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Wegen Hungers: Die UNO zählt viele unterentwickelte Kinder in Nordkorea – muss aber sparen



Die Vereinten Nationen berichten von einem mittleren bis hohen Niveau bei der Zahl entwicklungsverzögerter Kinder unter fünf Jahren in Nordkorea. Nach den Worten eines UNO-Sprechers stammt diese Einschätzung aus UNO-unterstützten Kinderheimen im Land.

Das Welternährungsprogramm (WFP) gab acht Millionen Dollar aus seinem Notfallfonds frei, um mehr als 2,2 Millionen Nordkoreanern zu helfen, die wegen schlechter Ernten vom Hunger bedroht sind.

«Die Einschätzung belegt, dass viele Haushalte nicht ausreichend zu essen haben», sagte UNO-Sprecher Stephane Dujarric. Das WFP musste seine Programme in Nordkorea gleichwohl zurückfahren, weil sie nur knapp zur Hälfte finanziert sind.

Abzug aus Kaesong

Seoul will das nordkoreanische Regime von einer wichtigen Devisenquelle abschneiden. Am Mittwoch hatte die Regierung erklärt, dass sie ihre Aktivitäten in der Sonderzone Kaesong einstelle – Seoul reagierte damit auf den jüngsten Raketentest des stalinistischen Nordens. Nordkorea erklärte nun, der Süden werde einen «schmerzhaften Preis» dafür zahlen.

Kaesong werde geschlossen und zur militärischen Zone erklärt. Ausserdem werde die militärische Kommunikation nach Seoul gekappt -– für wie lange, blieb aber zunächst unklar. Nordkorea hat alle Südkoreaner zum umgehenden Verlassen des gemeinsam betriebenen Industriekomplexes Kaesong aufgefordert. Alle südkoreanischen Arbeiter müssen das Gebiet sofort verlassen und dürfen nur ihre persönlichen Gegenstände mitnehmen.

Vermögen und Bestände südkoreanischer Firmen und Organisationen würden beschlagnahmt, darunter «Maschinen, Rohstoffe und Güter», zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag das Komitee für die Friedliche Wiedervereinigung von Korea. (kad/sda/dpa)

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