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Zog den Zorn des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro auf sich: US-Schauspieler und Umweltaktivist Leonardo DiCaprio. (Archivbild)

Gegen den Hollywood-Star wurden schwere, aber unhaltbare Vorwürfe erhoben. Bild: AP

Darum attackiert Brasiliens Präsident Bolsonaro Leonardo DiCaprio 🙈



Im Streit über die jüngsten Brände im Amazonasregenwald hat Brasiliens rechter Präsident Jair Bolsonaro schwere Vorwürfe gegen den US-Schauspieler und Umweltaktivisten Leonardo DiCaprio erhoben. Er wirft ihm Unterstützung angeblicher Brandstifter vor.

«Leonardo DiCaprio ist ein netter Kerl, oder?», sagte der Staatschef am Freitag vor der Präsidentenresidenz in Brasília zu Anhängern. «Geld geben, um den Amazonas in Brand zu stecken.»

Zuvor warf Bolsonaro bereits Nichtregierungsorganisationen vor, die Brände gelegt zu haben, um wegen der dramatischen Bilder dann mehr Spendengelder einsammeln zu können.

Brazil's President Jair Bolsonaro walks to greet supporters at the end of a Changing of the Guard at the Planalto Presidential Palace, in Brasilia, Brazil, Thursday, Nov. 28, 2019. (AP Photo/Eraldo Peres)
Jair Bolsonaro

Bolsonaros Regierung war wegen ihre Umweltpolitik zuletzt international in die Kritik geraten. Bild: AP

WWF weist Vorwürfe zurück

Die Umweltschutzorganisation WWF wies die Vorwürfe zurück. «Korruption war und ist die Hauptursache für die Zerstörung des Amazonasgebiets, für Landraub, Gewalt gegen lokale Gemeinschaften und indigene Völker, illegale Aktivitäten und Holzdiebstahl», hiess es in einer Stellungnahme.

«Was wir von der Regierung erwarten, ist der Mut, das Problem der Brandstiftung und der Bodenspekulation anzugehen.»

WWF

Bolsonaros Regierung war wegen ihre Umweltpolitik zuletzt international in die Kritik geraten. Die heftigen Waldbrände in der Trockenzeit hatten auf der ganzen Welt für Bestürzung besorgt. Bolsonaro sieht den Regenwald vor allem als wirtschaftliches Potenzial und will mehr Flächen für Landwirtschaft, Bergbau und Energiegewinnung erschliessen. Kritiker werfen ihm vor, Holzfäller und Farmer zur Abholzung und Brandrodung zu ermutigen.

Zuletzt waren in der Region Pará vier freiwillige Feuerwehrleute festgenommen worden, weil sie angeblich Brände gelegt haben sollen. Die Staatsanwaltschaft stellte später klar, dass es keinerlei Grundlage für diese Vorwürfe gebe. Die Männer wurden daraufhin wieder auf freien Fuss gesetzt.

(dsc/sda/dpa)

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Brasiliens indigene Völker kämpfen um ihren Lebensraum

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    Alle Leser-Kommentare
  • ravendark 30.11.2019 11:29
    Highlight Highlight C'mon, es braucht doch neue Soja-Felder für die Fleischproduktion, neue Palmölplantagen für Industriefood und Kosmetik.
    Wir können doch darauf nicht einfach verzichten !
    Remember: Nachfrage = Angebot !
    Wir brocken uns das alles schön selber ein.
  • Saraina 30.11.2019 09:35
    Highlight Highlight Noch so ein Fake-News-Heini ohne moralische Schranken... wer wählt die Typen bloss?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.11.2019 12:16
      Highlight Highlight Rhetorische Gegenfrage: Wer wählte Hitler, Trump oder Orban?
      Kannst mir aber glauben, ich kapiere es auch nicht.
    • banda69 30.11.2019 15:28
      Highlight Highlight In der Schweiz erreichen Rechtspopulisten auch nahezu 30% Anteil bei den WählerInnen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 01.12.2019 10:57
      Highlight Highlight Die sind, verglichen mit denen in Brasilien, Ungarn und auf den Philippinen, wahre Waisenknaben.
      Aber genügend heimlich bekennende Neonazis haben die auch.
  • RicoH 30.11.2019 09:18
    Highlight Highlight Das Problem der Rechtspopulisten: Auf andere zielen und nicht zur Lösung eines Problems beitragen.
    • Der Kritiker 30.11.2019 10:13
      Highlight Highlight Das ist wahrlich bei allen Populisten so, ob rechts oder links. Populismus ist eine Krankheit, die es auszumerzen gilt, egal, wo sie wütet.
    • Doppelpass 30.11.2019 12:16
      Highlight Highlight Wohl eher die Strategie als das Problem der Rechtspopulisten. Auf andere zielen, um die eigene Macht auszubauen und zu plündern, was geht.
      Lieblingsziele: Justiz, Presse, Demokratische Bewegungen, Humanitäre Organisationen, alle Art von Minderheiten.
      Lieblingspartner: Polizei, Militär, Religiöse Gemeinschaften, Konzerne, Männerbünde, Waffenhändler, Rohstoffhändler.
  • tolgito 30.11.2019 07:55
    Highlight Highlight Ich sage nur 🤪

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