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Nordkorea setzt Raketentests fort



Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un lässt sich gerne bei der Beobachtung von Raketentests fotografieren. Nordkorea hat kurz vor Gesprächen mit den USA erneut Kurzstreckenraketen getestet. (Foto: KCNA via EPA/KEYSTONE)

Nordkorea freut sich - zumindest die Führung. Bild: EPA KCNA

Knapp vier Wochen nach dem unklaren Ausgang neuer Verhandlungen mit den USA über sein Atomprogramm, hat Nordkorea seine Waffentests fortgesetzt. Nordkorea habe am Donnerstag zwei «unbekannte Projektile» in Richtung offenes Meer abgefeuert, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit.

Japans Verteidigungsministerium ging davon aus, dass Nordkorea zwei ballistische Kurzstreckenraketen abgefeuert hat. Tests unter Verwendung ballistischer Raketentechnik sind Nordkorea durch Uno-Resolutionen untersagt.

Die Projektile wurden den südkoreanischen Angaben zufolge von der Provinz Süd-Pyongan in der Nähe der Hauptstadt Pjöngjang gestartet. Sie flogen demnach 370 Kilometer weit, bevor sie ins Japanische Meer (koreanisch: Ostmeer) stürzten. Genaueren Angaben über die Art der Flugkörper, die bis zu 90 Kilometer hoch geflogen seien, lagen zunächst nicht vor.

Kim Jong Un reitet auf dem heiligen Paektu

Nordkorea hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Raketen einschliesslich ballistischer Flugkörper getestet. Die Tests werden in Südkorea auch als potenzielles Mittel gesehen, den Druck auf die USA zu erhöhen.

Neue Atomgespräche auf Arbeitsebene zwischen Nordkorea und den USA waren am 5. Oktober in Schweden ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Die kommunistische Führung in Pjöngjang fordert unter anderem eine Lockerung der internationalen Sanktionen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un forderte von Washington, bis Ende dieses Jahres neue Vorschläge zu machen, die für beide Seiten akzeptabel seien.

Nordkoreas Vorgehen verurteilt

Der Nationale Sicherheitsrat in Südkorea äusserte seine «starke Besorgnis» wegen des neuen Waffentests. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe verurteilte Nordkoreas Vorgehen. Japan müsse «seine Vorwarn- und Überwachungsaktivitäten mehr denn je stärken», sagte Abe in Tokio. Japan habe zudem bei Nordkorea Protest eingelegt, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Nordkorea treibt seit Jahren die Entwicklung von ballistischen Raketen voran. Solche Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

Wenige Tage vor dem Beginn der Arbeitsgespräche mit den USA hatte Nordkorea nach eigenen Angaben erneut eine U-Boot-gestützte Rakete getestet. Experten in den USA und Südkorea gingen allerdings davon aus, dass die Rakete von einer Plattform im Meer abgeschossen wurde und nicht von einem U-Boot. (aeg/sda/dpa)

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