompt.

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe verurteilte den Raketentest ebenfalls. Sein Land werde eine Antwort mit den USA, Südkorea und anderen betroffenen Ländern koordinieren, sagte der Ministerpräsident.

Das US-Aussenministerium rief Pjöngjang auf, auf jede weitere Handlung zu verzichten, die «die Spannungen weiter anheizen» könnte. Am Donnerstag hatten auch die USA ihre Sanktionen gegen Nordkorea verschärft.

Schärfste Sanktionen beschlossen

Nordkorea hatte am 6. Januar seinen vierten Atomwaffentest seit 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekanntgegeben. Seither folgten mehrere weitere. Sämtliche Aktionen verstiessen gegen UNO-Resolutionen. Der UNO-Sicherheitsrat beschloss Anfang März die bislang schärfsten Sanktionen gegen Pjöngjang.

Vor wenigen Tagen hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angekündigt, «in Kürze» einen neuen Atomwaffentest abzuhalten. Neben einem neuen Atomsprengkopf sollten auch «mehrere Arten» ballistischer Raketen getestet werden, sagte Kim laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. Die Tests sollen demnach die Fähigkeiten Nordkoreas zu «nuklearen Angriffen» erhöhen. Zuvor hatte er auch mit einem präventiven Atomschlag gedroht.

Kriegsdrohungen gehören zur Rhetorik des isolierten Staates, wann immer die Spannungen wachsen, doch sind sich die meisten Experten einig, dass der Norden kein Interesse an einem militärischen Konflikt hat. Hintergrund der jüngsten Eskalation ist offenbar das jährlich stattfindende gemeinsame Militärmanöver Südkoreas mit den USA, das seit Anfang März läuft. (kad/sda/afp/reu)

Kim Jong Uns Gefolgsleute machen Notizen

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Asmodeus 18.03.2016 10:03
    Highlight Highlight "Das US-Aussenministerium rief Pjöngjang auf, auf jede weitere Handlung zu verzichten, die «die Spannungen weiter anheizen» könnte. "


    Zurecht. Nur die USA darf Handlungen durchführen die die Spannungen weiter anheizen.
    Kindergarten dort unten. Hüben wie Drüben.
  • Fumo 18.03.2016 09:00
    Highlight Highlight "Sein Land werde eine Antwort mit den USA, Südkorea und anderen betroffenen Ländern koordinieren"

    Betroffene Ländern? Dachte die Rakete sei ins Meer gestürzt.
    • SVRN5774 18.03.2016 09:24
      Highlight Highlight Ehm denk doch mal an Atlantis :D
      Kimi und Neptun vertragen sich nicht so gut.

Interview

«96 Prozent der Frauen in unseren Zentren auf Lesbos sind Opfer sexueller Gewalt»

Raquel Herzog ist Gründerin einer NGO, die auf Lesbos und in Athen ein Tageszentrum für Frauen auf der Flucht betreibt. Im Interview erklärt sie, wieso Frauen, die im Lager Moria lebten, besonders auf Unterstützung angewiesen sind und wie es um die aktuelle Lage auf Lesbos steht.

Frau Herzog, vor ein paar Wochen erreichten uns Bilder vom brennenden Camp Moria. Wie ist die Situation auf Lesbos jetzt? Raquel Herzog: Im neu aufgebauten Lager sind bereits 9000 Menschen untergebracht. Währenddessen ist die schweizerische humanitäre Hilfe vor Ort. Sie sorgt sich um die Trinkwasserversorgung.

Wie sind die Bedingungen in den neuen Lagern? Es gibt 37 Toiletten. Ich bezweifle, dass es im neuen Lager ein Abfallkonzept gibt. Zudem …

Artikel lesen
Link zum Artikel