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«Vom Volk verlangt» – Türkei will beim Entscheid über die Todesstrafe nicht auf die EU hören



Die türkische Regierung will sich bei der Entscheidung über eine Wiedereinführung der Todesstrafe nicht von der EU leiten lassen. Justizminister Bekir Bozdag sagte am Freitag dem Sender CNN Türk, das Volk verlange die Todesstrafe.

Dies werde auch in Betracht gezogen. «Wir werden diese Forderung auf der Grundlage des Rechts prüfen, nicht auf der Grundlage dessen, was die EU sagt», sagte Bozdag.

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In der EU war die Debatte über die Todesstrafe auf scharfe Kritik gestossen. «Die EU erinnert daran, dass die unmissverständliche Zurückweisung der Todesstrafe ein wesentlicher Bestandteil des gemeinsamen Rechtsbestandes der Union ist», erklärten etwa die Aussenminister der Union.

Mehrere EU-Politiker haben zudem deutlich gemacht, dass eine Wiedereinführung der Todesstrafe ein Ende der Beitrittsgespräche mit der Türkei bedeuten würde. Hintergrund der Überlegungen in der Türkei ist der Putschversuch, bei dem in der vergangenen Woche mehr als 230 Menschen getötet wurden. (dwi/sda/reu)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • kEINKOmmEnTAR 22.07.2016 19:15
    Highlight Highlight Gut dann sehen wir ja mal ein ob die EU endlich die Eier hat und der Türkei eine Mitgliedschaft verweigert.
    • rodolofo 22.07.2016 20:07
      Highlight Highlight Meinst Du das ironisch?
      Die EU hat bisher der Türkei die Mitgliedschaft verweigert, was nur konsequent ist.
      Darum sind ja diese Volkstürken (im Unterschied zu den Volchsschwiizern) beleidigt und zutiefst gekränkt!
      Jetzt sagen sie in etwa: "Ihr wolltet uns nicht haben. Darum "täubeln" wir jetzt wild herum und schaffen die Hölle auf Erden! Das habt Ihr jetzt davon! Ihr seid schuld! Ihr und die Terroristen!
      Jawohl, Ihr Westler seid die Ober-Terroristen!"
      Und ich habe immer gedacht, wir seien die Ober-Touristen...
    • kEINKOmmEnTAR 22.07.2016 20:43
      Highlight Highlight Irgendwie fehtl mir bei deinem Kommentar der rote Faden, keine Ahnung was deine Aussage ist.

      Und nein ich meine meinen Kommentar nicht ironisch.
    • rodolofo 22.07.2016 20:54
      Highlight Highlight Also nochmals:
      Die EU HAT der Türkei bisher die Mitgliedschaft verweigert und reagiert zunehmend schärfer auf die Faschistische Machtübernahme durch Erdogan's Leute.
      Ähnlich wie im Umgang mit Russland balanciert die EU zwischen Gesprächen und Sanktionen, wie die Ablehnung der Visa-Freiheit für TürkInnen in den EU-Ländern.
      Ich habe den Verdacht, dass Erdogan vor seinem "Putsch nach dem Putschversuch" und der verschärften Repression gegen unabhängige Medien und den Rechtsstaat von Putin Russische Unterstützung zugesichert bekommen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 22.07.2016 18:29
    Highlight Highlight ... Falls es eintreffen sollte, wäre es gut, es bei Erdogan auszuprobieren. Um sicher zu stellen, dass es auch funtioniert.
  • rodolofo 22.07.2016 17:01
    Highlight Highlight Den mit dem "Volk", das dieses und jenes verlangt, kennen wir doch!
    Was ist mit den 48% TürkInnen, die NICHT AKP gewählt haben? Gehören die nicht zum Volk?
    Ach ja, das sind ja die Verräter und Terroristen!
    Und das Volk verlangt, dass man diese töten muss, weil sie es gewagt haben, etwas Anderes zu wählen, oder zu sagen, oder zu denken, was das Volk wählt und sagt und denkt, jedenfalls der gesunde Teil des Volkes.
    Die Anderen, welche die Todesstrafe nicht wollen, sind ja Viren und Krebszellen, keine Menschen!
    Also hört nicht auf sie!
    Schlagt ihnen den Kopf ab!
    Türkischer Präsident (nicht IS...)

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