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epa07897894 A handout photo made available by the Joint Press Corps shows North Korean delegates, including top negotiator Kim Myong-gil, leaving the North Korean embassy in Stockholm, Sweden, 05 October 2019, to attend a meeting with U.S. officials to prepare for formal working-level nuclear talks.  EPA/Joint Press Corps / HANDOUT SOUTH KOREA OUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Nordkoreanische Delegierte in Stockholm auf dem Weg zum Treffen mit amerikanischen Unterhändlern. Bild: EPA

Nordkorea erklärt Atomgespräche mit den USA für gescheitert



Die Atomgespräche zwischen Nordkorea und den USA sind aus nordkoreanischer Sicht schon am ersten Verhandlungstag gescheitert. «Wir sind enttäuscht von den USA», erklärte der nordkoreanische Unterhändler Kim Myong Gil laut der schwedischen Zeitung «Dagens Nyheter» am Samstagabend im Anschluss an die Zusammenkunft in Stockholm vor Reportern.

Es waren die ersten Verhandlungen seit einem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber King Jong Un im Februar in Vietnam, das an der Frage der atomaren Abrüstung gescheitert war. Trump und Kim hatten die neuen Verhandlungen auf Arbeitsebene Ende Juni bei einem Treffen an der innerkoreanischen Grenze vereinbart.

FILE- In this June 30, 2019, file photo, U.S. President Donald Trump, left, meets with North Korean leader Kim Jong Un at the North Korean side of the border at the village of Panmunjom in Demilitarized Zone.  North Korea's chief negotiator says discussions with the U.S. on Pyongyang's nuclear program have broken down, but Washington says the two sides had

Trump und Kim in Panmunjom an der innerkoreanischen Grenze. Bild: AP

«Die Verhandlungen haben unsere Erwartungen nicht erfüllt und wurden deshalb abgebrochen», sagte der Nordkoreaner dem Bericht zufolge. Die USA hätten nichts mit an den Verhandlungstisch gebracht. Nun liege es an Washington, den Dialog wieder aufzunehmen, forderte er. Eine Anfrage ans US-Aussenministerium blieb zunächst unbeantwortet.

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich US-Aussenminister Mike Pompeo zuversichtlich gezeigt, dass bei den Atomgesprächen erste Fortschritte erzielt werden könnten.

Dieser erste Austausch solle nach langer Pause die Grundlage für Verhandlungen «in den kommenden Wochen und Monaten» bilden, um nachhaltige Fortschritte zu erreichen, sagte Pompeo während eines Besuches in Griechenland. Die USA hätten zu den Gesprächen in Stockholm eine Reihe von Ideen mitgebracht. Es sei daher zu hoffen, dass die Nordkoreaner mit gutem Willen und «dem Willen, Fortschritte zu machen» angereist seien, sagte Pompeo.

U.S. Secretary of State Mike Pompeo delivers a speech at the Stavros Niarchos Foundation Cultural Center in Athens, Saturday, Oct. 5, 2019. Pompeo is in Greece on the last leg of a four-nation European tour that has been overshadowed by the impeachment inquiry in Washington. Pompeo has sought to avoid the drama back home by focusing on matters directly related to his trip. (Costas Baltas/Pool via AP)

US-Aussenminister Pompeo. Bild: AP

Pompeo macht auf Optimismus

Und auch nach dem Gesprächsabbruch vom Samstagabend in der schwedischen Hauptstadt betonte die US-amerikanische Seite, die Atomgespräche mit Pjöngjang seien nicht gescheitert. Die mehr als acht Stunden langen Gespräche in Stockholm seien «gut» gewesen, erklärte das US-Aussenministerium am Samstag.

Die amerikanische Seite habe die schwedische Einladung angenommen, in zwei Wochen zu einer weiteren Gesprächsrunde zusammenzukommen. Die USA und Nordkorea könnten nicht in einem Tag «70 Jahre Krieg und Feindseligkeit auf der koreanischen Halbinsel» beseitigen, hiess es.

Pjöngjang will Sanktionen loswerden

Die USA und westliche Verbündete fordern eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und eine Einschränkung der Raketen- und Waffenprogramme des ostasiatischen Landes. Nordkorea hat grundsätzlich den Willen zur Abrüstung bekundet, besteht aber vor weiteren Zugeständnissen auf einer schrittweisen Aufhebung der Sanktionen.

Nordkorea verfügt Experten zufolge über erste Atomwaffen und treibt die Entwicklung ballistischer Raketen weiter voran. Solche Raketen können mit Atomsprengköpfen ausgerüstet werden.

Trumps Verhandlungsstrategie hat auch viele Kritiker, die argumentieren, Kim spiele nur auf Zeit, um sein Atomwaffenarsenal zu verbessern.

Bolton hatte vor Illusionen gewarnt

Der kürzlich von Trump entlassene nationale Sicherheitsberater John Bolton etwa hatte am Montag erklärt, Nordkorea werde trotz Gipfeltreffen und Verhandlungen sein Atomwaffenprogramm «nie freiwillig aufgeben». Nordkorea sei eine «gravierende und wachsende Bedrohung», sagte der für seine aussenpolitisch harten Haltungen bekannte Bolton.

epa07882528 Former US National Security Advisor John Bolton participates in a discussion after delivering the keynote address of the 'JoongAng Ilbo-CSIS Forum 2019' at the Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington, DC, USA, 30 September 2019. The subject of the 2019 forum is 'Navigating Geostrategic Flux in Asia - The United States and Korea'. Bolton, who was replaced as national security advisor by State Department official Robert O'Brien, was ousted by Trump following disagreements on foreign policy, according to media reports.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Ex-Sicherheitsberater Bolton. Bild: EPA

Nordkorea hatte zuletzt mehrere Kurz- und Mittelstreckenraketen getestet. Erst am Mittwoch testete das Land nach eigenen Angaben eine neuartige ballistische Rakete vom Typ Pukguksong-3, die von einem U-Boot abgefeuert worden sein soll. Das wäre ein bedeutender Fortschritt für Nordkoreas Waffenprogramm. Das US-Militär bestritt indes, dass die Rakete von einem U-Boot abgefeuert wurde. (sda/dpa/afp/reu)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • schwuppdiwupp 06.10.2019 02:16
    Highlight Highlight The art of the deal! 🤦🏻‍♂️
  • Pana 06.10.2019 00:11
    Highlight Highlight Einer der Artikel wo die pro Trump Trolle ruhig bleiben. Nett.
  • Freebee 05.10.2019 23:20
    Highlight Highlight OMG... Esacht spass zu sehen, wie Nord Korea mit den USA und srinem grosse Praesidenten spielt. Sie haben Trump voll an den Eiern...
  • TanookiStormtrooper 05.10.2019 21:47
    Highlight Highlight Kim hat Trump ganz schön lange in Schach gehalten. Er konnte fröhlich Waffen testen ohne härtere Sanktionen befürchten zu müssen. Nordkorea hat den kleinen Trump ordentlich vorgeführt. Dealmaker am Ar... 😂
  • Lowend 05.10.2019 21:44
    Highlight Highlight Aber Kim schreibt dem stabilen Genie doch immer so wunderschöne Briefe voller Liebe und Schmeicheleien?

    Ach ist die Welt wieder ungerecht zu dem grössten und besten und fabelhaftesten und total unterschätzten, genialen und unvergleichlichen Dealmaker von Gottes Gnaden!
  • Vanessa_2107 05.10.2019 21:35
    Highlight Highlight Momentan kommt mir Trump eh vor wie ein angeschossenes Tier, das wild um sich schlägt. Ich frage mich, wie er sich hinter verschlossenen Türen verhält? Der muss doch unerträglich sein, keiner traut sich ihm etwas zu sagen. Sein Verhalten wird sicher immer schlimmer, nun da täglich Neues herauskommt. Und nun noch das, Kim kündigt ihm die Liebe, ein schwerer Schlag für sein Ego.
    Benutzer Bild
  • Joe 'Barack America' Biden 05.10.2019 21:20
    Highlight Highlight Da kann und wird es schlicht und einfach keinen Erfolg geben. Das oberste Ziel der Kim Dynastie ist die eigene Machterhaltung. Der Besitz von Atomwaffen diverser Art ist dabei ein viel zu wichtiges Instrument, um es wirklich Teil eines diplomatischen Deals zu machen.
  • Alphonse Graf Zwickmühle 05.10.2019 21:17
    Highlight Highlight An der Nase schön herumgeführt und auf dem Leim gelandet, typisch Tollpatsch Trump.
  • Maxfried Frischmatt 05.10.2019 21:12
    Highlight Highlight Wer hat mal wieder die Hosen voll?
  • Eidg. dipl. Tütenbauer 05.10.2019 21:01
    Highlight Highlight Jetzt kann Trump schon wieder täubelen und irgendeinen Müll erzählen. Der grösste und klügste Dealmaker aller Zeiten, so denkt er zumindest.
  • Scrat 05.10.2019 21:01
    Highlight Highlight Na, dann hoffe ich mal, dass auch ein Trumpel endlich einsieht, dass Verhandlungen mit Terror-Regierungen zu nichts führen, und dass auch sein nordkoreanischer Bro für ihn eine Nummer zu gross ist. Und vor allem, dass er nie so sein wird wie dieser durchgeknallte Diktator.
  • Scaros_2 05.10.2019 20:58
    Highlight Highlight Tja - wird es halt eben keine Bromance
  • Arneis 05.10.2019 20:57
    Highlight Highlight Was, das "stable genius" hat keinen Deal mit seinem best-buddy ausgehandelt?

    WIESO???
  • RicoH 05.10.2019 20:45
    Highlight Highlight Na ja, was will man schon erwarten von "Verhandlungen" eines stabile genius.
  • Imfall 05.10.2019 20:29
    Highlight Highlight uuuuhhh...

    kim macht mit donnie schluss!

    3, 2, 1 TWITTERBATTLE

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