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Thailand

Thailands Mönche sind zu dick, weil sie alle Opfergaben aufessen müssen

Gläubige übergeben den Thai-Mönchen gekochte Speisen und Süssigkeiten.
Gläubige übergeben den Thai-Mönchen gekochte Speisen und Süssigkeiten. bild: shutterstock

Thailands Mönche sind zu dick, weil sie alle Opfergaben aufessen müssen

Die buddistischen Mönche ernähren sich von Natural-Spenden und müssen diese noch vor dem Nachmittagsfasten «verputzt» haben.
10.11.2019, 11:3810.11.2019, 14:22

Thailands nationale Gesundheitsbehörde geht davon aus, dass jeder zweite der rund 349'000 Mönche übergewichtig oder sogar fettleibig ist. «Schwergewichtige Thai-Mönche suchen Erleuchtung», titelt der britische Economist.

Das Problem der Mönche, die nach strengen Regeln leben: Sie dürfen sich nur von Almosen der Gläubigen ernähren und müssen diese jeden Tag vor Mittag konsumieren.

Früh am Morgen strömen sie in ihren leuchtend orangefarbenen Gewändern aus den Tempeln. Bereit, die kulinarischen Opfergaben zu sammeln, schreibt der «Economist».

Dabei dürfen die Männer nicht wählerisch sein, sie sollen nicht kund tun, was ihnen am besten mundet.

Eifrige Gläubige verteilen reichhaltige Mahlzeiten oder zuckerhaltige Snacks, um zu gefallen.

Kommt hinzu, dass einige Mönche gern zu Süssgetränken greifen während des langen Nachmittagsfastens.

All dies habe dazu geführt, dass die Bäuche vieler Mönche so rund seien wie ihre Bettelschalen, heisst es.

Den Tempel reinigen

Die Verantwortlichen haben das Problem erkannt und versuchen mit sanften Massnahmen gegenzusteuern.

Vor zwei Jahren sei eine «Gesundheits-Charta» erschienen, um die Mönche und diejenigen, die spenden, zu ermutigen, mehr über Ernährung und Bewegung nachzudenken.

Es wurden auch geeignete körperliche Aktivitäten gesucht und gefunden, wie das Gehen und Reinigen des Tempels. Seit einem Jahr bietet das thailändische Gesundheitsministerium zudem Ernährungsberatung für Mönche an.

«Gebet und Meditation verbrennen nicht viele Kalorien, aber Mönche sollen auch keine Fitness-Freaks werden», bringt der Economist die Zielsetzung auf den Punkt.

(dsc)

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