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Ein Steinmaennchen am neu gestalteten Elsaesserrheinweg, fotografiert in Basel am Samstag, 23. April 2016. Der neu eroeffnete, grenzueberschreitende Rheinuferweg fuehrt von der Dreirosenbruecke in Basel bis zur Dreilaenderbruecke in Huningue und Weil am Rhein. Der Bau kostete auf Schweizer Seite gut 27 Millionen Franken. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ein Steinmännchen am Rhein in Basel. Bild: KEYSTONE

Darum zerstören Umweltaktivisten in Teneriffa gerade Hunderte Steinmännchen



Sie sind ein beliebtes Fotosujet: Die aufeinander gestapelten Steine am Wegesrand. Man findet sie in den Schweizer Bergen – aber auch am Strand von Teneriffa. Jeder der an einem Steinmännchen vorbei geht, soll einen weiteren Stein dazulegen. Den Brauch gibt es schon seit Jahrhunderten.

Doch damit soll nun Schluss sein. Zumindest wenn es nach Umweltaktivisten in Spanien geht. Diese haben in einer medienwirksamen Aktion vergangene Woche Hunderte von Steintürmchen am Strand von Plaja Jardiín in Puerto de la Cruz zerstört.

«Unter den Steinen leben Tiere wie Spinnen, Insekten oder Eidechsen, die ohne Steine kein Obdach haben», erklärt Pedro Luis Sánchez in einem YouTube-Video. Man wolle den Touristen nicht den Spass verderben, doch diese sollen die Natur respektieren. Die Steinmännchen würden nicht nur den Tieren den Lebensraum nehmen, sondern auch Pflanzen schädigen, weil sie durch das Abtragen der Steine entwurzelt würden.

Der WWF unterstütz die Aktion der Umweltaktivisten. «Wer in der Natur unterwegs ist, sollte sich bewusst sein, dass er sich gewissermassen im Zuhause anderer bewegt», sagte ein Sprecher gegenüber «Spiegel Online». Der WWF-Sprecher fragte sich zudem «warum man als erwachsener Mensch überhaupt mit Steinen herumspielen muss – und warum viele überall ihre Spuren hinterlassen müssen.»

(ohe)

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49
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49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fairness 06.08.2019 10:18
    Highlight Highlight Die Betontürme daneben sind einiges schlimmer!
  • Der Tom 06.08.2019 09:58
    Highlight Highlight Das ist gut. Es gab schon fast keine losen Steine mehr. Jetzt kann man wieder viel leichter diese Türme bauen...
  • wilhelmsson 06.08.2019 09:44
    Highlight Highlight Wieso kann man die Natur nicht so geniessen, wie sie ist und muss daran erinnert werden, dass bereits hunderte vor einem dort waren. Besonders kreativ ist das Nachmachen nicht. Spinnen und Insekten sind zudem nicht einfach Viecher, sondern ein zentraler Bestandteil des Ökosystems. Das Beispiel ist wohl dennoch nicht so gravierend wie andererenorts und natürlich gibt es grössere Probleme, was aber nicht bedeuten soll, die kleinen nicht zu beachten. Was spricht dagegen ein Türmchen zu bauen und die Steine wieder zu verteilen? Ist auch nicht optimal, aber das Ausmass hielte sich in Grenzen.
  • Hierundjetzt 06.08.2019 09:31
    Highlight Highlight Spinnen haben ein Bewusstsein Ihres Selbst und wählen bei Geburt einen Stein aus. Da leben Sie dann bis ins hohe Alter.

    Klar.

    Und jetzt hopp WWF die Spanier leiten 60% der Abwässer ungeklärt ins Mittelmeer, mal eine Kläranlage hinstellen, hm?
  • Lucie Weisswas 06.08.2019 09:22
    Highlight Highlight Manche Menschen brauchen wirklich einen Job, der sie auslastet!
  • Frausowieso 06.08.2019 08:47
    Highlight Highlight In UK müssen wir diese Steinmännchen auch regelmässig beseitigen. Überall stellen Touris sie auf. Hauptsache, es gibt ein tolles Instabild. Dazu kommt noch der ganze Abfall, den Touris für die Feen dalassen. Da wird jeglicher Plastikmüll als "Geschenk" deponiert. Menschen sind Herdentiere, die jeden Scheiss nachmachen ohne eine Sekunde darüber nachzudenken
  • artyfrosh 06.08.2019 08:32
    Highlight Highlight Der einizige Grund wieso man sowas macht, ist um auch in international Melden zu kommen. Die Umweltschützer haben natürlich recht, dass Tiere und Pflanzen lieber keine Türmchen hätten. Aber es grenzt an irrsinn, eine solche Masse an Leute für eine solche Arbeit einzusetzen. Wenn all diese Menschen einfach Abfall einsammeln würden, wären viel mehr Tieren und Pflanzen geholfen...
  • felixJongleur 06.08.2019 08:32
    Highlight Highlight Ich sehe schon die Anti Öko Fraktion vor mir, die sich ausmalt, einen Budgetflug zu buchen (Goldjunge nimmt den geleasten Privatjet), SUV zu mieten und dann Steinmännchen bauen zu gehen :))
  • Firefly 06.08.2019 08:16
    Highlight Highlight Passt auf, dass das Ganze nicht in die Esoterik abdriftet. Das wäre Kanonenfutter für die Leugner.
  • McStem 06.08.2019 08:12
    Highlight Highlight Es gibt sinnvolle Aktionen, und dann gibt es noch Aktionen wie diese. Sinnvollerweise hätte man wohl besser (Plastik-)Müll von diesem Strand entfernt, den es unter Garantie hat, so wie ich uns Menschen kenne.
    • dä dingsbums 06.08.2019 09:16
      Highlight Highlight Ich verstehe dieses Nörgeln nicht.

      Wenn jemand Steintürmchen abtragen will, um den Spinnen etwas Lebensraum zurückzugeben, soll er doch. Es ist jedem freigestellt das für die Umwelt zu tun, was er will.

      Was habt Ihr denn so in letzter Zeit für die Umwelt gemacht?

      Ausserdem, in Spanien werden die Strände Nachts gereinigt, damit die Touristen sie am nächsten Tag wieder sauber vorfinden.
    • Sir Affe 06.08.2019 09:46
      Highlight Highlight Das Eine schliesst das Andere nicht aus. ☝️
      Oder hast du aus verlässlichen Qiellen erfahren, dass die Steinmännchen-Rückbau-Aktion zu Ungunsten des Strand-Plastik-Sammel-Zeitbudgets durchgeführ worden ist? 😝
  • lilie 06.08.2019 08:08
    Highlight Highlight Bin mehr als zwiegespalten über die Aktion. Sie verändert die Umwelt für die Kleintiere ja auch. Auf den freigewordenen Flächen wachsen jetzt kleine Pflanzen, die werden doch erdrückt, wenn man Steine draufwirft.

    Es wäre doch sicher sinnvoller gewesen, die Steintürmchen zu belassen und die Touristen zu bitten, keine Steine mehr zu verschieben.

    So aber wird auch ein recht beeindruckendes Gemeinschaftswerk zerstört.
    • Sir Affe 06.08.2019 09:51
      Highlight Highlight Naja, für die einen ist es ein beeindruckendes Gemeinschaftswerk, für Andere ein Instagram Motiv und für wieder Andere ein Kinderkunstwerk ohne Wert und Zweck.
    • Frausowieso 06.08.2019 09:54
      Highlight Highlight Man kann aber auch argumentieren, dass die Einheimischen selbst bestimmen können, wie ihr Wohnort aussieht. Sie müssen nicht alles erdulden, was Touristen hinterlassen.
    • sigma2 06.08.2019 10:32
      Highlight Highlight Das soll ein beeindruckendes Gemeinschaftswerk sein? So ein Quatsch und weg mit den doofen Steinmännchen.
  • Matrixx 06.08.2019 08:06
    Highlight Highlight Es gibt Orte auf dieser Welt, da ist das Bauen von Steinmännchen sogar ausdrücklich verboten (z.B. Island), trotzdem können es die Menschen nicht lassen.

    Aber es gibt wohl Menschen, die sowas nicht verstehen (wollen). Weil, wie geil ist das denn, so'n Steinmännchen auf dem Insta-Profil?
    • Astrogator 06.08.2019 09:39
      Highlight Highlight Und die Yoga-Pose nicht vergessen... 😉
  • Statler 06.08.2019 08:02
    Highlight Highlight Normalerweise bin ich ja wirklich für jegliche Aktionen dieser Art. Aber das hier ergibt nicht wirklich viel Sinn.
    Das Areal, auf dem die Steinmännchen stehen, misst grade mal so um die 20x30 Meter oder so. Sonst sieht man keine Steinmännchen. Und das soll jetzt wirklich ein Problem sein? Notabene an einem künstlich angelegten Strand, auf dem Zigi-Kippen und Plastikbecher überall rumliegen. Es gäbe wohl Dringenderes zu tun in Puerto de la Cruz.
    • dä dingsbums 06.08.2019 09:20
      Highlight Highlight Ja, es gibt immer dringenders zu tun und man könnte, sollte, müsste, blablabla

      Wenn jemand seine Zeit dafür aufwenden will, Lebensraum für Insekten und Spinnen wieder herzustellen, soll er doch.

      Was hast Du in letzter Zeit in Deiner Freizeit für die Umwelt getan?
    • Statler 06.08.2019 14:45
      Highlight Highlight Abfall aufsammeln, wo ich ihn sehe, z.B.

      Zu Fuss gehen, mit Tram/Bus fahren... noch mehr gefällig?

      Ich sammle auch am Strand grundsätzlich Kippen und Plastik(becher) auf, wenn ich sie sehe.

      Gerade in Puerto de la Cruz sehen die Strände z.T. wie Aschenbecher aus. Das passt Kleinstlebewesen sicher auch nicht und wäre wirklich vordringlicher.
      Aber das fällt dann halt nicht so auf, wie fehlende Steinmännchen.
      Die Aktion ist für mich reine PR mit wenig Nutzen und vor allem wenig Verständnis von denen, die man eigentlich auf die Umweltproblematik aufmerksam machen sollte.
  • Influenzer 06.08.2019 07:52
    Highlight Highlight Pflanzt Bäume oder sammelt Plastikmüll am Strand. Wenn dann das überschüssige CO2 gebunden ist und keine Tüte mehr im Ozean schwimmt können wir über die Umweltplage Steinmännchen diskutieren.
    Übeigens: der Anfang der Zivilisation wird gerne (und unter anderem) mit dem bewussten aufeinanderlegen von Steinen als beginn des Bauens identifiziert.
    Wie mir Moralisten auf den Keks gehen...
    • dä dingsbums 06.08.2019 09:28
      Highlight Highlight Wann hast Du denn das letzte Mal am Strand Plastikmüll gesammelt oder einen Baum gepflanzt? Oder überhaupt in Deiner Freizeit aktiv etwas für die Umwelt getan?

      Ich bin mir ziemlich sicher, alle Kritiker und Nörgler hier haben noch nie aktiv etwas für die Umwelt getan.

      Aber das Engagement anderer Leute kritisieren, das geht.
    • Buyer's Remorse 06.08.2019 09:46
      Highlight Highlight Influenzer: "Pflanzt Bäume oder sammelt Plastikmüll am Strand. "

      Auch Influenzer: "Wie mir Moralisten auf den Keks gehen... "

      Siehst du selber, oder?
    • derWolf 06.08.2019 10:13
      Highlight Highlight Das ist kein Engagement, das ist brei einem Areal von 30x30m ein Kindergarten der stark an eine Sekte erinnert. Nur so weiter, dann nimmt das bald keiner mehr ernst. Tolle Aktion, momol..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Rückbauer 06.08.2019 07:52
    Highlight Highlight Ueberall, wo Touristen in Massen auftreten, geht etwas kaputt. Denn Massentouristen w o l l e n Spuren hinterlassen. Wenn wir einen neuen Schulschatz hatten, ritzten wir jeweils in Herzchen in die Eiche.
    Schon mal Chav gegoogelt? Gential-, Sauf- und Pöbeltourismus: Das ist die extremste Form von Umweltzerstörung. Steinmännchen: Die mildeste Form, die offenbar genügt, um den WWF zu aktivieren. Das mag seinen Grund haben.
  • a-minoro 06.08.2019 07:44
    Highlight Highlight Gute Aktion!
  • Fairness 06.08.2019 07:37
    Highlight Highlight Man kann alles übertreiben. Villeicht wohnt so manches Tierchen auch gerne im oberen Stockwerk und Steine hat es ja genug. In den Schweizer Bergen immer mehr. Es gäbe mit Sicherheit Wichtigeres zu tun.
    • SJ_California 06.08.2019 07:46
      Highlight Highlight Schau dir mal diesen Strand an. Hat ja nur Türmchen. Das ist was anderes als alle paar Kilometer ein herziges Steinmännchen wie in den Schweizer Bergen
    • EvilBetty 06.08.2019 08:01
      Highlight Highlight Es gibt IMMER wichtigeres zu tun/zu besprechen/zu lösen. Mit dieser Einstellung passiert halt genau gar nichts.
    • Amboss 06.08.2019 08:03
      Highlight Highlight Natürlich gäbe es wichtigeres zu tun. Aber das ist ja noch kein Grund, das unwichtige zu lassen, oder?

    Weitere Antworten anzeigen
  • Zyniker haben es leichter 06.08.2019 07:17
    Highlight Highlight Jo... Hat dort auf dem Bild aber viele Steine, überall, quasi auf jedem Zentimeter und keine Pflanzen. Sonst zerstören nur Terroristen Kulturgüter oder ist dies hier nun plötzlich keine Kunst oder auch welcher Faschist hat entschieden, dass er bestimmt was bleiben darf?
  • Max Dick 06.08.2019 07:00
    Highlight Highlight "Der WWF-Sprecher fragte sich zudem «warum man als erwachsener Mensch überhaupt mit Steinen herumspielen muss – und warum viele überall ihre Spuren hinterlassen müssen.»

    Geil wie erzieherisch der ist. Hat der auch mal Spass im Leben?
    • BenFränkly 06.08.2019 07:10
      Highlight Highlight Der WWF wohnt neu unter freiem Himmel. Ein Gebäude würde ja spuren hinterlassen.
      Die Steinmännchen sind nicht das Problem. Grossflächige Monokulturen oder das Zupflastern durch Autobahnen etc hat gänzlich andere Dimensionen als ein paar Steinmännchen an einem Strand. Hier ging es nur um die Medienshow, denn ohne Medienshow kriegen Umweltorganisationen keine Aufmerksamkeit & damit keine Spenden...
    • Roman Loosli 06.08.2019 07:38
      Highlight Highlight Der Planet ist keine Spassblase für uns Menschen .
    • rüpelpilzchen 06.08.2019 07:45
      Highlight Highlight vermutlich hatte er den genau in diesem Moment.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdvocatusDiaboli 06.08.2019 06:27
    Highlight Highlight Weil die Natur noch nicht genug von den Menschen strapaziert war, erfanden sie noch Instagram dazu.
  • hämpii 06.08.2019 06:17
    Highlight Highlight «warum man als erwachsener Mensch überhaupt mit Steinen herumspielen muss – (...).» Genau! Macht gefälligst was für Erwachsene, wie beispielsweise Auto fahren, oder Steuern zahlen.
  • Einloz 06.08.2019 06:06
    Highlight Highlight Hauptsache Schlagzeilen und Medienaufmerksamkeit. So eine schwachsinnige Aktion - als müssten wir uns vor Steinmännchen fürchten. Wenn so viele an einem Ort stehen, dann sind wohl eher die vielen lebenden Besucher das Problem ... 🤔
  • Adumdum 06.08.2019 04:12
    Highlight Highlight Habe mich gerade gefragt was so schlimm an ein paar umgesetzten Steinen ist - dann das Instagram Foto gesehen 😳 alter Falter, man kann's auch echt übertreiben.

    Warum erwachsene Menschen sowas machen? Dazu gehören wollen, Zeichen hinterlassen, Spieltrieb, alles menschlich und auch im Alter noch vorhanden. Problem ist dass wir einfach inzwischen soviele sind (und Instagram/ social Media einiges unangenehm verstärkt...)
    • Statler 06.08.2019 09:20
      Highlight Highlight Schau den Fleck mal auf Google-Maps an, dann relativiert sich das gleich wieder. Das sieht auf dem Foto riesig aus, ist aber grad mal etwa 20x30 Meter. (weiter oben hab' ich 'n Link zu Google-Maps gepostet).

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