EDA bestätigt: Zwei Schweizer nach Schiffsunglück auf Seychellen vermisst
Auf den Seychellen hat sich am Freitag ein Bootsunglück ereignet. Wie das Ministerium für Transport, Häfen und Zivilluftfahrt mitteilte, sank dabei das Tauchschiff «Galatea» vor der Insel Marie Louise.
Einige Passagiere konnten gerettet werden, meldet das Newsportal Seychelles Nation. Zunächst wurden vier Personen vermisst. Eine Person aus der Schweiz konnte später jedoch mit leichter Unterkühlung am Nachmittag gefunden und ins Spital gebracht werden. Die Person befinde sich in stabilem Zustand, berichtet das Portal.
Schweizer unter den Vermissten
An einer Medienkonferenz am Samstag teilte das Ministerium mit, dass die Suche nach den weiteren Vermissten andauere. Nach aktuellem Stand werden noch zwei Schweizer und eine einheimische Person vermisst. Zehn Passagiere wurden gerettet.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte gegenüber 20 Minuten, dass sich insgesamt sieben Passagiere aus der Schweiz auf dem Boot befanden. Den geretteten Schweizern gehe es den Umständen entsprechend gut.
Der Nachrichtenagentur SDA erklärte das EDA, die Schweizer Vertretung in Madagaskar und das Honorarkonsulat auf den Seychellen stünden im Kontakt mit den zuständigen Behörden und den Schweizer Staatsangehörigen.
Der Kapitän des Schiffs wurde in Polizeigewahrsam genommen. Dort bleibe er auch, bis alle geretteten Personen auf der Hauptinsel Mahé eingetroffen seien. Dann würden weitere Ermittlungsschritte eingeleitet, erklärte der Polizeichef an der Medienkonferenz.
Gemäss lokalen Berichten gehört das Tauchboot einem französischen Staatsbürger, der auf den Seychellen lebt.
Erschwerte Rettungsarbeiten
Die Rettung gestaltete sich schwierig, weil Marie Louise Island rund 250 Kilometer südwestlich der Hauptinsel Mahé liegt – mitten in der abgelegenen Inselgruppe der Äusseren Seychellen. Das Gebiet gilt unter Tauchenden als besonders reizvoll wegen seiner unberührten Korallenriffe und der artenreichen Meereswelt. (val)
