Massage-Rechnung an Ex-Prinz Andrew wirft neue Fragen auf
In seiner Funktion als britischer Handelsbeauftragter soll Andrew vertrauliche Dokumente an Jeffrey Epstein weitergeleitet haben. Sollte er tatsächlich angeklagt und verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.
König Charles unterstützt die Ermittlungen, wie er in einem Statement deutlich machte. Dennoch werfen die neuesten Berichte kein gutes Licht auf das britische Königshaus.
Andrew-Rechnung bringt Royals in Bedrängnis
Neue Vorwürfe gegen Andrew beschäftigen jetzt Grossbritannien. Im Zentrum steht ein Termin im Buckingham-Palast aus dem Jahr 2000 und eine Rechnung über 75 Pfund, die laut eines Berichts der «Daily Mail» vom Konto der Royal Family beglichen wurde.
Demnach bestellte Andrew Mountbatten-Windsor im Juni 2000 die professionelle Masseurin Monique Giannelloni in ein Schlafzimmer des Palasts. Die Südafrikanerin gibt persönlich an, sie sei auf Empfehlung von Ghislaine Maxwell eingeladen worden. Sicherheitskontrollen habe es nach ihrer Darstellung nicht gegeben.
Giannelloni erklärt gegenüber der «Daily Mail», sie sei in das Zimmer geführt worden, wo Andrew zunächst einen Bademantel getragen habe. Nach einer kurzen Begrüssung sei er ins Badezimmer gegangen und nackt zurückgekehrt. Sie habe den Blick abgewandt und sei zunächst verlegen gewesen.
Abgesehen von diesem Moment beschreibt sie den damaligen Duke of York als «sehr freundlich und sehr gentlemanlike». Weitere Vorfälle habe es bei diesem Termin nicht gegeben.
Die Zeitung veröffentlichte eine Rechnung über 75 Pfund, die offensichtlich per Scheck von einem Coutts-Konto der Royal Family beglichen wurde. Unterzeichnet worden sei der Scheck von Andrews damaliger persönlicher Assistentin Charlotte Manley.
Finanzierten die Steuerzahler Andrews Exzesse?
Die neuen Enthüllungen fallen in eine Phase, in der Andrew ohnehin wieder zunehmend unter Druck steht. Zwei ehemalige Beamte behaupten kürzlich (via «Daily Mail»), dass während seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter zwischen 2001 und 2011 Kosten für Massagen und luxuriöse Reisen teilweise vom Steuerzahler getragen worden seien.
Ein ehemaliger Mitarbeiter gab an, er habe versucht, eine entsprechende Zahlung zu stoppen, sei jedoch überstimmt worden. Ein weiterer früherer Beamter sprach von überhöhten Ausgaben für Flüge, Hotels und Begleitpersonal.
Der Buckingham-Palast hatte in der Vergangenheit dagegen betont, Andrew habe während seiner Tätigkeit als Sonderbeauftragter «alle persönlichen Ausgaben» selbst getragen. Andrew selbst bestreitet bislang Fehlverhalten im Kontext seiner früheren Freundschaft zu Jeffrey Epstein.
