Video veröffentlicht: Ukraine bestätigt Angriffe auf zwei Tanker im Schwarzen Meer
Die Ukraine hat am Freitag zwei Öltanker im Schwarzen Meer mit Seedrohnen angegriffen. Das bestätigte eine Quelle innerhalb des Geheimdienstes SBU dem «Kyiv Independent». Ziel der Schiffe war demnach der russische Hafen von Noworossijsk. Demnach sollen die beiden Tanker in der Lage gewesen sein, Öl im Wert von bis zu 70 Millionen US-Dollar zu transportieren. Zum Zeitpunkt des Angriffs seien sie jedoch nicht beladen gewesen.
Dieses Video soll den Angriff zeigen:
Den Angaben zufolge war die gemeinsame Operation mit der ukrainischen Marine «erfolgreich». Der SBU veröffentlichte auch ein Video der Angriffe. Wie schwer der Schaden an den Schiffen ist, geht aus dem Bericht nicht hervor. Beide Tanker werden der russischen Schattenflotte zugerechnet, die der Umgehung von Sanktionen gegen russische Ölexporte dienen.
Türkische Behörden meldeten Feuer
Nach Angaben türkischer Behörden vom Freitag war Feuer an Bord der Tanker ausgebrochen. Der leere Tanker «Kairos» sei 28 Seemeilen vor der türkischen Küste aufgrund «externer Ursachen» in Brand geraten, erklärte die türkische Meeresbehörde DGM. Es habe eine Explosion gegeben. Alle 25 Besatzungsmitglieder seien wohlauf.
Ein zweiter Öltanker, die «Virat», habe gemeldet, «getroffen» worden zu sein, teilte die DGM mit. Sie machte keine Angaben dazu, um welche Art Treffer es gehe. Alle 20 Besatzungsmitglieder der «Virat» befänden sich in Sicherheit. Beide Öltanker fuhren nach Angaben der Webseite Vesselfinder unter gambischer Flagge. Das unabhängige, in Polen ansässige Nachrichtenportal Nexta meldete, dass im Funk von Drohnenangriffen gesprochen wurde.
Beide Schiffe stehen auf Sanktionslisten
Laut der Webseite «OpenSanctions» verhängten die USA im Januar dieses Jahres Sanktionen gegen die «Virat», gefolgt von der EU, der Schweiz, Grossbritannien und Kanada. Die EU verhängte dann im Juli dieses Jahres Sanktionen gegen die «Kairos», gefolgt vom Vereinigten Königreich und der Schweiz.
Die türkischen Behörden machten zunächst keine weiteren Angaben zu den Brandursachen.

