International
Nordkorea

Südkoreanische Soldaten geben Warnschüsse an Grenze zu Nordkorea ab

Südkoreanische Soldaten geben Warnschüsse an Grenze zu Nordkorea ab

18.06.2024, 07:2918.06.2024, 07:29

Erneut haben nordkoreanische Soldaten nach Angaben des südkoreanischen Militärs für kurze Zeit unerlaubt die Grenzlinie in der Pufferzone zwischen beiden Ländern übertreten. Nach Warnschüssen durch südkoreanische Grenzposten hätten sie sich wieder über die militärische Demarkationslinie zurückgezogen, teilte der Generalstab in Seoul am Dienstag mit. Es war demnach die zweite derartige Grenzverletzung seit Anfang Juni.

A North Korean military guard post, top, and a South Korean post, bottom, are seen from Paju, South Korea, near the border with North Korea, Tuesday, June 18, 2024. South Korean soldiers fired warning ...
Ein nordkoreanischer (o.) und ein südkoreanischer (u.) Grenzposten. Bild: keystone

Wie schon am 9. Juni trugen die Nordkoreaner demnach auch diesmal wieder Geräte für Bauarbeiten bei sich. In der Gruppe hätten sich 20 bis 30 Soldaten befunden. Sie hätten vermutlich die Demarkationslinie unbeabsichtigt übertreten, hiess es. Es seien keine ungewöhnlichen Aktivitäten beobachtet worden.

Zuletzt hatte Nordkorea mehrfach Soldaten an verschiedene Stellen im nördlichen Teil der demilitarisierten Zone (DMZ) geschickt, um dort Bauarbeiten zu verrichten. Wie Südkoreas Generalstab jetzt mitteilte, scheinen sie neben dem Verlegen von Landminen auch militärisch genutzte Strassen verstärkt und zunächst nicht genau zu erklärende bauliche Anlagen errichtet zu haben. Dabei könnte es sich um Panzersperren handeln. Seit April seien bereits mehrere Soldaten durch Landminen-Explosionen umgekommen, hiess es.

Die DMZ bildet bis heute die De-facto-Grenze zwischen beiden Ländern, die sich seit dem Korea-Krieg von 1950 bis 1953 völkerrechtlich nach wie vor im Kriegszustand befinden. Die rund 240 Kilometer lange und vier Kilometer breite Pufferzone wurde zum Kriegsende quer durch die koreanische Halbinsel eingerichtet. Die innerkoreanische Grenze ist stark befestigt. Die Spannungen zwischen beiden Ländern nehmen seit Monaten wieder deutlich zu. (rbu/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Koreanisches Gipfeltreffen: Kim überrascht seinen Gastgeber
1 / 26
Koreanisches Gipfeltreffen: Kim überrascht seinen Gastgeber
Die Stimmung beim Gipfeltreffen des nordkoreanischen Führers Kim Jong Un und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In ist ausgesprochen herzlich. Doch jetzt der Reihe nach ...
quelle: epa/korea summit press pool / korea summit press pool / pool
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Verboten, weil zu scharf? Wir probieren die Chili-Ramen from Hell
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Abschiebungen in Drittländer – US-Regierung zieht vor Supreme Court
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump will vor dem Obersten Gerichtshof die beschleunigte Abschiebung von Migranten in sogenannte Drittstaaten erwirken. Dabei geht es um die Frage, ob Einwanderer in ein Land abgeschoben werden dürfen, das nicht ihr Heimatland ist, ohne vorher Einwände dagegen vorbringen zu können. Der Supreme Court bestätigte den Eingang eines entsprechenden Antrags.
Zur Story