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China warnt vor US-Aufenthalt von Taiwans Vizepräsident

China warnt vor US-Aufenthalt von Taiwans Vizepräsident

18.07.2023, 09:0818.07.2023, 09:08

China hat vor einem möglichen Zwischenstopp des taiwanischen Vizepräsidenten und Präsidentschaftskandidaten William Lai in den USA gewarnt. «China ist entschieden gegen jede Form des offiziellen Austauschs zwischen den USA und Taiwan», sagte eine Sprecherin des Pekinger Aussenministeriums. US-Aussenminister Blinken wies die Kritik aus Peking am Montag (Ortszeit) zurück. Solche Zwischenlandungen seien «Routine» und sollten für China absolut kein Grund für «provokative Aktionen» sein.

Taiwan's Vice President Lai Ching-te, also known as William Lai, delivers a speech during a press conference in Taipei, Taiwan, Wednesday, April 12, 2023. Taiwan?s pro-independence ruling Democra ...
William Lai.Bild: keystone

Es wird erwartet, dass Lai im Rahmen einer Reise zur Amtseinführung des neuen paraguayischen Präsidenten Santiago Peña Mitte August in den USA Station machen wird. Die Sprecherin des Pekinger Aussenministeriums fügte hinzu, gegen den geplanten Besuch Lais sei in Washington formell Protest eingelegt worden. China werde «die Entwicklungen genau beobachten und entschlossene und energische Massnahmen ergreifen, um seine nationale Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen».

Die kommunistische Führung in Peking betrachtet das unabhängig regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. China versucht, Taiwan international zu isolieren und lehnt offizielle Kontakte anderer Länder mit Taiwan strikt ab. Wie die meisten Länder der Welt unterhalten auch die USA keine Botschaft in Taiwan. Allerdings gibt es eine Vielzahl informeller Kontakte, die Peking ebenfalls verärgern.

Im April reagierte Peking mit Militärübungen, als Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen bei einem US-Zwischenstopp mit dem Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, zusammentraf. (saw/sda/dpa)

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3 Kommentare
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Kann Europa Trump in die Knie zwingen?
China hat vorgemacht, wie man den US-Präsidenten zu TACO-Trump degradiert.
Als Donald Trump Xi Jinping mit dem grossen Zollknüppel drohte, blieb der chinesische Präsident ganz cool. Er stoppte den Export der Seltenen Erden, auf die China ein Quasi-Monopol besitzt, und weil ohne diese Erden weder moderne Autos noch Elektrogeräte hergestellt werden können, und weil es mehrere Jahre dauert, um das chinesische Monopol zu knacken, wurde Trump sogleich kleinlaut, willigte in einen vernünftigen Deal mit China ein und handelte sich den Übernamen TACO-Trump ein, was bedeutet, Trump zieht am Schluss immer den Schwanz ein.
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