International
Tier

Tausende Rinder aus Uruguay auf Schiff vor Türkei gefangen

Tausende Rinder aus Uruguay auf Schiff vor Türkei gefangen

14.11.2025, 07:2214.11.2025, 07:22

Tausende Rinder aus Uruguay müssen seit Wochen an Board eines Schiffes vor der türkischen Küste ausharren. Der Viehtransport dürfe unter anderem wegen fehlender Dokumente nicht in der Türkei ausladen, teilte das Kommunikationsdirektorat des Landes mit. Mindestens 48 der 2900 Tiere an Board seien bereits verendet, sagte die deutsche Tierschutzorganisation Animal Welfare Foundation unter Berufung auf Angaben von vor einer Woche. Es sei zu erwarten, dass die Zahl inzwischen deutlich gestiegen sei.

A cow stands next to her newborn calf Friday, Oct. 17, 2025, in Eminence, Ky. (AP Photo/Joshua A. Bickel)
Climate Black Vultures Livestock
An Bord seien insgesamt 2900 Tiere. (Symbolbild)Bild: keystone

Laut der Organisation stach das Viehtransportschiff Spiridon II vor knapp zwei Monaten in See und kam am 22. Oktober vor der Küste der Stadt Bandirma im Marmarameer an. Einen Tag zuvor hätten 15 Unternehmen den Import der Tiere beantragt, teilte das türkische Kommunikationsdirektorat mit. Weil aber etwa Chips oder Ohrmarken fehlten und 469 der Tiere nicht mit zuvor eingereichten Listen übereinstimmten, sei dies abgelehnt worden. Dagegen hätten die Antragssteller Einspruch eingelegt.

Die Tiere müssten sofort tierärztlich untersucht und entladen werden, forderte Animal Welfare Foundation an die zuständigen Behörden gerichtet. Der Schiffseigner hatte sich nach der Ablehnung an die Tierschützer gewandt. Da auf Aufnahmen schwarz-weisse Tiere zu sehen seien, dürfe es sich um Tiere aus der Milchindustrie handeln, hiess es.

Zu Beginn der Woche durfte das Schiff kurz andocken. Auf Bildern war zu sehen, wie dabei etwa Heuballen aufgeladen wurden. Die Situation an Board sei dennoch denkbar schlecht, so die Tierschützer. Man gehe davon aus, dass Futter und Wasser knapp seien, auch die Belüftung solcher Schiffe sei insbesondere in den tiefergelegenen Decks nicht gut. Sie seien zudem nicht darauf ausgerichtet, die Tiere so lange zu beherbergen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Adventskalender 2025
1 / 12
Adventskalender 2025

Ob Beauty, Alkohol oder Spiele: bei den Adventskalendern 2025 ist für jeden etwas dabei.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
USA: Diese Kuh geht am liebsten auf dem Scheunendach spazieren
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Skip Bo
14.11.2025 10:20registriert August 2014
Diese Lebendverschiffungen sollten nicht gestattet sein. Tiertransporte sind hier zurecht auf 8 Stunden beschränkt und solche Schiffstransporte dauern 8 Wochen. Das ganze nur um eine mittelalterliche Schlachttradition durchzuführen.
451
Melden
Zum Kommentar
avatar
Elpolloloco
14.11.2025 10:12registriert Dezember 2016
Ja und in der Türkei erwartet sie - so sie denn anlegen können - ein sinnlos schmerzhafter, völlig unzeitgemässer Tod.
335
Melden
Zum Kommentar
8
Erschossene US-Bürgerin: Die Folge einer kompletten Irrsinns-Politik
In Minneapolis erschoss gestern Mittwoch ein ICE-Mitarbeiter die US-Bürgerin Renee Nicole Good. Ein Agent hatte die 37-Jährige aufgefordert, aus ihrem Fahrzeug zu steigen. Als sie davonfahren wollte, eröffnete ein anderer das Feuer. Der vor ihrem Wagen positionierte Mann tötete Good mit gezielten Schüssen in den Kopf. Die Tat ereignete sich inmitten eines Wohnquartiers.
Zur Story