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19 Festnahmen nach Selbstmordanschlägen in Saudi-Arabien

08.07.2016, 04:4308.07.2016, 08:01
Anschlag in Medina: Dunkler Rauch steigt über dem Tatort auf.
Anschlag in Medina: Dunkler Rauch steigt über dem Tatort auf.
Bild: EPA/SAUDI PRESS AGENCY

Wenige Tage nach den Selbstmordattentaten in Saudi-Arabien sind 19 Verdächtige festgenommen worden. Zu ihnen zählten zwölf Pakistaner, teilte das Innenministerium am Donnerstag in Riad mit. Ausserdem seien die drei Selbstmordattentäter identifiziert worden, die sich in Medina, Katif und Dschiddah in die Luft gesprengt hatten.

Der Anschlag am Montagabend in Medina wurde demnach von einem 26-jährigen Saudiaraber verübt, der eine «Vorgeschichte des Drogenkonsums» gehabt habe, hiess es. Er hatte vor der Propheten-Moschee in der heiligen Stadt Medina vier Polizisten mit in den Tod gerissen.

Fast zeitgleich gab es in Katif einen ähnlichen Anschlag mit drei Toten. Bereits in der Nacht zuvor hatte sich ein Attentäter in Dschiddah in die Luft gesprengt. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt.

Saudi-Arabien ist in den vergangenen Jahren immer wieder zum Schauplatz von Anschlägen radikalislamischer Gruppierungen geworden. Eine Serie von Selbstmordattentaten in so kurzer Abfolge ist aber ungewöhnlich. Sie ereigneten sich zum Abschluss des islamischen Fastenmonats Ramadan.

Zu den Attentaten bekannte sich zunächst niemand. Die Dschihadistenmiliz «Islamischer Staat» («IS») hatte allerdings ihre Anhänger zu Anschlägen im Fastenmonat aufgefordert und sich zuletzt zu einer Reihe von Attentaten in mehreren Ländern bekannt. (sda/afp)

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