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Hier schlägt ein Polizist einem Kameramann auf die Linse. screenshot: twitter

US-Polizist schlägt australischen Kameramann – Canberra will eine Untersuchung



Die Arbeit für Journalisten ist während den Protesten in den USA nicht einfach. Immer wieder werden Reporterinnen und Reporter von der Polizei angegriffen, wie zahlreiche Videos auf Social Media belegen. Der Journalist Nick Waters hat in einem Twitter-Thread bereits 115 Angriffe auf Journalisten gesammelt.

Ein Vorfall sorgt nun für Aufsehen weit über die Landesgrenzen hinaus. Am Montagabend liess Donald Trump eine friedliche Demonstration auflösen, damit er sich für einige Fotos zu einer Kathedrale begeben konnte. Dabei setzte die Polizei Tränengas und Gewalt ein.

Dies alles dokumentierten eine Journalistin und ein Kameramann, die für den australischen Sender «Channel 7» arbeiten.

Die Reporterin, Amelia Brace, ist live auf Sendung, als die Polizei sich einen Weg durch die Demonstrierenden bahnt. Sie spricht davon, dass Tränengas und Gummischrot eingesetzt wird. Dann schreitet die Polizei plötzlich schnell voran und drängt die Medienschaffenden auf die Seite. Plötzlich taucht ein Polizist auf und schlägt dem Kameramann gut erkennbar die Faust auf die Linse.

Die Moderatorin und der Moderator im australischen Studio reagieren entsetzt: «Woa, woa, Amelia, bist du okay?»

Wenig später meldet sich die Reporterin wieder zu Wort, sie hat keine Verletzungen davon getragen. Sie sagt: «Ihr habt uns gehört, wir haben gesagt, dass wir von den Medien sind, aber das kümmert sie nicht.»

Ein Video aus einer anderen Perspektive zeigt klar, dass der Kameramann den Polizisten auf keine Art und Weise bedrohte. Der Polizist schlägt mehrmals zu, zunächst mit dem Schutzschild, dann mit der Faust.

Premierminister Scott will eine Untersuchung

Der Angriff auf das TV-Team schlug in Australien hohe Wellen. Premierminister Scott Morrison beauftragte den australischen Botschafter in den USA, Arthur Sinodinos, den Angriff zu untersuchen. «Channel 7 wird nun eine formelle Anzeige machen und bitten, dass die Angelegenheit untersucht wird», sagt Sinodinos gegenüber der «New York Times». Das US-Aussendepartement habe seine Unterstützung angeboten.

>>> Hier geht es zum Liveticker

Registriert wurde der Vorfall auch in der US-Botschaft in Canberra. Botschafter Arthur Culvahouse schreibt, dass die Pressefreiheit ein Recht sei, dass sowohl für die Australier als auch für die Amerikaner wichtig sei. «Wir nehmen Misshandlungen gegenüber Journalisten sehr ernst, so wie alle das machen, die Demokratie ernst nehmen.»

US-Präsident Donald Trump hat die zahlreichen Angriffe auf Journalisten derweil noch nicht kommentiert. Auf Twitter bezeichnet er die grossen Medienhäuser regelmässig als «Fake News». Über Montagabend meinte er: «D.C. hatte keine Probleme gestern Abend.» (cma)

Auch dieser Journalist konnte seine Arbeit nicht richtig ausführen:

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Trump lässt Demonstranten mit Tränengas vertreiben

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Samurai Gra 03.06.2020 10:14
    Highlight Highlight Wo sind die Trump Supporter die sich hinter Trumps leugnen stellen?
  • Victor Paulsen 03.06.2020 09:54
    Highlight Highlight So ein ...
    Aber anderseits erhöht das den Druck auf die us Regierung noch weiter, wenn ein nicht grad unbedeutendes Land, wie australlien ,interveniert und klagen fordert
  • Josh Allen QB 03.06.2020 09:35
    Highlight Highlight Ist das euer Ernst? die die es nicht einfach haben sind die Polizisten!! Die müssen von einem Tag auf den anderen mit tausenden Protestern (manchmal auf gewalttätigen Protestern) klarkommen. Hört auf jeden kleinen Zwischenfall als ein Skandal darzustellen und holt euch als abwechslung auch mal neutrale Reporter die diese Geschichten hier verfassen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 03.06.2020 10:43
      Highlight Highlight Gekennzeichnete Leute der Presse anzugreifen soll also eine Lappalie sein?

      Normalerweise passiert das ausschließlich in Diktaturen.
    • Knety 03.06.2020 10:54
      Highlight Highlight Jetzt wird die mangelhafte Ausbildung der US-Polizei schonungslos offengelegt.
      Es ist für beide Seiten nicht leicht, das stimmt. Trotzdem darf in einem Rechtsstaat so etwas nicht passieren.
    • Liselote Meier 03.06.2020 11:21
      Highlight Highlight Na was ist denn bitte neutraler als ein australisches Fernsehteam?

      Und nein bei 115 Fälle ist das nicht ein "kleiner Zwischenfall" sondern systematische Polizeibrutalität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans Jürg 03.06.2020 08:53
    Highlight Highlight Chinesische Zustände in den USA...
  • KoSo 03.06.2020 08:18
    Highlight Highlight der Polizist sieht klar, dass der Mensch eine Kamera trägt und zieht mit dem Schild und auch der Faust danach voll durch.

    soviel zur Ausbildung der Polizisten in Amerika, das in seiner „great“ Version eher DSA genannt werden muss.
    Divided Stats of America
  • Mira Bond 03.06.2020 08:11
    Highlight Highlight Woah...die schlagen bewusst und kräftig zu (im 2. Video gut ersichtlich!)
    Ich bin schockiert.
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 03.06.2020 08:11
    Highlight Highlight Der wird sich allerhöchstens dazu äußern, dass ein Team von FOX von Demonstranten attackiert wurde.
    Dass andere Reporter, die nicht positiv über ihn berichten, attackiert werden, ist ihm wohl mehr als nur recht.
  • firekillerolten . 03.06.2020 08:09
    Highlight Highlight Oh, Schei…, dieses Land geht den Bach runter.
    • murrayB 03.06.2020 12:15
      Highlight Highlight Frankreich, Grossbritannien und Deutschland bald auch... Haben ähnliche Entwicklung in den Gesellschaftsstrukturen und wirtschaftliche Entwicklungen...
  • shinibini 03.06.2020 07:56
    Highlight Highlight Das alles für ein Foto, in dem die dicke Orange eine Bibel gedreht und auf dem Kopf ins Foto hält. Hätte Obama das gemacht wäre er direkt als Antichrist gebrandmarkt worden.
  • manta 03.06.2020 07:39
    Highlight Highlight US Botschafter: „Wir nehmen Misshandlungen gegenüber Journalisten sehr ernst, so wie alle das machen, die Demokratie ernst nehmen.“

    Trump antwortet: „Fake News!“
  • ChiliForever 03.06.2020 07:26
    Highlight Highlight Was erwartet man von Polizisten, die im besten Fall sechs Monate ausgebildet wurden oder weniger?
  • Militia 03.06.2020 07:00
    Highlight Highlight Früher wurden die Sicherheitsorgane der USA immer gelobt, weil sie im Gegensatz zu unseren konsequent und entschlossen durchgreifen. Habe noch nie verstanden, warum man auf Menschen, welche gerade dabei sind deinen Anweisungen Folge zu leisten, noch mit dem Knüppel draufschlägt. Sind wohl von der selben Sorte wie jene, die noch auf einen draufkicken, der schon am Boden liegt. Oder einem Menschen auf den Nacken knien bis er stirbt.
    "Nach Corona wird nichts mehr sein wir vorher, mehr Menschlichkeit, blabla"
    Hat wohl doch nicht ganz gereicht.....
  • Kong 03.06.2020 00:55
    Highlight Highlight Trumpel wird der Angriff gegen Fakenews egal sein. Aber der Widerstand wächst...
  • ArcticFox 02.06.2020 23:40
    Highlight Highlight Dem Donnie doch egal, dann tritt die USA halt auch noch aus der UNO aus.
  • UrsEdelhart 02.06.2020 23:39
    Highlight Highlight "Plötzlich taucht ein Polizist auf und schlägt dem Kameramann gut erkennbar die Faust auf die Linse."

    Schauen wir das gleiche Video an oder wird hier nicht ein wenig übertrieben?

    Platz räumen heisst Platz räumen. Time is money, ain't got no time for discussions.

    • Kyle C. 03.06.2020 11:49
      Highlight Highlight Das Video zeigt genau das, was in deinem Zitat geschrieben steht. Es wird rein gar nichts übertreiben.
  • murrayB 02.06.2020 23:22
    Highlight Highlight Man kann es auch übertreiben mit den Meldungen! 1. Ist der Reporter nicht erkennbar auf den 1. Blick, 2. meint jeder Gaffer, Kameramann man könne bis 1 Meter an die Front! Da bekommt man auch mal was ab!

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