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Zuhause im Kriegsgebiet: Rebellen aus Aleppo wollen die umkämpfte Stadt nicht verlassen. 
Zuhause im Kriegsgebiet: Rebellen aus Aleppo wollen die umkämpfte Stadt nicht verlassen. 
Bild: KHALIL ASHAWI/REUTERS

Rebellen lehnen Abzug aus Aleppo ab: «Das eigene Land zu evakuieren, kommt nicht infrage»

19.10.2016, 06:24

Trotz einer Feuerpause durch Russland und das syrische Regime wollen Rebellen die umkämpfte syrische Grossstadt Aleppo nicht verlassen. «Das ist ihr Land. Sie werden es nie verlassen oder sich ergeben», sagte Usama Abu Seid, Berater der Freien Syrischen Armee (FSA).

«Das eigene Land zu evakuieren, kommt nicht infrage», sagte er im Namen der moderaten Rebellengruppe. Auch zwei weitere Gruppen schlossen einen Abzug aus. Dies käme einer Kapitulation gleich, sagte ein Sprecher der Fastakim-Gruppe in Aleppo.

Ein Befehlshaber der Islamistengruppe Ahrar al-Scham kündigte die Fortsetzung des Kampfes an. In Aleppo gebe es keine Terroristen. Die Rebellen in Ost-Aleppo haben wiederholt erklärt, mit Al-Kaida verbündete Gruppen spielten in dem von ihnen gehaltenen Stadtgebiet keine Rolle.

«Geste des guten Willens»

Russland und Syrien hatten am Dienstag überraschend ihre Luftangriffe auf Aleppo ausgesetzt. Der russische Aussenminister Sergej Lawrow bezeichnete die Feuerpause als «Geste des guten Willens».

Die Zeit solle genutzt werden, um moderate Rebellen und Terroristen in der Stadt zu entflechten, forderte er. Bereits am Montagabend hatten die Verbündeten Russland und Syrien einseitig eine achtstündige «humanitäre Pause» für diesen Donnerstag in Aleppo angekündigt.

In den Rebellengebieten im Osten der Stadt sollen noch rund 250'000 Menschen leben. Sie leiden unter einem Mangel an Nahrungsmitteln, Trinkwasser und medizinischer Versorgung. (leo/sda/dpa)

Aleppo ist ein Trümmerfeld:

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Aleppo ist ein Trümmerfeld (Update 13.12.16)
quelle: ap/ap / hassan ammar
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