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US-Senator: US-Munitionsvorräte stark aufgebraucht

Sen. Mark Kelly, D-Ariz., speaks with reporters outside the E. Barrett Prettyman Federal Courthouse, Thursday, May 7, 2026, in Washington. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
Kelly Hegseth
US-Senator Mark Kelly ist erstaunt über den grossen Munitionsverschleiss.Bild: keystone

US-Senator: US-Munitionsvorräte stark aufgebraucht

10.05.2026, 22:2510.05.2026, 22:25

Die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs sind nach Worten eines US-Senators stark aufgezehrt. Es sei «schockierend ist, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben», sagte Mark Kelly in der CBS-Sendung «Face The Nation» und fügte an, dass US-Präsident Donald Trump die USA in einen Krieg «ohne strategisches Ziel, ohne Plan, ohne Zeitplan» hineingezogen habe.

Als Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses hatte das Pentagon den Senator aus Arizona über bestimmte Munitionsarten informiert – nach Kellys Aussage gehörten dazu etwa Angaben zu Raketen der Typen Tomahawk, ATACMS, SM-3 oder für Patriots. Es werde «Jahre» dauern, um diese Bestände wieder aufzubauen. Konkrete Angaben machte Kelly nicht.

Kelly warnte, dass die USA womöglich im Falle eines längeren Angriffs nicht in der Lage wären, ihr Land zu verteidigen. Die Vereinigten Staaten würden sich dann in einer schlechteren Lage befinden, «als wir es sonst wären, wenn dieser Krieg im Iran nicht stattgefunden hätte».

Kelly bezeichnet Vorstoss für Pentagon-Haushalt als «unverschämt»

Derzeit versucht das Pentagon, eine deutliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben genehmigt zu bekommen. Der Haushaltsentwurf der Trump-Regierung sieht für das Haushaltsjahr 2027 knapp 1,5 Billionen US-Dollar für Verteidigungsausgaben vor. Kelly bezeichnete dies als «unverschämt». Das Budget des Pentagons habe bei seinem Start im Senat vor fünfeinhalb Jahren bei 700 Milliarden Dollar gelegen, sagte er weiter bei «Face The Nation».

Dem Pentagon zufolge hatte der Iran-Krieg die Vereinigten Staaten bis Ende April etwa 25 Milliarden US-Dollar (knapp 21,4 Mrd Euro) gekostet. Dies seien schätzungsweise alle Ausgaben, die seit Beginn der Operation «Epic Fury» angefallen seien. Der grösste Teil des Geldes davon sei für Munition aufgewendet worden. (sda/dpa)

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