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Sie mieteten Häuser und bauten sie zu Hanf-Plantagen um – Razzia gegen Wiener Drogenring



Sie mieteten Einfamilienhäuser an und bauten sie zu Marihuana-Plantagen um: Die Polizei in Österreich hat einen Drogenring zerschlagen, der über 3,4 Millionen Euro durch den Verkauf illegaler Substanzen erwirtschaftet haben soll.

In Wien und Niederösterreich wurden am Freitag 20 Häuser durchsucht. 24 Personen wurden festgenommen, wie das österreichische Bundeskriminalamt am Sonntag mitteilte. Die Ermittler fanden in den Häusern 14 Marihuana-Plantagen.

Sie stellten mehr als 7500 Cannabispflanzen, über zehn Kilogramm verkaufsfertig abgepacktes Marihuana, 350 Gramm Kokain, 80'000 Euro Bargeld, mehrere Mobiltelefone und eine Faustfeuerwaffe sicher.

Die Bande habe die Häuser mit gefälschten Dokumenten gemietet, hiess es. Es bestehe der dringende Verdacht, dass die kriminelle Organisation seit Februar 2017 mindestens 888 Kilogramm verkaufsfertiges Marihuana in den Plantagen erzeugte. Die Drogen seien zum Preis von durchschnittlich 3900 Euro pro Kilogramm weiterverkauft worden.

Die Bande besteht den Angaben zufolge überwiegend aus serbischen Staatsbürgern. Auch ein Österreicher wurde festgenommen. Das Bundeskriminalamt ermittelte seit Ende vergangenen Jahres grenzübergreifend gegen die Bande. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • äti 27.05.2018 17:19
    Highlight Highlight Ist doch eine gute Idee, leerstehende Häuser zu nutzen. Österreich müsste vielleicht ein paar Gesetze anpassen.
  • El Vals del Obrero 27.05.2018 15:42
    Highlight Highlight Man stelle sich mal folgende Schlagzeile vor:

    "Drogenring zerschlagen! - Sie mieteten Häuser und richteten darin Kellereien und Brauereien ein. Tonnen von Trauben und Hopfen wurden beschlagnahmt, ebenso viele verkaufsfertige abgefüllte Flaschen. Offenbar waren die meisten Mitglieder der kriminellen Organisation Inländer. Viele hatten Verbindungen bis in die hohe Politik. Der Verkauf erfolgte grösstenteils über Komplizen namens 'Supermärkten'. In 'Bars' und 'Restaurants' wurde sogar der Konsum toleriert. Offenbar existieren da grosse komplexe Zusammenarbeitsstrukturen".

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