Putin bietet 10 Millionen Rubel Schuldenerlass für russische Rekruten
Weil Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine hohe Verluste zu beklagen hat, versucht Präsident Wladimir Putin mit einem Schuldenerlass neue Soldaten zu rekrutieren. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Am Montagabend verkündete der russische Präsident die Unterzeichnung eines neuen Dekrets: Personen, die sich zum Militärdienst verpflichten und deren Ehepartner werden von Schulden in Höhe von bis zu zehn Millionen Rubel (ca. 109'300 Schweizer Franken) befreit, schreibt «Reuters».
Diese Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. Mai. Auf die Eintreibung der Schulden muss jedoch vor diesem Datum ein rechtlicher Anspruch bestanden haben. Menschen können also nicht jetzt neue Schulden machen und diese dann im Krieg abarbeiten. Ausserdem müssen sich die Soldaten zu mindestens einem Jahr Militärdienst in der Ukraine verpflichten.
Gemäss einer Schätzung des Economist sind seit Beginn des Krieges bis zum 12. Mai zwischen 280'000 und 518'000 russische Soldaten gefallen. Die hohen Verluste erschweren es dem Regime, Kämpfer zu rekrutieren. Das neue Gesetz ist ein weiterer Versuch der Regierung, dem entgegenzuwirken. (nil)
