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Lissabon-Unglück: Untersuchung vermutet Ursache beim Zugseil

Lissabon-Unglück: Untersuchung vermutet Ursache beim Zugseil

20.10.2025, 22:4420.10.2025, 22:44
epa12351979 Technicians make an assessment of the accident of the Gloria funicular in Lisbon, a popular transportation used by tourists, after it derailed the previous day in Lisbon, Portugal, 04 Sept ...
Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Unglück in Lissabon, September 2025.Bild: keystone

Das bei dem tödlichen Standseilbahnunglück in Lissabon gerissene Zugseil hat einem vorläufigen Untersuchungsbericht zufolge nicht den erforderlichen Spezifikationen entsprochen. Der seit 2022 verwendete Seiltyp sei weder für Personenbeförderungsanlagen zertifiziert noch für Standseilbahnen wie die Unglücksbahn Glória geeignet gewesen, stand in einem vorläufigen Untersuchungsbericht des Amts für die Verhütung und Untersuchung von Unfällen in der Zivilluftfahrt und im Schienenverkehr (GPIAAF).

Bei dem Unglück am 3. September waren 16 Menschen ums Leben gekommen und 21 zum Teil schwer verletzt worden. Die Standseilbahn funktioniert mit zwei durch das Zugseil verbundene Wagen auf Schienen, die eine steile Strasse hoch- und hinunterfahren. Am Unglückstag raste ein Wagen auf der steilen Strasse Calçada da Glória bergab, entgleiste in einer Kurve, prallte gegen Eisenmasten und gegen ein Gebäude. Einen Abschlussbericht zur Unglücksursache soll es binnen eines Jahres geben.

Der historische «Elevador da Glória» ist eine der berühmtesten Touristen-Attraktionen Lissabons, aber auch Einheimische nutzen die Bahn täglich. Jährlich befördert die im 19. Jahrhundert in Deutschland gebaute Bahn rund drei Millionen Passagiere. Einen solchen Unfall mit einer der drei Standseilbahnen hatte es in Lissabon zuvor nie gegeben. (sda/dpa)

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3 Kommentare
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Liebe Manosphere-Männer, ihr habt Recht, aber ...
Nach dem Anschauen der «Inside the Manosphere»-Doku habe ich gemerkt, was ich wirklich für die Männer darin empfinde. Und was wir dagegen unternehmen können.
«Meine Frau nenne ich meine Spülmaschine», «Ich f*cke so viele Frauen, wie ich will, aber meine Ehefrau berührt keinen anderen Mann» oder «Ich bestimme, wann ich meinen Sch*anz in sie stecke»: Das sind Aussagen, die Manosphere-Influencer mit einem Millionenpublikum in der neuen Dokumentation «Inside the Manosphere» von Louis Theroux gemacht haben. Die Dok sorgt gerade weltweit für Entsetzen und zeigt Theroux beim Versuch, die Welt der «Red Piller» besser zu verstehen. Bei mir hat die Dokumentation aber ein ganz unerwartetes Gefühl ausgelöst.
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