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Rakim Mayers alias ASAP Rocky of the US performs on the Montreux Jazz Lab stage during the 49th Montreux Jazz Festival, in Montreux, Switzerland, Thursday, July 16, 2015. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Rakim Mayers a.k.a. ASAP Rocky am Montreux Jazz Festival, 16. Juli 2015. Bild: KEYSTONE

ASAP Rocky in Schweden in U-Haft – schwarze Rapper klagen über Rassismus

Toni Lukic / watson.de



Die Verhaftung des Rappers ASAP Rocky ist mittlerweile zur Staatsangelegenheit geworden. Donald Trump twitterte am Wochenende, dass er auf Anfrage seines Spezis Kanye West den «sehr talentierten Premierminister Schwedens» anrufen werde, um zu versuchen, den Rapper aus dem Gefängnis zu holen. Nach seinem Gespräch mit dem Premierminister Stefan Löfven am nächsten Tag erklärte Trump, dass er persönlich für Rockys Kaution bürgen würde.

Daraufhin schaltete sich Justin Bieber auf Twitter ein: «Ich will meinen Freund draussen haben. Ich weiss es zu schätzen, dass Sie ihm helfen wollen. Aber während Sie schon dabei sind @realdonaldtrump, können Sie auch diese Kinder aus den Käfigen rauslassen?» Damit spielt er auf die Flüchtlingskinder an, die an der amerikanischen Grenze in Lagern festgehalten werden.

ASAP Rocky wird seit dem 2. Juli in einem schwedischen Gefängnis festgehalten, weil er am 30. Juni in eine Schlägerei verwickelt worden war. In zwei Videos ist zu sehen, wie Rockys Crew verfolgt wird und der 30-Jährige in die Kamera erklärt, dass er keine Probleme mit den Männern haben möchte.

Zwei Frauen kommen ebenfalls auf ihn zu und erklären, dass die beiden sie an den Hintern gefasst hätten. In einem dritten Video sieht man dann, wie Rocky einen der Männer über den Boden schleift und auf ihn eintritt. Wegen Fluchtgefahr sitzt Rocky nun in Untersuchungshaft und darf auch nicht gegen Kaution raus.

Es folgten viele Solidaritätsbekundungen und noch mehr Anschuldigungen gegen die schwedischen Behörden. Der New Yorker Kongressabgeordnete und Jurist Adriano Espaillat erklärte gegenüber Complex, dass Rocky nicht die Möglichkeit gehabt hätte, unmittelbar nach seiner Verhaftung die amerikanische Botschaft zu erreichen.

Andere Rapper erklärten im Zuge der Berichterstattung, dass sie unverhältnismässig schlecht von den Behörden in Schweden behandelt worden seien. Migos-Rapper Quavo erklärte in einem kurzen Interview mit dem Promiportal TMZ: «Schweden hat uns auf dem Bordstein liegen lassen. Wir waren gerade erst in Schweden angekommen, sofort hatten sie mich und meinen Kameramann auf dem Bordstein liegen, und sie versuchten auch, uns einzusperren», erinnert er sich. «Sie liessen uns gehen, es ist, was es ist. Schweden ist wirklich hart.»

Quavo schildert seine Erfahrungen in Schweden

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Video: YouTube/TMZ

Der New Yorker Rapper Rich the Kid äusserte sich in einem Tweet: «Ich war schon einmal in Schweden eingesperrt, die Polizei überfiel mein Zimmer, es war schrecklich. Free Rocky ASAP.»

«Mo Bamba»-Rapper Sheck Wes teilte ebenfalls eine Erfahrung in Schweden: «Die Polizei durchsuchte mich und die ganze Gang in Schweden, zog meine Männer ohne Einverständnis aus und durchsuchte sie, wir mussten es über uns ergehen lassen. Die Scheisse war aggressiv und das ist abgefuckt. Die Polizei in EUROPAs Ländern versucht immer, Exempel an Touristen zu statuieren, die nicht robust sind.»

Rapper Tyler The Creator schrieb eine Woche nach der Festnahme Rockys: «Kein Schweden mehr für mich, nie wieder.»

Schon vor vier Jahren filmte sich Snoop Dogg auf einem schwedischen Polizeirevier und warf den Polizisten Racial Profiling vor. Bei einer Strassenkontrolle war er gestoppt worden und wegen Verdachts auf Drogenmissbrauch vorübergehend festgenommen worden. Weil die Urinprobe ergab, dass er tatsächlich clean war, durfte er wieder gehen. «Tut mir leid, Leute, aber ich gehe nie wieder in euer Land zurück.»

Interessant ist, dass der weisse Rapper G-Eazy im Vergleich zu seinen dunkelhäutigen Kollegen eine sehr viel mildere Behandlung bekam. Im Mai 2018 soll er sich in einem Stockholmer Nachtclub laut Bericht von TMZ aggressiv verhalten haben. Ein Türsteher soll ihm gesagt haben, dass er sich beruhigen soll. Daraufhin soll er den Türsteher mehrfach geschlagen haben. Die Polizei verhaftete ihn und fand auch Kokain bei ihm.

Am nächsten Tag hatte er eine Anhörung im Stockholmer Bezirksgericht, wo er sich wegen der folgenden drei Anklagen schuldig bekannte: «Gewalttätiger Widerstand, Verbrechen der Gewalt gegen einen Beamten sowie illegaler Drogenbesitz.» Wie das «E!-Magazine» berichtet, soll er ohne Gefängnisaufenthalt entlassen worden sein und mit einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 10'000 Dollar und einer Zahlung von 800 bis 900 Dollar an den Türsteher, davongekommen sein. Vier Tage nach dem Vorfall performte er planmässig in Kopenhagen in Dänemark.

Der dunkelhäutige britische Rapper Skepta erklärte in einem Interview mit »NME« auf die Frage, was er von der Situation bezüglich der Verhaftung Rockys in Schweden halte: »Sie werden ein Exempel an uns schwarzen Künstlern statuieren.« Wen er genau mit »sie" meinte, liess er offen. Dennoch scheinen die Vorwürfe des Racial Profilings nicht komplett unbegründet zu sein.

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24
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24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Janis117 23.07.2019 16:27
    Highlight Highlight Und heute fluchte mich prompt ein Ami an, was wir denn für harte Gesetze und Polizisten haben...

    Sweden = Switzerland :D
  • Cédric Wermutstropfen 23.07.2019 14:43
    Highlight Highlight „Schon vor vier Jahren filmte sich Snoop Dogg auf einem schwedischen Polizeirevier und warf den Polizisten Racial Profiling vor.“

    Also jemanden zu filzen, der seinen Drogenkonsum ständig zelebriert (vermutlich damit er seine eigene schlechte „Musik“ erträgt), macht irgendwie noch Sinn. Das hat doch nichts mit Racial Profiling zu tun.
  • PrivatePyle 23.07.2019 14:24
    Highlight Highlight Die Typen, welche Rocky verfolgten wirken im Video ziemlich aggressiv und provokant. Angeblich haben sie auch noch Frauen sexuell belästigt.
    Ganz ehrlich, da kann ich die Reaktion des Rappers verstehen. Man muss sich nicht alles bieten lassen. Allerdings braucht er sich dann auch nicht zu wundern, dass er mit der schwedischen Justiz Ärger bekommt.
    • Me:ish 23.07.2019 19:19
      Highlight Highlight Und doch, sich im eigenen Land von einem Ausländer/Tourist sagen lassen müssen, welchen Weg man zu gehen hat? Der könnte mich auch kreuzweise.
  • LCT 23.07.2019 14:13
    Highlight Highlight Jaja, man schlägt auf Leute ein, welche bereits am Boden liegen und erwartet, dass man einfach so davonkommt. Die Promi-Ansprüche halt.

    Das Snoop Dogg damals einen negativen Urintest abgeben haben sollte, überraschte mich tausend mal mehr. Wurde er damals wirklich auf THC getestet? Falls ja, sollte sich die schwedische Polizei neue Messgeräte zutun. xD
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.07.2019 15:01
      Highlight Highlight Die Urintests sind schlicht und ergreifend vollkommener Schwachsinn.
      Mehrfach verschiedenste getestet. Fazit: 80% zeigen falsch an.
    • LCT 23.07.2019 16:07
      Highlight Highlight @Planet Escoria:

      Schöns wär's. Ich könnte dir ein Liedchen davon singen, wie gut diese funktionieren. Vorallem im Kanton Bern.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.07.2019 17:22
      Highlight Highlight Nun, es ist einfach ziemlich schräg.
      Ich bekomme von Zeit zu Zeit entsprechende Tests von befreundeten Polizisten. Besonders die Tests mit multipler Anzeige haben sich als extrem unzuverlässig herausgestellt.
      Aufgrund meiner Medikation und meines Konsums von Cannabis müssten die eigentlich positiv auf Cannabis und Amphetamine (Bupropion) sein. Auf Cannabis hat bis heute keiner angeschlagen und 3 auf Amphetamine. Der Rest waren hauptsächlich falschpositive und falschnegative Ergebnisse. Vielleicht liegts auch daran dass mein Körper die meisten Stoffe sehr schnell abbaut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schlange12 23.07.2019 13:54
    Highlight Highlight Es freud mich wirklich, dass die schwedische Polizei welche als so human und sozial gilt richtig durchgreift. Nicht das ich für ein Law and Order- Stadt bin, aber die zackige Gangart find ich gut. Hat sich nicht Trump vor zirka zwei Jahre darüber beklagt das der schwedische Stadt nicht richtig durchgreifen.
  • alessandro 23.07.2019 13:50
    Highlight Highlight Man kann von Bieber halten was man will, aber ich möchte mehr solche Tweets der grossen Plattformbesitzer sehen, welche der Öffentlichkeit eine Opposition zu den Trumptweets bieten.
  • Mynamesjeff 23.07.2019 13:39
    Highlight Highlight ASAP hockt nun offiziell hinter schwedischen gardinen... BADUMTSS...
  • Judge Dredd 23.07.2019 12:56
    Highlight Highlight Nach jemandem zu treten der am Boden liegt würde auch hierzulande ein Verfahren wegen des Verdachtes der (Versuchten, falls keine Verletzungen vorhanden) schweren Körperverletzung nach sich ziehen. Das wiederum ist ein schwerer Angriff auf das höchste Rechtsgut das wir kennen, Leib und Leben.

    Insofern ist der Vergleich mit einer tätlichen Auseinandersetzung mit einem Türsteher nicht vergleichbar, da die Gefährdung ungleich kleiner sein dürfte.
    Anyway, anhand derart dürftiger Kenntnise des Sachverhaltes ist alles Spekulation.
  • Samzilla 23.07.2019 12:05
    Highlight Highlight Sexismus oder Rassismus scheint im 2019 wohl der einzig mögliche Grund für alle Aktionen von allen Menschen zu sein.

    Profi-Tipp: Es könnte helfen, sich an die Gesetze zu halten....

    Der Vergleich mit G-Eazy hinkt auch ein Wenig. "Am nächsten Tag ... schuldig bekannte" und so...
    • swilly 23.07.2019 12:27
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Bud Spencer 23.07.2019 12:02
    Highlight Highlight Schon traurig, dass als US-Amerikaner deine Connections mehr zählen, als deine Taten.
  • Basti Spiesser 23.07.2019 11:47
    Highlight Highlight Und Trump macht sich stark, ihn da rauszuholen. Was für ein Rassist 😉
    • JoeyOnewood 23.07.2019 12:12
      Highlight Highlight Trump ist Opportunist, das ist fast noch gefährlicher. Schon mal eine seiner Rallies geschaut? Rassismus gehört definitiv zu seinem Repertoire.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 23.07.2019 13:05
      Highlight Highlight Ablenkung
  • Xonic 23.07.2019 11:47
    Highlight Highlight Ist doch alles mimimimi ohne den genauen Hergang zu kennen.
    Sich über die Polizei in Europa zu beklagen während in den USA willkürlich Menschen vom eben dieser erschossen werden ist lächerlich.
    • swilly 23.07.2019 12:23
      Highlight Highlight Sich über die europäische Polizei zu klagen kann man auch wenn die eigene Polizei Mist baut. Unrecht ist unrecht, egal von wem und wie es begangen wird. Verstehe solches denken echt nicht.
    • Wat Sohn 23.07.2019 14:00
      Highlight Highlight ob das alles mimimimi ist oder nicht, ist wirklisch schwierig zu beurteilen.

      Aber nur weil die Polizei in den USA am Laufmeter (vor allem schwarze) Menschen abknallt, heisst das noch lange nicht, dass man die Polizei in Europa nicht kritisieren kann! Wir düfen durchaus höhere Massstäbe an unsere Polizei haben, als die über dem Teich!

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