International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Minderjährige verüben Selbstmordanschläge in Nigeria und töten Dutzende



In Nigeria sind bei zwei Selbstmordanschlägen am Dienstag dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden sprachen von mindestens 26 Toten; Rettungshelfer bezifferten die Zahl dagegen auf mehr als 60.

Bei den Attentätern handelte es sich laut Augenzeugen um Minderjährige; ihre Taten waren zeitlich aufeinander abgestimmt. Sie ereigneten sich in der Stadt Mubi, die schon öfter Ziel von Anschlägen der Islamistenmiliz Boko Haram war.

Nach Angaben eines Anwohners zündete der erste Attentäter seinen Sprengsatz «fünf Minuten vor dem Beginn des Gebets» an der Moschee am Rande des Marktes. Der zweite Attentäter sprengte sich inmitten der Menge aus Gläubigen, Händlern und Kunden in die Luft, die nach der ersten Explosion in eine Ecke des Marktes geflohen waren.

Viele der Toten wurden den örtlichen Gepflogenheiten folgend umgehend bestattet. Anwohner berichteten von mehr als 60 frischen Gräbern. «Das war der schlimmste Anschlag, den Mubi je erlebt hat», sagte Anwohner Muhammad Hamidu. «Der Verlust an Menschenleben ist unvorstellbar.»

Anschlag einen Tag nach Besuch von Präsident bei Trump

Der Doppelanschlag ereignete sich nur einen Tag nach dem Besuch von Nigerias Staatschef Muhammadu Buhari bei US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus. Trump hatte seinem Gast weitere Unterstützung im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Boko Haram zugesagt. Nigeria hat kürzlich ein Dutzend Kampfflugzeuge in den USA für umgerechnet rund 500 Millionen Franken bestellt. Trump kündigte bei Buharis Besuch an, dass demnächst auch ein Kaufvertrag für US-Kampfhelikopter zustande kommen könnte.

Die Islamistenmiliz Boko Haram kämpft seit zehn Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten des Landes. In dem Konflikt wurden bisher mindestens 20'000 Menschen getötet und 2.6 Millionen in die Flucht getrieben. Immer wieder verüben die Boko-Haram-Kämpfer Anschläge und Überfälle auf Dörfer, Kirchen, Moscheen, Schulen, Sicherheitskräfte, Politiker und Behördenvertreter. (sda/reu/afp)

Boko Haram – Nigerias Terror in Fakten

Das könnte dich auch interessieren:

Wir wollen viel zu viel: Sexbots, die was fühlen und geklonte Mammuts

Link to Article

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Link to Article

5 Hashtags, die viral gingen und tatsächlich etwas verändert haben

Link to Article

Lieber Arno, ich glaube leider, es ist wirklich an der Zeit zu gehen

Link to Article

27 Witze, die jeden Nerd zum Schmunzeln bringen

Link to Article

Vormarsch der Demokraten: Es gab doch eine «Blaue Welle» bei den Midterms

Link to Article

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Friedensnobelpreis – die «IS»-Sklavin und der Mann, der Frauen repariert

Nadia Murad hatte mit ihrer Familie ein friedliches Leben am Rande des Sindschar-Gebirges geführt, bevor die Dschihadisten kamen. Doch als die gefürchtete Miliz «Islamischer Staat» («IS») im August 2014 Murads Dorf im Nordirak erstürmte, wurde sie wie tausende andere jesidische Frauen als Sexsklavin verschleppt.

Erst nach Monaten gelang ihr die Flucht. Seitdem setzt sie sich unermüdlich für die Rechte der Jesidinnen und gegen sexuelle Gewalt weltweit ein – ein Engagement, das nun mit dem …

Artikel lesen
Link to Article